Ansprache vom 15. November 1972 über den Teufel

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Ansprache

von Papst
Paul VI.
über den Teufel

15. November 1972

(Quelle: Johannes Paul II.: Die Engel - Sechs Papst Katechesen Christiana Verlag Stein am Rhein/Schweiz 1991, S. 43-50; mit dem Kommentar von Ferdinand Holböck (2. Auflage; ISBN 3-7171-0909-X).

Allgemeiner Hinweis: Was bei der Lektüre von Wortlautartikeln der Lehramtstexte zu beachten ist


Hintergrund

Die Existenz des Teufels wurde um 1970 infrage gestellt. So hat der Tübinger Theologe Herbert Haag das Buch: Abschied vom Teufel. Vom christlichen Umgang mit dem Bösen. Benziger Verlag Zürich 1969 herausgegeben. Er schrieb: „Lasst euch durch keinen Teufelsglauben beunruhigen, sondern nehmt die Sünde ernst, nehmt die Gnade ernst.“ Die römische Glaubenskongregation hat 1971 gegen den Theologen ein „Lehrprüfungsverfahren“ (Prot. Nr. 96/67) eingeleitet, weil diese Behauptungen „sich nicht mit der Lehre... über die Existenz des Teufels vereinbaren lassen und indirekt der katholischen Engel-Lehre widersprechen“ (Brief Kardinal Sepers an Haag).
In der Predigt beim Pontifikalamt am Hochfest der Apostelfürsten, dem 29. Juni 1972, geht Papst Paul nun auf den Teufel in Beziehung zum aktuellen Geschehen in der Kirche ein. Er sagt: „Wir haben das Gefühl, dass durch irgendeinen Spalt der Rauch des Satans in den Tempel Gottes eingedrungen ist... Es ist zum Eingriff einer feindlichen Macht gekommen, ihr Name ist ,Teufel‘ (diavolo)... Wir glauben, dass etwas Außernatürliches in die Welt gekommen ist, nur um zu stören, die Früchte des Konzils zu ersticken.“[1][2] Im November hielt er folgende Ansprache.

Ansprache

Was braucht die Kirche heute am dringendsten? Unsere Antwort soll euch nicht erstaunen, nicht einfältig oder geradezu abergläubisch und unrealistisch vorkommen: eines der größten Bedürfnisse der Kirche ist die Abwehr jenes Bösen, den wir den Teufel nennen. Bevor wir unsere Gedanken erläutern, laden wir euch ein, im Lichte des Glaubens das menschliche Leben in den Blick zu nehmen, ein Blick, der von dieser Warte aus bis zu den entferntesten Horizonten und in letzte Tiefen vordringt.

Das Bild, zu dessen realistischer Gesamtschau wir eingeladen sind, ist überaus schön. Es ist das Bild der Schöpfung, die das Werk Gottes ist und die Gott selbst in ihrer wesenhaften Schönheit als ein äußeres Spiegelbild seiner Weisheit und seiner Macht bewundert hat (vgl. Gen 1,10).

Interessant ist sodann das Bild der dramatischen Geschichte der Menschheit, aus der die Geschichte der Erlösung, die Geschichte Christi und unserer Erlösung hervortritt, mit ihren großartigen Schätzen der Offenbarung, der Prophetie, der Heiligkeit, des auf die Stufe des Übernatürlichen erhobenen Lebens und der Verheißungen für die Ewigkeit (vgl. Eph 1,10). Dieses Bild schauen zu dürfen, kann uns nur tief ergreifen: alles hat einen Sinn, alles hat ein Ziel, alles hat eine Ordnung, und alles lässt Gegenwärtigkeit und Transzendenz zugleich ahnen, ein göttliches Denken, ein göttliches Leben und schließlich eine göttliche Liebe, so dass sich das Universum durch das, was es ist, und durch das, was es nicht ist, uns darstellt als etwas Vorbereitendes, das uns mit berauschender Begeisterung hinführt zu etwas, was noch schöner und noch vollkommener ist (vgl. 1 Kor 2,9; 13,12; Röm 8,19-23). Darum ist die christliche Sicht des Kosmos und des Lebens von einem siegesbewussten Optimismus erfüllt. Sie rechtfertigt unsere Freude und unsere Dankbarkeit für das Leben, und wenn wir so das Lob Gottes singen, singen wir von unserem eigenen Glück.

