Benedikt XIV.

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Benedictus PP XIV.

Benedikt XIV. (* 31. März 1675 in Bologna; † 3. Mai 1758 in Rom), mit eigentlichem Namen Prospero Lambertini, war Papst von 1740 bis 1758.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Prospero Lambertini ist in einer verarmten Bologneser Adelsfamilie geboren und studierte am Collegium Clementinum in Rom und wurde Doktor der Theologie und zum Doktor beider Rechte. Danach war er an der Kurie tätig. Er verfasste als Verantwortlicher für das bis dahin kaum geregelte Verfahren der Selig- und Heiligsprechungsn ein systematisches mehrbändiges Werk, das bis ins 20. Jahrhundert, formell bis 1983, maßgeblich blieb. Am 30. April 1728 wurde er durch Benedikt XIII. zum Kardinal erwählt (daher später sein Papstname), 1727 zum Bischof von Ancona und 1731 Erzbischof in seiner Heimatstadt Bologna ernannt.

Pontifikat

Am 17. August 1740 wurde Lambertini nach über sechsmonatigem Konklave von 54 teilnehmenden Kardinälen zum Papst gewählt und nannte sich Benedikt XIV. Er prägte ein vielseitiges Pontifikat. Er leitete eine dynamische Außenpolitik, wobei er in zahlreichen Konkordaten den Fürstenhöfen (angesichts der politischen Übermacht des Absolutismus) sehr weit entgegenkam. Er wagte eine Reihe von strukturellen Reformen.

Zwar von starkem Misstrauen gegenüber der Aufklärung geprägt, galt er seinen Zeitgenossen jedoch als gebildeter, angenehmer Dialogpartner. Der Papst entfaltete ein ausgeprägtes Mäzenatentum und eine beachtliche Bautätigkeit in Rom, wobei er S. Maria Maggiore und dem Kolosseum besondere Aufmerksamkeit widmete.

Der auch von seinen Gegnern geachtete Papst starb am 3. Mai 1758 und wurde in St. Peter beigesetzt. Kein von Benedikt XIV. ernannter Kardinal wurde je Papst.

Die Schreiben des Papstes werden in der Liste von Lehramtstexten gesammelt.

Literatur

  • L.A. de Caraccioli, Vita, Paris 1783.
  • Tarcisio Bertone, Il governo della chiesa nel pensiero di Benedetto XIV, Rom 1977.

Weblinks


Vorgänger
Klemens XII.
Papst
1740 - 1758
Nachfolger
Klemens XIII.
Meine Werkzeuge