Ad-limina-Ansprache von Johannes Paul II. an die SBK am 6. März 1987

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Ansprache von Papst Johannes Paul II. an die Schweizer Bischofskonferenz beim Ad-limina-Besuch am 6. März 1987

(Quelle: Der Apostolische Stuhl 1987, S. 2028-2834)
Allgemeiner Hinweis: Was bei der Lektüre von Wortlautartikeln der Lehramtstexte zu beachten ist


Lieber Herr Präsident der Schweizer Bischofskonferenz,
liebe Mitarbeiter im Bischofsamt !

Netze immer wieder auswerfen

1. Ich freue mich, Sie hier wiederzusehen. Und ich danke Ihnen für die Verfügbarkeit, die sie anläßlich dieses Ad-limina-Besuches erneut gezeigt haben. Ich habe den Eindruck, dass es erst gestern war, dass mir die Gläubigen der Diözesen Ihres Landes und alle Schweizer einen herzlichen Empfang bereitet haben. Nach drei Jahren möchte ich Ihnen erneut meinen aufrichtigen Dank sagen. Sie haben alles unternommen, damit der Sinn meiner Pastoral reise richtig verstanden werde und damit meine verschiedenen Begegnungen mit den Gläubigen der Kirche in der Schweiz, mit den Vertretern der anderen christlichen Kirchen und mit den Behörden in herzlicher Atmosphäre ablaufen konnten. Zürich, Lugano, Genf, Fribourg, Lohn und Kehrsatz bei Bern, Sachsein - wo die Gebeine des hl. Niklaus von Flüe ruhen - Einsiedeln, Luzern, Sitten: an alle diese Besuchsorte erinnere ich mich gerne zurück. Gewiß, diese Pastoralreise allein konnte nicht die Lösung aller lehramtlichen und seelsorglichen Probleme bringen, welche u. a. durch die kulturellen Veränderungen hervorgerufen werden, die Ihr Land wie auch andere Länder und Kontinente kennen. In allen Dingen und überall braucht es Zeit. Dennoch danke ich Gott: Meine Ermutigungen an die verschiedenen Gruppen wollten ihre ständigen Anstrengungen als Diener des Volkes Gottes unterstützen - sie sind nicht ohne Echo geblieben. Ihre Gläubigen haben sie als lebendige Katechese aufgenommen und dadurch ihre Verbundenheit mit der Kirche erneuert. Ich beglückwünsche Sie, dass Sie dieses Ereignis dauerhaft werden lassen wollten, wie es Ihr Präsident im Vorwort zum Erinnerungsbuch dieser Pastoralreise so schön festgehalten hat. Wenn Ihre Diözesanen auf dem Weg zu einer immer besseren Verwirklichung des Anspruches Christi, des einzigen wahren Hirten, noch fortschreiten müssen: Lassen Sie sich nicht entmutigen. Erinnern wir uns vielmehr des Gleichnisses vom reichen Fischfang: immer wieder sollen wir neu die Netze auswerfen.

Einheit in Vielfalt

2. Darum wünsche ich sehr, dass Sie von diesem alle fünf Jahre stattfindenden Besuch an den Gräbern der Apostel mit neuem Mut und mit neuer Zuversicht an Ihre Hirtenaufgabe zurückkehren. Ihre Priester und Gläubigen wissen, dass dieser verlängerte Besuch dem Verantwortlichen des Bischofskollegiums und seinen engsten Mitarbeitern gilt. Bei Ihrer Rückkehr und bei anderen Gelegenheiten werden Sie Ihre Sorge darauf wenden, Ihren Gläubigen aller Altersstufen zu helfen, im Verständnis des Geheimnisses der Einheit, welches die Kirche ist, fortzuschreiten. Nach dem Hinweis darauf, dass "der Bischof von Rom als N achfolger Petri das immerwährende, sichtbare Prinzip und Fundament für die Einheit der Vielheit von Bischöfen und Gläubigen" ist, heißt es in der Konzilskonstitution Lumen gentium wörtlich: "Die Einzelbischöfe hinwiederum sind sichtbares Prinzip und Fundament der Einheit in ihren Teilkirehen, die nach dem Bild der Gesamtkirehe gestaltet sind" (Nr. 23).

