Franz König

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Franz Kardinal König (* 3. August 1905; + am 13. März 2004 in Wien) war ein bekannter österreichischer Kardinal und viele Jahre lang Erzbischof der Erzdiözese Wien.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Franz König ist am 3. August 1905 als ältester Sohn einer Bauernfamilie in Warth bei Rabenstein an der Pielach in Niederösterreich geboren. Nach der 1927 mit Auszeichnung bestandenen Matura am Melker Stiftsgymnasium studierte er Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana sowie alt-persische Religion und Sprachen an der Orientalistischen Fakultät des Päpstlichen Bibelinstitutes.

1930 promovierte er zum Dr. phil. und am 29. Oktober 1933 wurde er in Rom zum Priester geweiht.

Ab 1938 war er Jugendseelsorger der Diözese St. Pölten. Ein besonderes Anliegen war ihm die Kriegsgefangenenseelsorge. Die Hauptarbeit leistete er an dem religionsgeschichtlichen Werk Christus und die Religionen der Erde(1951). 1956 erschien das Religionswissenschaftliche Wörterbuch.

Am 31. Mai 1952 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Titularbischof von Livias und Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge des St. Pöltner Bischofs Michael Memelauer.

Am 31. August 1952 erfolgte die Bischofsweihe im Dom zu St. Pölten. Am 10. Mai 1956 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Nachfolger des verstorbenen Kardinal Innitzer

Am 17. Juni 1956 erfolgte seine Inthronisation als Erzbischof von Wien und als Wahlspruch erkor er sich eine Stelle aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser "Die Wahrheit in Liebe tun" (Eph 4,15). Am 15. Dezember 1958 nahm ihn Papst Johannes XXIII. in das Kardinalskollegium auf.

Auf weltkirchlicher Ebene trat Kardinal König erstmals auf dem II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) in Erscheinung und im Sommer 1965 traute ihm Papst Paul VI. die Leitung des im Gefolge des neu gegründetet Vatikanischen Sekretariates für die Nichtglaubenden, die er 16 Jahre bis 1981 innehatte. In dieser Eigenschaft mehrte er die Kontakte zu Vertretern des areligiösen Humanismus im Westen und des Staatsatheismus im Osten. Eine besondere Funktion sollte dabei die von Kardinal König im Jahre 1964 gegründete Stiftung "Pro Oriente" übernehmen.

Am 16. September 1985 trat er als Erzbischof von Wien zurück.

Am 13. März 2004 gegen 3 Uhr früh ist er in seiner Wohnung im Altenheim der Barmherzigen Schwestern in Wien verstorben.

Werke

  • Worte zur Zeit, Herder Verlag 1968
  • Die Stunde der Welt, Verlag Styria 1971
  • Der Aufbruch zum Geist, Verlag Styria 1972
  • Das Zeichen Gottes, Verlag Styria 1973
  • Der Mensch ist für die Zukunft angelegt, Herder 1975
  • Kirche und Welt, Herold 1978
  • Glaube ist Freiheit, Molden 1981
  • König/Karl Rahner, Europa. Horizonte der Hoffnung, Verlag Styria 1983

Literatur

  • Annemarie Fenzl, Kardinal König, Herold, 1985

Weblinks

Vorgänger
Theodor Innitzer
Erzbischof von Wien
1956 - 1985
Nachfolger
Hermann Groër
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