Bartholomäus I.

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(Schreiben von Papst Franziskus an Bartholomaios I. am 30. August 2019)
 
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== Anmerkungen ==
 
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Aktuelle Version vom 28. September 2019, 09:03 Uhr

Bartholomäus I.

Bartholomäus I., Bartholomaios I. (*29. Februar 1940 auf Imbros) ist seit Oktober 1991 Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel und 270. Erzbischof am Bischofsitz von Konstantinopel und damit Nachfolger des Apostel Andreas. Sein bürgerlicher Name lautet: Dimitris Archondonis.

[Bearbeiten] Biografie

Dimitris Archondonis wurde auf der Insel Imvros, einer Insel, die zur Türkei gehört, geboren. Er absolvierte die Grundschulen in Imvros und Istanbul. Bereits in seiner Schulzeit erlebte er die Pogrome gegen Christen in Istanbul. Im September 1955 erlebte er wie 4000 griechische Geschäfte und 2000 Wohnungen von Griechen in Istanbul geplündert wurde. Außerdem wurdne damals 38 Kirchen den Erdboden gleichgemacht und weitere Kirchen und Schulen verwüstet. Die Anzahl griechisch-orthodoxer Christen wurde innerhalb von wenigen Jahrzehnten von 200.000 auf heute etwa 2000 reduziert. Dies hinterließ tiefe Eindrücke. Dimitris absolvierte das Studium der Theologie in Chalki, das heute geschlossen ist und in Rom an der dortigen Gregoriana, in München und in der Schweiz. Seine Doktorarbeit absolvierte er in Kirchenrecht. Dimitris Archondonis gehörte zu den Gründungsmitglieder der Gesellschaft für das Kirchenrecht die Ostkirchen.

Die Diakonatsweihe erfolgte 1961, die Priesterweihe 1969. Anschließend war er von 1968 bis 1972 an der Theologischen Hochschule von Chalki Assistent, bevor er zum persönlichen Sekretär seines Vorgängers, Patriarch Demetrios (1972 - 1990) wurde. 1973 wurde er zum Bischof von Philadelphia ernannt. 1990 wurde er Metropolit von Chalcedon. Am 22. Oktober 1991 wurde von den Metropoliten der Heiligen Synode zum Erzbischof von Konstantinopel und Ökumenischen Patriarchen gewählt und damit 270. Erzbischof am Bischofsitz von Konstantinopel und Nachfolger des Apostels Andreas.

Patriarch Bartholomäus I. hat mehrere Ehrendoktorate inne und spricht fließend sieben Sprachen: Griechisch, Türkisch, Italienisch, Deutsch, Französisch und Englisch. Auch Altgriechisch und Latein versteht er ohne Probleme. Eines seiner wichtigsten Anliegen ist ihm die Ökumene, insbesonders mit der Römisch-Katholischen Kirche.

Als Theologe und Ökumeniker genießt Bartholomaios weit über seine Kirche hinaus Anerkennung. Er ist auch ein vertrauenswürdiger Gesprächspartner für Islam und Judentum. Mehrmals besuchte der Patriarch den Vatikan und empfing umgekehrt die drei letzten Päpste in seinem Amtssitz, dem Planar. Zur Jurisdiktion Bartholomaios I. gehören die wenigen tausend in der Türkei verbliebenen griechisch-orthodoxen Christen, deren Zahl stetig sinkt und auch die rund 3,5 Millionen Gläubige in Teilen von Griechenland und in der Diaspora in Nord- und Südamerika, Mittel- und Westeuropa sowie in Australien. Für die übrigen Gläubigen aus der griechisch-orthodoxen Kirchenfamilie in den 13 anderen nationalen Kirchen, deren Zahl weltweit auf zwischen 220 und 300 Millionen geschätzt wird, hat er keine Jurisdiktionsbefugnisse, ist jedoch Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie.[1]

Patriarch Bartholomäus I. rief als Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie das erste Panorthodoxe Konzil im Jahre 2016 ein, das vom 19. bis 26. Juni stattfand und er leitete.[2]

Im Oktober 2007 besuchte Bartholomäus I. den türkischen Ministerpräsidenten. Um Konflikt um die Priesterausbildung wurde allerdings keine Verständigung erzielt.

Papst Franziskus richtete an ihn am 30. August 2019 ein Schreiben aus Anlass des Geschenks einiger Reliquienfragmente des heiligen Petrus.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Patriarch Bartholomaios I. leitet orthodoxes Konzil von Kreta Domradio am 24. Juni 2016
  2. Orthodoxe Kirche hält erstes Konzil der Neuzeit ab Domradio am 2. Juni 2016
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