Und weiter: "Sie sind nicht als Stellvertreter der Bischöfe von Rom zu verstehen. Denn sie haben eine ihnen eigene Gewalt inne und heißen in voller Wahrheit Vorsteher des Volkes, das sie leiten. Folglich wird ihre Gewalt von der obersten und allgemeinen Gewalt nicht ausgeschaltet, sondern im Gegenteil bestätigt, gestärkt und in Schutz genommen" (Nr. 27).

Die Begegnung anläßlich des Ad-limina-Besuches ist vor allem eine Begegnung im Glauben: Sie ist in dem Sinne mystischer Natur, als sie bis in das Innerste des Geheimnisses der Kirche vordringt. Die Bischöfe prüfen zwar auch ihr pastorales Wirken; sie überprüfen jedoch im besonderen die Einheit, welche ihrer Sendung zugrunde liegt. Auch der W. Paulus ging zusammen mit Barnabas und Titus nach Jerusalem, um Petrus und Jakobus zu begegnen. "Ich legte ihnen das Evangelium vor, das ich unter den Heiden verkündige; ich wollte sicher sein, dass ich nicht vergeblich laufe oder gelaufen bin" (Gal2,2). Der Bischof ist Stellvertreter des Hohepriesters Christi, Nachfolger der Apostel; er ist aber nicht "Eigentümer" der Diözese, die ihm anvertraut ist. Es ist durchaus normal, dass er über seine Sendung Rechenschaft ablegt und seine Arbeit am Maßstab der ganzen Kirche misst.

3. Ihre Diözesanen haben mir bei meinem Besuch die besonderen Probleme der Schweiz dargelegt. Es ist sicher, dass die Teilkirchen von den Besonderheiten ihrer Geschichte und ihrer Kultur geprägt sind; man muss dem Rechnung tragen. Doch kann eine Teilkirche, sei es in der Schweiz oder anderswo, nicht Garant der Einheit sein oder selber Einheit schaffen, wenn sie nicht enge brüderliche Kontakte mit den anderen Teilkirchen, auf besondere Weise aber mit der Kirche in Rom, dem Sitz des Petrus und seiner Nachfolger, unterhält. Von der Notwendigkeit dieser Einheit, die für ihr Wesen als Kirche notwendig ist, zeugen die Briefe des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth und die Sammlungen zugunsten der Notleidenden anderer Gemeinden (vgl. 2 Kor 8,1-15), aber auch die Briefe des Klemens von Rom, des Ignatius von Antiochien, des Polykarp von Smyrna oder des Irenäus von Lyon.

Es fällt ihnen auch zu, den Primat des Petrus in vollem Lichte und in seiner ganzen Dimension darzulegen, vor allem, weil sein echter Sinn auch von den Katholiken nicht immer ganz verstanden wird. Er ist ein Dienst, den die Kirche notwendig braucht, ein unverzichtbarer Fixpunkt, der Eckstein der kirchlichen "communio". Das Zweite Vatikanische Konzil hat sehr gut dargelegt, wie der Primat und die Kollegialität der Bischöfe zur Verwirklichung der Einheit und der Katholizität der Kirche zusammenwirken.

Um zu diesem harmonischen Wachstum des Gottesvolkes beizutragen und um eine möglichst nahe Gegenwart des Verantwortlichen bei seinen Gläubigen zu ermöglichen, wurden zwei neue Weihbischöfe ernannt: Martin Gächter bei BischofOtto Wüst und Amadeus Grab an der Seite von BischofPierre Mamie. Ich begrüße sie sehr herzlich. Sie werden in Kürze Mitglieder des Bischofskollegiums werden, und ich danke ihnen, dass sie dieses schwere und für das Leben der Kirche notwendige Amt übernommen haben. Ich wünsche ihnen, dass ihr Bischofsdienst fruchtbar werde.

