Adílio Daronch

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Adilio Daronch (* 25. Oktober 1908 in Dona Francisca, Rio Grande du Sul, Brasilien; † 21. Mai 1924) war der Ministrant des seligen Emmanuel Gomez Gonzalez.

Biografie

Adilio Daronch wurde als drittes von acht Kindern in eine tiefreligiöse Familie mit bescheidenen sozialen Verhältnissen hineingeboren. Sein Vater hieß Pedro, seine Mutter Judite Segabinazzi's. 1911 zog mit seinen Eltern nach Passo Fundo und 1913 nach Nonoai, wo er Schüler an der von Emmanuel Gomez Gonzalez errichteten Schule wurde, ihm am Altar diente und ihn treu auf dessen zum Teil ausgedehnten und beschwerlichen Pastoralvisiten begleitete.

Nach Ostern 1924 brachen die beiden zu den weit entfernten »Teutonia-Siedlungen« im Urwald bei der Stadt Três Passos (Grenze zu Uruguay und Argentinien) auf, um den dortigen Deutschbrasilianern die Sakramente zu spenden. Soldaten, die von den Führern der Revolutionsparteien gegen die beiden Missionare aufgewiegelt wurden, lauerten den beiden auf und wiesen sie »freundlich« auf einen Abkürzungsweg durch den Urwald hin. Nahe dem Hügel Feijão Miúdo überfielen sie die beiden, fesselten den Priester und den 15jährigen Knaben und erschossen sie nach brutaler Mißhandlung" am 21. Mai 1924. Als die Menschen vier Tage später die beiden fanden, bot sich ihnen ein Bild des Schreckens: ihre Körper waren durchlöchert, Teile ihrer KörpergIieder abgeschnitten. Wie ein Wunder schien es, dass die gefräßigen Tiere des Waldes die Leichname unberührt ließen, als hätten sie mehr als die Menschen die Botschaft der Versöhnung der beiden Blutzeugen verstanden.

Seligsprechung

Adilio Daronch wurde zusammen mit Emmanuel Gomez Gonzalez im Pontifikat Benedikt XVI. am 21. Oktober 2007 seliggesprochen.

Quellen

Osservatore Romano 4. März 2011, verfasst von Stefan Wirth; ergänzt durch die englische Lebensbeschreibung auf der Vatikanseite [1].

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