Artes liberales

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Die Artes liberales, Freien Künste (in der Regel sieben an der Zahl, Septem artes liberales) waren in der lateinischen Antike und im mittelalterlichen Studiensystem eine Gruppe von Disziplinen, die vorbereitend zur Philosophie, Theologie, Medizin und Rechtskunde hinführten ("Propädeutik").

Der Begriff geht auf den Philosophen Seneca zurück, der in seinem 88. Brief schrieb: Quare liberalia studia dicta sunt vides: quia homine libero digna sunt. („Du siehst, warum die freien Künste so genannt werden: weil sie eines freien Menschen würdig sind.“) Als freier Mann galt, wer nicht zum Broterwerb arbeiten musste. Ihnen gegenüber standen die "praktischen Künste" (Artes mechanicae).

Zu den freien Künsten gehörten

  • das Trivium ("Dreiweg"):
    • Grammatik
    • Rhetorik
    • Dialektik
  • das Quadrivium ("Vierweg"):
    • Musik
    • Astronomie
    • Arithmetik
    • Geometrie.

Bei der Gründung der Universitäten ab dem 13. Jahrhundert wurden die freien Künste in der "Artistenfakultät" zusammengefasst. Gleichzeitig verschoben sich die Inhalte, weil aus der neuentdeckten griechischen und arabischen Literatur neue Inhalte einflossen und die Philosophie an Bedeutung zunahm.

Literatur

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