4. Seit unseren Begegnungen von 1984 und 1985 weiß ich, dass die Abnahme der Zahl der Priester Ihre Hauptsorge geblieben ist. Darum drängt es mich bevor ich Ihnen von der Förderung des christlichen Laientums spreche - Sie zu ermutigen, eng mit Ihren Priestern verbunden zu bleiben. Sicher, Ihre General- und Bischofsvikare leisten Ihnen dabei wertvolle Hilfe. Ihr Dienst jedoch, auch wenn er sehr gut erfüllt wird, kann den Bischof nicht dispensieren, immer wieder mit seinen Priestern zusammenzukommen. In diesen Begegnungen, im Dekanat oder in der Region, ereignet sich allmählich der gedankliche und seelsorgliche Austausch zwischen dem Bischof und seinen Mitarbeitern. Das Klima der Einfachheit, der Freundschaft, des Gebetes sowie die Achtung vor dem Dienst des Bischofs erlauben es, gewisse schwierige Probleme, welche lebenswichtige Punkte der Lehre und der Seelsorge berühren, zu behandeln. Ich will hier nicht mehr im einzelnen die vielen Bereiche anführen, in denen Sie Ihren Seelsorgedienst leisten: die Erneuerung und Vertiefung des Glaubens, die Bildung der Gewissen in einem Umfeld der religiösen Gleichgültigkeit, welche sie selber erwähnen, die Erziehung zur Liebe, die Vorbereitung auf die Ehe und die Familienseelsorge, der Fortschritt in den ökumenischen Bemühungen, welche Ihnen zu Recht sehr am Herzen liegen. Ich möchte hier nur zwei besondere Punkte erwähnen: die eucharistische Gastfreundschaft und die Versöhnung.

Sie haben letzten Herbst eine klare und ausgewogene Erklärung über die Bedingungen der Zulassung anderer Christen zur Eucharistie veröffentlicht. Diese Frage hängt nicht allein ab von der Disziplin der Kirche. Diese Disziplin ist nichts anderes als der Ausdruck eines wichtigen Teiles unseres Glaubens: Die Eucharistie steht in der Mitte des Lebens der Kirche; ihre Feier darf nicht vom vollen Bekenntnis des Glaubens der Kirche getrennt werden. Die Teilnahme an der Eucharistie ist - durch eben diese Teilnahme - eine Bestätigung der Einheit im Glauben der Kirche. Diese kirch.liche Dimension der Eucharistie bewirkt, dass - für uns - der Empfang der Eucharistie normalerweise Zeichen der kirchlichen Einheit ist. Dieses Zeichen eben da zu setzen, wo diese Einheit nicht vorhanden ist, namentlich da, wo eines der Wesenselemente fehlt - und ein solches ist die Einheit im Bekenntnis des Glaubens _ heißt ein trügerisches Zeichen setzen. Auf diese Weise können wir nicht auf dem Weg zur Einheit fortschreiten. Ist das übrigens nicht das, was wir zusammen mit unseren protestantischen Brüdern bei unserem Gespräch in Kehrsatz gesagt haben? Der Fortschritt auf die Einheit hin muss allen Aspekten und allen Ansprüchen der evangelischen Wahrheit Rechnung tragen. Es ist ein steiler und oft steiniger Weg; aber nur er führt zum Licht und zur Freude der wiedergefundenen Einheit.

Eucharistie und Versöhnung

In vielen Teilkirchen wurden ernsthafte Anstrengungen unternommen, damit das Sakrament der Versöhnung in den beiden hergebrachten Formen, welche das persönliche Bekenntnis miteinschließen, gefeiert wird (vgl. Reconcilatio et paenitentia, Nr. 32, can. 960-964). Ich glaube, dass Ihre Diözesen die Seelsorge der sakramentalen Versöhnung in diesem Sinne noch verbessern können, indem Sie vor allem die österliche Bußzeit bevorzugen und indem Sie für die Zeit während des Jahres genügend Gelegenheit vorsehen, vor allem vor den großen liturgischen Festen. Der Geist Gottes möge Ihnen die Kraft geben, mit Überzeugung und Beharrlichkeit dahin zu wirken, dass jene Form gefunden wird, welche der liturgischen Erneuerung Rechnung trägt und gleichzeitig auch tief in der Tradition der Kirche verwurzelt ist.