Aber ist diese Sicht der Dinge vollständig? Ist sie genau? Gehen uns denn die Mängel, die es in der Welt gibt, nichts an? Ist das, was unsere Existenz belastet, bedeutungslos? Schmerz und Tod? Niedertracht, Grausamkeit, Sünde, kurz gesagt das Böse? Sehen wir nicht, wie viel Übel es in der Welt gibt? Und sehen wir erst recht nicht all das sittlich Böse, welches, wenn auch auf verschiedene Weise, zugleich gegen den Menschen und gegen Gott gerichtet ist? Ist das etwa kein trauriges Schauspiel, kein unerklärliches Geheimnis? Und sind nicht gerade wir, die wir an das göttliche Wort glauben und das Gute besingen, sind nicht wir Gläubige am empfindlichsten und am meisten betroffen, wenn wir das Böse sehen und erfahren müssen? Wir finden das Böse im Bereich der Natur, wo es sich uns aufviefältige Weise als Unordnung zu zeigen scheint. Ferner treffen wir auf das Böse im menschlichen Bereich, wo wir der Schwäche, der Gebrechlichkeit, dem Schmerz, dem Tod und noch Schlimmerem begegnen. Da sind zwei Gesetze, die miteinander im Widerstreit liegen. Das eine möchte das Gute, das andere treibt zum Bösen - eine Qual, über die der heilige Paulus in aller Demut ganz offen spricht, um die Notwendigkeit und das Glück einer rettenden Gnade aufzuzeigen, nämlich des von Christus gebrachten Heils (vgl. Röm 7). Schon der heidnische Dichter hatte diesen inneren Widerstreit im Herzen des Menschen verkündet: video meliora proboque, deteriora sequor (ich sehe das Bessere, erkenne es an, folge jedoch dem Schlechteren (Ovid. Met. 7, 19).

Wir stoßen auf die Sünde, die eine Pervertierung der menschlichen Freiheit und tiefste Ursache des Todes ist, weil sie uns von Gott, der Quelle des Lebens, trennt (Röm 5,12). Und die Sünde gibt ihrerseits einem dunklen, feindlichen Täter, dem Teufel, Gelegenheit zu wirksamem Eingreifen in uns und unsere Welt. Das Böse ist nicht mehr nur ein Mangel, sondern es ist eine wirkende Macht, ein lebendiges, geistliches Wesen, verderbt und verderbend, eine schreckliche Realität, geheimnisvoll und beängstigend.

Wer die Existenz dieser Realität bestreitet, stellt sich außerhalb der biblischen und kirchlichen Lehre; desgleichen, wer daraus ein eigenständiges Prinzip macht, das nicht, wie alles Geschaffene, seinen Ursprung aus Gott nimmt; oder auch, wer es zu einer Pseudowirklichkeit erklärt, es für eine erfundene, phantastische Personifikation der unbekannten Ursachen unseres Unheils hält. Das Problem des Bösen, seinem ganzen Umfang nach und in seiner Absurdität auf dem Hintergrund unserer einseitigen Rationalität gesehen, bringt uns in Verwirrung. Es erweist sich als das stärkste Hindernis für unser religiöses Verständnis des Kosmos. Nicht ohne Grund hat der heilige Augustinus sich jahrelang damit abgequält: " Ich fragte, woher das Böse käme, und ich fand keine Erklärung. (Augustinus Confessiones VII, 5, 7; PL 32, 736, 739).

