Benediktinerkongregation von St. Ottilien

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Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Andreas Amrhein vom Benediktinerkloster Beuron gründete 1887 ein Kloster in St. Ottilien. Der neuen Kongregation wurden noch im selben Jahr Missionsgebiete in der neu gegründeten Apostolischen Präfektur Südsansibar in Ostafrika zugewiesen. Heute bestehen in diesem Gebiet mehrere Diözesen. Auch aus der Zululand-Mission der Kongregation entwickelte sich ein selbständiges Kloster, das heute der Diözese dient, an deren Gründung es mitgewirkt hat.

Nach 1901 breitete sich die Kongregation auch in Europa aus. Sie besitzt heute vier unabhängige Klöster in Deutschland und je eines in der Schweiz und in Österreich.

1908 kam Asien als Missionsfeld hinzu. Zwei Klöster in Nordkorea und China mit ihren Missionsgebieten wurden nach dem 2. Weltkrieg aufgehoben und die überlebenden Mönche sammelten sich in Südkorea, wo sie die Abtei Waegwan gründeten. Ein Versuch die Philippinen zu besiedeln, scheiterte in den Zwanzigerjahren, aber 1983 kehrten die Mönche in diese Land zurück, wo sie das Priorat Digos auf der Insel Mindanao gründeten.

Nach dem 1. Weltkrieg wurden Klöster in Nord- und Südamerika gegründet, um die Missionen in Afrika und Asien zu unterstützen. In jüngerer Zeit kamen Neugründungen in Kenia, Uganda, Togo, Zaire, Sambia, Indien und auf den Philippinen hinzu.

Heute gehören der Kongregation über 1000 Mönche in 20 unabhängigen Klöstern und Gemeinschaften an.

Seit den Anfängen wurde die Arbeit der Mönche von Nonnen begleitet. Diese entwickelten sich unabhängig zur Kongregation der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing.

Leitung

Von den Anfängen her Stand die spätere Kongregation als Missionsgesellschaft unter einem Generalsuperior. Nach dem Gründer Andreas Amrhein war dies Abt Ildefons Schober (1896 -1902) von Seckau, der St. Ottilen eine klar benediktinische Ausrichtung gab und schon 1896 in Rom die Approbation St. Ottiliens als Benediktinerkongregation erreichte und zugleich die Erhebung des Klosters zur Abtei 1902 vorbereitete. Der erste eigene Abt von St. Ottilien, Norbert Weber, führte die Kongregation seit 1902 zunächst als 3. Generalsuperior und ab 1914 dann als Erzabt. Seit der Erhebung St. Ottiliens zur Erzabtei im Jahre 1914 bis zum 15. Oktober 2012 war der jeweilige Erzabt des Stammklosters immer zugleich auch "geborener" Leiter und damit Höherer Oberer der ganzen Kongregation in Personalunion (sog. Erzabt-System). Seither steht die Kongregation unter einem gewählten Abtpräses: Zum ersten gewählten Abtpräses wurde auf dem Generalkapitel in St. Ottilien am 15. Oktober 2012 der bisherige Erzabt Jeremias Schöder gewählt (sog. Abtpräses-System).

Niederlassungen

Europa


Afrika


Asien


Lateinamerika


Nordamerika


Weblinks

Siehe auch: Benediktinische Konföderation

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