Andreas Räß

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Andreas Räß (*6. April 1794 in Sigolsheim, Oberelsaß † 17. November 1887 in Straßburg) war Bischof von Straßburg.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Andreas Räß studierte Theologie in Mainz, wo sich um Bischof Josef Ludwig Colmar ein elsässischer Kreis gebildet hatte, aus dem die erste "Mainzer Schule" hervorging, die die kirchliche Traditionen des vorrevolutionären Frankreich weitertrug und zu einer Wegbereiterin des Ultramontanismusen Katholizismus wurde. Nach der Priesterweihe am 31. August 1816 in Mainz und seit 1829 war er in Straßburg als Priestererzieher tätig. 1836 wird er Domkapitular.

Bischof

1840 wird er Koadjutor des Bischofs von Straßburg mit gleichzeitiger Ernennung zum Titularbischof von Rhodiapolis. Er tritt am 14. Februar 1842 dessen Nachfolge an. Räß war gleichermaßen dem deutschen und dem französischen Katholizismus verbunden und zusammen mit seinem Freund Nikolaus Weis unermüdlich (über 160 Veröffentlichungen) sei für die Vermittlung französischen geistlichen Literatur nach Deutschland tätig. Die von ihm mit Weis 1821 gegründete Zeitschrift "Der Katholik" warb für Ultramontanismus Positionen. In die gleiche Richtung wiesen Räß´s Stellungnahmen zu kirchlichen Vorgängen in Deutschland und seine Kontakte zur Münchner Nuntiatur. Als Bischof widmete sich Räß in einer Zeit intensiven kirchlichen Lebens und der immer stärkeren Hinwendung des Elsaß zur französischen Sprache und Kultur mit Hingabe als Seelsorger seinem Bistum. Als er nach 1871 die Annexion des Elsaß durch das Deutsche Reich akzeptierte, geriet er in Gegensatz zur Mehrheit von Klerus und Bevölkerung. Seit 1883 lag die Leitung des Bistums in den Händen eines Koadjutors.

Literatur

  • L. Lenhart: Die erste Mainzer Theologenschule des 19. Jahrhunderts (1805-1830), Mainz 1956.

Weblinks

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