Und dann die Bedeutung, welche der Warnung vor dem Bösen in unserer richtigen christlichen Sicht von der Welt, vom Leben und von der Errettung zukommt. Auf diese Bedeutung hat Christus selbst aufmerksam gemacht, in der Geschichte des Evangeliums schon am Beginn seines öffentlichen Lebens. Wer erinnert sich nicht der überaus inhaltsreichen Schilderung der dreifachen Versuchung Christi? Sodann die vielen Szenen des Evangeliums, in denen der Teufel den Weg des Herrn kreuzt und in seinen Lehren erwähnt wird? (z.B. Mt 12,43). Und wie könnte man sich nicht daran erinnern, dass Christus sich dreimal an den Teufel als seinen Widersacher wendet und ihn als "Herrscher dieser Welt" bezeichnet (Joh 12,31; 14,30; 16,11)? Die Tatsache dieser unheilvollen Anwesenheit des Teufels wird an vielen Stellen des Neuen Testamentes erwähnt. Der heilige Paulus nennt ihn den "Gott dieser Welt" (2 Kor 4,4) und drängt uns zum Kampf gegen die Finsternis, den wir Christen nicht mit nur einem Teufel, sondern mit einem ganzen furchterregenden Heer zu führen haben: "Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den Schlichen des Teufels widerstehen könnt! Wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Mächte und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs" (Eph 6,11-12).

Dass es sich nicht um nur einen Teufel handelt, sondern um viele, das berichten verschiedene Stellen des Evangeliums (Lk 11,21; Mk 5,9). Aber einer ist der Führer: Satan, was soviel heißt wie Widersacher, Feind. Mit ihm sind viele, alles Geschöpfe Gottes, aber gefallen, weil sie aufbegehrten und verdammt wurden (vgl. Denz.-Sch. 800 [428]). Eine ganze, von einem heillosen Drama verzerrte, geheimnisvolle Welt, über die wir nur wenig wissen.

Dennoch wissen wir von der Welt des Teufels vieles, das für unser Leben und für die ganze Menschheitsgeschichte Bedeutung hat. Der Teufel steht am Beginn des ersten Verhängnisses für die Menschheit: er war der listige, unglückselige Versucher zur ersten Sünde, zur Ursünde (Gen 3; Weish 2, 24).

Seit jenem Fall Adams übt der Teufel eine bestimmte Macht über den Menschen aus, von der uns einzig die Erlösung durch Christus befreien kann. Es ist eine Geschichte, die noch nicht zu Ende ist. Wir erwähnen die Exorzismen bei der Taufe und die häufigen Hinweise in der Heiligen Schrift und in der Liturgie auf die aggressive und bedrängende "Macht der Finsternis" (vgl. Lk 22,53; Kol 1, 13). Er ist der Feind Nummer eins, der Versucher schlechthin. Wir wissen also, dass es dieses dunkle, Verwirrung stiftende Wesen tatsächlich gibt und dass es noch immer mit mörderischer Schlauheit am Werk ist. Es ist der verborgene Feind, der Verwirrung und Unglück in der Menschengeschichte sät. Es sei an das Gleichnis im Evangelium vom guten Weizenkorn und vom Unkraut erinnert, gleichsam eine bündige Erklärung für die Widersinnigkeit, von der die so gegensätzlichen Dinge in unserem Leben beherrscht zu sein scheinen: "Das hat ein Feind von mir getan" (Mt 13,28). Er ist "ein Mörder von Anfang an ... und der Vater der Lüge", wie ihn Christus nennt (vgl. Joh 8,44-45). Er ist der raffinierte Ränkeschmied, der das sittliche Gleichgewicht im Menschen stört. Er ist der verräterische und listige Zauberer, der sich in uns einzuschmeicheln versteht über die Sinne, die Phantasie, die Begierde, über das utopische Denken oder über ungeordnete soziale Kontakte im Bereich unseres Handeins, um zu Abirrungen zu verleiten, die ebenso schädlich sind, wie sie unseren physischen und psychischen Strukturen oder unseren. tiefen, triebhaften Strebungen scheinbar entsprechen.

