Alexander VIII.

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Alexander PP VIII.

Pietro Ottoboni wurde am 22. April 1610 in einer Adelsfamilie aus Venedig daselbst geboren. Er schloss seine Studien in Padua als Doktor beider Rechte (Dr. iur. utr.) ab und wurde ein geachteter Kirchenjurist, der berühmte Urteile verfasste. Im Jahr 1652 von Innozenz X. zum Kardinal erhoben, war er 1654-64 Bischof von Brescia. Als Sekretär des Hl. Offiziums bekämpfte er Quietismus und Jansenismus. Nach dem Tode Innozenz XI. wurde er, Kandidat der "Zelanti", gegen frz. Widerstand am 6. Oktober 1689 zum Papst gewählt und nannte sich Alexander VIII. (aus Dankbarkeit gegenüber Alexander VII.). Er starb bereits am 1. Februar 1691. Das kurze Pontifikat wurde ganz vom Streit um den Gallikanismus beherrscht, wobei der Papst dem König Ludwig XIV. entgegenkam, der Avignon und das Venaissin zurückgab, während Alexander VIII. 1690 einen Vertrauten des Roi très chretien, Bischof Forbin-Janson von Beauvais, sogar zum Kardinal erhob. Zum Kaiserreich trat eine gewisse Distanz ein. Einen Schatten wirft das Wiederaufflammen des Nepotismus auf das Pontifikat. Mit Klemens XI. wurde ein von Alexander VIII. ernannter Kardinal später zum Papst gewählt.

Literatur:

  • S.-V. Bischoffshausen, Papst Alexander VIII. und der Wiener Hof, Stgt.-Wien 1900.
  • G. Scarabelli, In margine all' elezione al sommo pontifice des card. P. Ottoboni già vescovo die Brescia, in: Brixia sacra 10 (1975), 135-37.

Weblinks


Vorgänger
Innozenz XI.
Papst
1689 - 1691
Nachfolger
Innozenz XII.
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