5. Das Problem der Verminderung der Priesteranzahl und der Überalterung, das ich ausgesprochen habe, kann eine Lösung nicht allein in der Förderung der Mitarbeit der Laien sein, auch wenn diese sehr wünschenswert ist. Bei den Ad-limina-Besuchen kann ich den unermüdlichen Eifer der Verantwortlichen der Diözesen hören und bewundern. Viele setzen sich unter der Leitung geeigneter Priester großherzig für die Seelsorge der Berufe in den Diözesen ein. Manche Bischöfe organisieren Jugendforen, andere laden zu Wallfahrten ein, wieder andere wenden sich regelmäßig in Hirtenworten an die Jugend. Die meisten halten sehr darauf, die möglichen Kandidaten, die das wünschen, persönlich zu sprechen. Ich war auch davon beeindruckt, dass in Gebetsgruppen manche Priesterberufe heranreifen.

Berufung für die Kirche

Sicher gilt Ihre große Sorge der Weckung von Berufungen. Fahren Sie fort, immer bessere Mittel zu finden, um die Jugend für die Notwendigkeit, sich dem Reichtum Christi und seiner Frohbotschaft zu öffnen, zu begeistern. Viele Jugendliche sind sehr großzügig und wollen den Ärmsten in ihrem Land und in der Dritten Welt zu Hilfe kommen. Ich sehe um mich junge Schweizer, die herkommen, um mit Hingabe in der Päpstlichen Schweizergarde zu dienen. Ich zweifele nicht daran, dass es - auf einer ganz anderen Ebene - auch zahlreiche Jugendliche gibt, die fähig sind, sich durch das Priestertum in den ausschließlichen Dienst Christi zu stellen. Indem ihr ihnen helft, sich ihrer Berufung bewusst zu werden, erfüllen sie einzeln und gemeinsam eine große Tat christlicher Hoffnung.

Geben Sie den zukünftigen Priestern Jesu Christi Seminarien, deren Identität nicht mehr bestritten wird. Meine apostolischen Reisen haben mich im Vertrauen auf die eigentlichen und ausschließlichen Priesterseminarien nur bestärkt, wo - ohne gewisse Anpassungen zweitrangiger Bedeutung auszuschließen - jenen, die sich auf das Priestertum und seine Anforderungen vorbereiten, täglich die notwendigen geistigen und geistlichen Übungen angeboten werden. Sie brauchen ein Umfeld, das dieser Aufgabe gerecht werden kann, sie brauchen Priester, welche sich dieser Arbeit hingeben und sie brauchen Lehrer, welche ihnen die philosophischen und theologischen Wissenschaften von hoher Qualität vermitteln. Die Seminaristen werden es verstehen, eine lebendige und familiäre Atmosphäre in Gebet und Studium zu schaffen. Sie sollen spüren, dass die Bischöfe eine besondere Vorliebe für ihre Seminarien haben! Ich höre nicht auf, für dieses Anliegen zu beten.

6. Wie könnte ich es schließlich unterlassen, mit Ihnen über das christliche Laientum in der Schweiz, diese große Hoffnung, zu reden! Ich denke an die zahlreichen Seelsorgeräte, an die Vereine der katholischen Aktion und an so viele andere Gruppen. Ich habe die Abordnungen, welche damals nach Einsiedeln in die Abtei gekommen sind, in Erinnerung behalten: ihren Ernst, die Offenheit ihrer Aussagen, ihre vielfältigen Engagements in kirchlichen und weltlichen Organisationen. Diese Delegierten haben gezeigt, dass die Zahl der Frauen und Männer, welche eine theologische Ausbildung haben, immer zahlreicher werden und dass sie eine klarere Anerkennung wünschen. Ich möchte Sie heute bitten, ihnen erneut mein Vertrauen zuzusichern in der Hoffnung, dass sie stets eine richtige Sicht der Kirche Christi behalten, welche sich, nach dem Willen ihres Gründers, durch die harmonische und wirksame gegenseitige Ergänzung aller Glieder auszeichnet. Ich sagte in Einsiedeln:

"Wir alle sind in das Geheimnis Christi durch den Glauben und durch die Taufe eingeführt, wie die vielen Reben am Weinstock, der Christus ist, der uns unablässig mit neuer Lebenskraft erfüllt."