Dieses Kapitel über den Teufel und über den Einfluss, den er auf die einzelnen Menschen wie auf die Gemeinschaft, auf ganze Gesellschaften oder auf die Ereignisse auszuüben vermag, wäre als ein sehr wichtiger Abschnitt der Katholischen Lehre neu zu durchdenken, was heute aber kaum der Fall ist. Manche glauben, in psychoanalytischen und psychiatrischen Studien oder in spiritistischen Erfahrungen, die heute leider in manchen Ländern stark verbreitet sind, einen hinreichenden Ersatz zu finden. Man fürchtet den Rückfall in alte manichäistische Theorien oder in furchterregende phantastische und abergläubische Auswüchse. Heute" zeigt man sich lieber als stark und frei von Vorurteilen, gibt sich gern als Positivist, setzt aber dann doch sein Vertrauen in völlig unbegründete magische oder volkstümliche Formen des Aberglaubens, oder, noch schlimmer, man öffnet die eigene Seele - welche die Taufe empfangen hat, so oft den eucharistisch gegenwärtigen Herrn empfing und vom Heiligen Geist bewohnt wird! - den freizügigsten Erfahrungen der Sinne, den zerstörerischen Kräften der Drogen oder auch ideologischen Verführungen durch modische Irrlehren. Dies alles schafft Risse, durch die das Böse leicht eindringen und die innere Einstellung des Menschen verändern kann. Es ist nicht gesagt, dass jede Sünde auf einen direkten Einfluß des Teufels zurückgeht8 Aber es ist auch wahr, dass derjenige, der nicht mit aller sittlichen Strenge über sich selbst wacht (vgl. Mt 12,45; Eph 6,11), sich dem Einfluss der "geheimnisvollen Macht der Gesetzlosigkeit" aussetzt, von der der heilige Paulus spricht (2 Thess 2,3-12); sie macht unsere mögliche Erlösung problematisch.

Unsere Lehre wird ungewiss, wenn sie von der den Teufel umgebenden Finsternis verdunkelt wird. Angeregt von der Gewissheit der vielfachen Existenz des Bösen, stellen wir mit Recht zwei Fragen. Gibt es Anzeichen, und welche, für das tatsächliche Wirken des Teufels? Und welche Mittel gibt es, um sich gegen diese hintergründige Gefahr zu wappnen?

Die Antwort auf die erste Frage verlangt große Vorsicht, auch wenn die Zeichen des Bösen bisweilen ganz offensichtlich scheinen (vgl. Tertullian, Apol. 23). Wir werden sein unheilvolles Wirken überall dort vermuten können, wo die Leugnung Gottes radikale, scharfe und absurde Formen annimmt, wo die Lüge sich heuchlerisch und mächtig gegen die offenkundige Wahrheit behauptet, wo die Liebe von einem kalten, brutalen Egoismus ausgelöscht wird, wo der Name Christi mit bewusstem und aufrührerischem Hass bekämpft wird (vgl. 1 Kor 16,22; 12,3), wo der Geist des Evangeliums ins Reich der Märchen verbannt und verleugnet wird, wo die Verzweiflung das letzte Wort behält usw. Es handelt sich indes um eine so umfangreiche und schwierige Diagnose, dass wir sie jetzt nicht zu vertiefen und zu bestätigen wagen. Dennoch stößt sie bei allen auf ein dramatisches Interesse, und die moderne Literatur hat ihr berühmte Werke gewidmet (vgl. z.B. die Werke von Bernanos, erläutert von Ch. Moeller, Litter. du XX siècle … I, S. 397ff.; P. Macchi, Das Antlitz des Bösen bei Bernanos; vgl. auch: Satan, Etudes Carmelitaines, Desclée de Br., 1948). Das Problem des Bösen bleibt eines der größten, ständigen Probleme für den menschlichen Geist, auch nach der sieghaften Antwort, die Jesus Christus darauf gegeben hat. "Wir wissen, dass wir aus Gott sind und dass die ganze Welt im Bösen liegt" (1 Joh 5,19).

