Ökumenisches Patriarchat von Konstantinopel

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Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel wird vom Patriarch von Konstantinopel geleitet und ist das wichtigste Patriarchat in der orthodoxen Kirche. Derzeitiger Patriarch ist Bartholomäus I.

Zum Patriarchat von Konstantinopel, das autokephal ist, gehören primär Christen in der Türkei, aber auch Teile von Ostgriechenland sowie einige Diasporagemeinden in der ganzen Welt.

Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel versteht sich als spiritueller Führer der Weltorthodoxie und ist damit Oberhaupt über etwa 300 Millionen Christen. Allerdings sind die Befugnisse des Patriarchen eingeschränkt, und er hat zum Beispiel keine Befugnisse bei anderen Patriarchaten bzw. autokephalen Kirchen. Das Patriarchat ist als Primus inter pares (Erster unter Gleichen) zu verstehen.

Der Sitz des Patriarchats ist in Phanar in Istanbul.

Inhaltsverzeichnis

Ökumenische Annäherung

Am 5. und 6. Januar 1964 trafen sich Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras I. in Jerusalem, ein Treffen, das zu einem Durchbruch in den Beziehungen zwischen Rom und Konstantinopel führte. Die wichtigste Geste war, dass der Papst Athenagoras als Nachfolger des Apostels Andreas das Haupt des Apostels zurückgab, das zuvor eine der vier Hauptreliquien in den vier Pfeilern des Petersdomes war und das Kreuzfahrer 1204 in Konstantinopel geraubt hatten.

Dieses Zusammentreffen führte dazu, dass im Folgejahr die römisch-katholische Kirche und der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel in Vertretung der orthodoxen Kirchen die gegenseitigen Exkommunikationen zurücknahmen, die sie 1054 als Folge des Morgenländischen Schismas ausgesprochen hatten. Dies war ein bedeutender Schritt zur Versöhnung zwischen beiden Kirchen.[1]

Am 25. Juli 1967 besuchte Papst Paul VI. den Ökumenischen Patriarchen, der diesen Besuch am 28. Oktober 1967 erwiderte. In seiner Weihnachtsenzyklika schrieb Patriarch Athenagoras. „Wir tauschten mit seiner Heiligkeit dem Papst von Rom ein Kreuz und den Heiligen Kelch und beteten gemeinsam, dass unser gnädiger Gott unseren Heiligen Kirchen des Ostens und Westens so schnell wie möglich die Gnade schenken möge, dass wir die Kommunion der Heiligen Sakramente wieder so teilen können, wie es bis zum Jahr 1054 der Fall war.“

Gemeinsame Erklärungen des Papstes und ökumenischen Patriarchen

Weblinks

Anmerkungen

  1. Michael Wittig: Art. |Athenagoras I. in: Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Aufl., Sp. 1143.
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