Altötting

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Koordinaten: 48°13′35″ N 12°40′36″ E

Schwarze Madonna mit KIND von Altötting
Schwarze Madonna mit KIND von Altötting

Altötting ist der größte deutsche Marienwallfahrtsort. Im Mittelpunkt der Wallfahrt steht die Schwarze Madonna und der hl. Konrad von Parzham.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Zahlen

Die Kreisstadt liegt im Regierungsbezirk Oberbayern (Bistum Passau). Von München liegt es 90 Kilometer entfernt, vom österreichischen Salzburg rund 70 Kilometer. In Altötting leben 12650 Menschen (Stand Dez. 2008)

Geschichte

Die Wallfahrt nach Altötting begann im Jahre 1489. Anlass waren zwei Heilungswunder, die Aufsehen erregten. Im Mittelpunkt der Wallfahrten steht sei Anbeginn ein um aus Lindenholz geschnitztes Marienbild. Dieses kam vermutlich um 1330 nach Altötting. Der Pilgerstrom war von Anfang an sehr groß, sodass weder die kleine Kapelle noch die bereits bestehende Stiftskirche die Leute fassen konnten. Daher wurde zwischen 1499 und 1511 die heutige gotische Stiftkirche erbaut. Altötting hatte im Laufe der Zeit immer wieder auch politische Bedeutung. Kaiser und Könige, Herzöge und Kurfürsten und auch zwei Päpste besuchten Altötting. Während des 30-jährigen Krieges vertraute Bayerns Kurfürst Maximilian sein Schicksal und das des Landes in einem mit seinem Blut geschriebenen Weihebrief der Mutter Gottes von Altötting an. 1681 kam Kaiser Leopold I. und der bayerische Kurfürst Max Emanuel zu Gebet und politischen Verhandlungen nach Altötting und schmiedeten die "Altöttinger Allianz", die zwei Jahre später im Kampf gegen die Türken vor Wien zum Tragen kam.

1930 kam mit der Selig- und Heiligsprechung des Altöttinger Kapuziner-Pfortenbruders Konrad von Parzham ein weiter Pilgerschwung. Neben der Gandenkapelle gibt es seitdem ein zweites vielbesuchtes Pilgerziel, das Grab des Heiligen in der Kapuzinerkirche St. Konrad.

Schwarze Madonna von Altötting
Schwarze Madonna von Altötting

Altötting heute

Altötting ist mit 1 Million Pilger im Jahr der größte Marienwallfahrsort Deutschlands und hat auch überregionale Bedeutung. Zum jährlichen Patroziniumsfest am 15. August kommen jährlich tausende von Pilgern.

Kirchengebäude

  • Die Gnadenkapelle,
  • Die Stiftspfarrkirche St. Phillipp und Jakob,
  • Basilika St. Anna (Fassungsvermögen über 8000 Menschen),
  • Kapuzinerkirche St. Magdalena,
  • Kirche St. Konrad,
  • Anbetungskirche Hl. Kreuz,
  • St. Josefs-Kirche der Englischen Fräulein (Congeration Jesu),
  • Pfarrkirche Mariä-Heimsuchung in Unterholzhausen,
  • Anbetungskapelle (frühere Schatzkammer);

Papstbesuche in der Stadt

Im September 2006 besuchte Papst Benedikt XVI. das Wallfahrtsort. Seinen Bischofsring, den er bis zu seiner Papstwahl trug, legte er vor dem Altöttinger Gnadenbild nieder, der heute am Zepter der Muttergottes-Statue angebracht ist. Am 15. August 2008 erhält Altötting die "Goldene Rose", eine hohe Auszeichnung der Kirche, die Joachim Meisner, als Kardinallegat, an Mariä Himelfahrt überreichen wird.

Literatur

  • Antonia Meyers, Die Kette der Madonna Miriam Verlag (160 Seiten)

Weblinks

www.altoetting.de [1] [2]

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