Nun zur zweiten Frage. Wie kann man sich gegen das Wirken des Teufels verteidigen? Die Antwort ist einfach zu formulieren, auch wenn ihre Durchführung schwierig ist. Wir können sagen: Alles, was uns vor der Sünde bewahrt, schützt uns eben dadurch vor dem unsichtbaren Feind. Die Gnade ist und bleibt die entscheidende Verteidigung. Das Freisein von Sünde erweist sich gleichfalls als Stärke. Und jeder erinnert sich, wie die Apostel in ihrer Unterweisung die Rüstung eines Soldaten als Symbol für die Tugenden verwandten, die den Christen unverletzbar machen können(vgl. Röm 13,12; Eph 6, 11, 14, 17; 1 Thess 5,8). Der Christ muss gleichsam ein Soldat sein, muss wachsam und tapfer sein (1 Petr 5,8); er muss bisweilen zu besonderen asketischen Übungen greifen, um bestimmte Angriffe des Teufels abzuwehren. Jesus belehrt den Christen durch den Hinweis auf das Heilmittel "durch Gebet und Fasten" (Mk 9,29). Der Apostel rät ihm, als wesentliche Richtlinie einzuhalten: "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute" (Röm 12,21; Mt 13,29).

Im Wissen um die bedrängenden Gefahren, denen sich heute die Menschen, die Kirche und die Welt ausgesetzt sehen, wollen wir versuchen, der gewohnten Bitte in unserem Hauptgebet Sinn und Wirksamkeit zu verleihen: "Vater unser ... erlöse uns von dem Bösen! "

Anmerkungen

  1. Fürchtet der Papst den Satan? bei www.zeit.de von Hansjakob Stehle im August 1972
  2. vgl. auch: Bericht von Erzbischof Casaroli über die Papstpredigt vom 29. Juni 1972 (ital.); und Peter Christoph Düren: Anforderungen an die Christen heute angesichts einer immer gottloser werdenden Welt, in: Reinhard Dörner (Hg): "In den letzten Tagen werden schlimme Zeiten hereinbrechen. Der Antichrist in der Welt von heute. Berichtband der Osterakademie 2008 in Kevelaer 2008, S. 132 (207 Seiten; ISBN 978-3-9812187-0-1): "Im offiziellen Bericht über die Messfeier und die Predigt des Papstes in den päpstlichen Akten heißt es hierzu: "Indem der Heilige Vater auf die Situation der Kirche von heute Bezug nahm, bekräftigte er, er habe das Empfinden, dass ,durch irgendeinen Spalt der Rauch Satans in den Tempel Gottes eingedrungen sei". Italienisches Original in: L'Osservatore Romano vom 30. Juni / 1. Juli 1972, 2 und gleichlautend in den Insegnamenti di Paolo VI, Bd. 10 (1972), 703-709: "Riferendosi alla situazione della Chiesa di oggi, il Santo Padre afferma di avere la sensazione che ,da qualche fessura sia entrato il fumo di satana nel tempio di Dio'. C'e il dubbio, I'incertezza, la problematica, I'inquietudine, I'insoddisfazione, il confronto. Non ci si fida più della Chiesa. E' entrato il dubbio nelle nostre coscienze, ed è entrato per finestre che invece dovevano essere aperte alla luce" (aaO., 707f). "Anche nella Chiesa regna questo stato di incertezza. Si credeva che dopo il Concilio sarebbe venuta una giomata di sole per la storia della Chiesa. E' venuta invece una giomata di nuvole, di tempesta, di buio, di ricerca, di incertezza ... " (a.a,O., 708).
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