Ascensio Goñi

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Ascensio Goñi MDR (*14. März 1868 in Tafalla, Navarra † 24. Februar 1940 in Pamplona, Spanien) ist Ordensgründerin und eine Selige der katholischen Kirche. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 24. Februar

Biografie

Ascensio vom Herzen Jesu, mit bürgerlichem Namen Forentina Nicol Goñi kam als jüngstes von vier Kindern zur Welt. Mit 17 Jahren wurde sie Novizin der Dominikanerinnen am Kolleg Santa Rosa in Huesca, wo Schwester Ascensio vorn Herzen Jesu (spanisch: Ascensión deI Corazón de Jesus) 28 Jahre lang an ihrer ehemaligen Schule als liebevolle wie hervorragende Lehrerin unterrichtete, bis die Regierung im Jahr 1912 den Schwestern die Schule wegnahm.

Die nun »apostolatslosen« Nonnen schrieben Briefe ins Ausland. Einer der Adressaten, der Diener Gottes Ramón Zubieta y Les († 1921), Apostolischer Vikar von Urubamba y Madre de Dios, reiste nach seiner Bischofsweihe im Jahr 1913 nach Huesca und erwählte unter anderem die Selige für die Missionsarbeit im peruanisehen Regenwald.

Mit dem Dominikaner und ihren Mitschwestern brach sie im selben Jahr nach Peru auf, wo sie sich alle auf die beschwerliche Reise nach Puerto Maldonado und auf die kulturellen Gegebenheiten vorbereiteten. Zwei Jahre später kamen die Nonnen schließlich nach einer 24tägigen gefährlichen Reise durch die Anden und durch Gebiete mit reißenden Flüssen im Vikariat an. Mit mütterlicher Milde eroberte Ascensio im Amazonas-Tiefland bald die Herzen der armen Bevölkerung und brachte das Licht Christi, aber auch karitative Hilfe zu Fuß, mit dem Kanu oder auf dem Esel an noch so entlegene Orte.

Vor allem schlug ihr Herz für die Armen, die Rechte der Frauen und die Jugend, für die sie eine Schule eröffnete. »Ich kann es nicht in Worte fassen, was meine Seele erlebte. Nie habe ich mich Gott so nahe gefühlt wie in diesen Monaten in den Bergen«, bekannte sie viele Jahre später. Ihr innerer Motor war ihre innige Liebe zum Heiligsten Herzen Jesu und zur Gottesmutter vom Rosenkranz. Nachdem Pater Ludwig Theissling, Nachfolger des seI. Hyazinth M. Cormier als Ordensmeister der Dominikaner (1916-25), vorschlug, einen Missionsorden zu gründen, nahmen Ascensio und Bischof Zubieta dieses Werk beherzt in Angriff und gründeten 1918 die Missionsdominikanerinnen vom Rosenkranz, die sie bis kurz vor ihrem Heimgang als Generaloberin leitete. Heute wirken· ca. 770 Schwestern in 21 Ländern im Sinne der Frau, die für die Missionsarbeit »zu jedem Opfer bereit« war.

Am Pfingstsonntag, den 14. Mai 2005, ist sie im Petersdom im Pontifikat Papst Benedikt XVI. zur Ehre der Altäre erhoben worden.

Quelle: Osservatore Romano 5. Februar 2010, verfasst von Stefan Wirth.

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