Die Glaubwürdigkeit des Evangeliums und die Bedeutung der Glaubensverkündigung sind angewiesen auf diese Mitarbeit, die auf einer gesunden Ekklesiologie gründet, die stets vertieft, im Dialog gelebt und von einem Gebet begleitet werden sollte, das in manchen kirchlichen Gemeinschaften noch mehr betont werden könnte. Bemühen Sie sich bei diesen Laien, die auch Ihre Gegenwart erwarten, weiterhin darum, Achtung zu zeigen und zuzuhören, Klarheit im Glauben, liebevolle Festigkeit und ständige Ermutigung zu bezeugen. Wir wollen diese bei den Ziele, die nicht austauschbar sind, verfolgen: auf der einen Seite die ausgebildeten und verantwortungsbewussten Laien fördern, die aufgrund ihrer Taufe und Firmung handeln, und da und dort eine besondere Sendung erhalten; und gleichzeitig die Sorge um den Priesternachwuchs, unter Einbeziehung der besonderen Gnade des Weihesakraments, im Auge behalten. Anders gesagt: Ja zur gegenseitigen Ergänzung, aber Nein zur Gleichschaltung. Ich hoffe, dass die kommende Bischofssynode in allen diesen Punkten klare und vertiefende Aussagen in Lehre und Seelsorge gibt und damit das ganze Volk Gottes mit neuem apostolischem Eifer erfüllt, der von Freude und Hoffnungen geprägt ist.

Bruder Klaus als Vorbild

7. Am Schluss dieses brüderlichen Gesprächs freut es mich, auf das Ereignis zu sprechen zu kommen, das sie selber erwähnt haben: Die Schweiz feiert in diesem Jahr den 500. Todestag des populären Einsiedlers vom Ranft, des hl. Bruders Klaus. Ich durfte die Gnade erfahren, als Pilger in die Pfarrkirche von Sachsein zu gehen und vor dem Reliquienschrein zu beten. Ich habe den großen Heiligen, den die Schweizer "Vater des Vaterlandes" nennen, um seine Fürbitte für ihr Land gebeten. In allen Landesteilen werden sie Feiern haben, zu welchen auch die weltlichen Behörden eingeladen sind. Mögen diese Feiern für alle Bewohner des Landes Gelegenheit sein, den Reichtum des Glaubens neu zu entdecken, den Geist der Einheit, der ihr Land prägt, zu erneuern, und vor allem dazu beitragen, den Frieden unter den Völkern zu fördern. Sie selber sind auf die Initiativen zu sprechen gekommen, die zu ergreifen und weiterzuführen sind, um den Frieden zu stärken, das Problem der Flüchtlinge und der Asylsuchenden zu lösen und um die Solidarität mit den Armen dieser Welt - gemäß den daraus sich ergebenden wirtschaftlichen Forderungen - zu fOrdern.

Sie für Ihren Teil werden der Jugend, den Familien, den Männern und Frauen, welche sich in den Dienst des Allgemeinwohls stellen, die Heiligkeit ihres großen Mitbürgers näher bringen. Das Kind und der Jugendliche in seiner Schlichtheit, der zu allen Opfern bereite Soldat, der vorbildliche Familienvater, der gewissenhafte Politiker, der Einsiedler, der ganz in Gebet und Buße aufgeht, der Friedensstifter, der die Eidgenossen in dem Moment zusammenführt, wo der Bruch unausweichlich erscheint: Das alles sind verlockende Züge des hl. Niklaus von Flüe, die dazu beitragen können, dass sie auch heute noch das Herz des Schweizer Volkes höher schlagen lassen. Von ganzem Herzen verbinde ich mich in den Jubelfeiern mit Ihnen und bitte für sie, für die Arbeit Ihrer Bischofskonferenz, für Ihre Diözesen und deren Anstrengungen im Sinne einer Vertiefung der Glaubensverkündigung um den reichen Segen des Herrn.

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