Bistum Münster

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Bistum Münster
Sitz des Bischofs Münster
Name des Bischofs Felix Genn
Weihbischof Dieter Geerlings, Christoph Hegge, Wilfried Theising, Heinrich Timmerevers, Stefan Zekorn
Dompropst Josef Alfers
Domdekan [[]]
Generalvikar Norbert Kleybold
Domkapitulare
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Regionaldekanate Regionaldechanten
Dekanate Dechanten

Das Bistum Münster besteht aus zwei nicht zusammenhängenden Gebietsteilen und erstreckt sich über weite Teile Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens. Das Bistum reicht vom Niederrhein und nördliche Teile des Ruhrgebiets über das Münsterland und das Oldenburger Land bis zur Insel Wangerooge. Gründer (805) und erster Bischof war der Hl. Liudger. Im Bistum Münster leben mehr als zwei Millionen Katholiken.

St. Ludgerus

Inhaltsverzeichnis

Bistumsleitung

Zahlen und Fakten

Überblick

Insgesamt leben im Jahr 2004 im Bistum Münster 2.048.000 Katholiken (1990: 2.114.000), was einem Anteil von etwas unter 50% der Gesamtbevölkerung dieser Region entspricht. Die Zahl der Priester beziffert sich auf 1.273, von denen 281 emeritiert, bzw. im Ruhestand sind. 242 Ordenpriester wirken im Bistum Münster, in dem es 39 Ordensniederlassungen (männlich) gibt und 281 Schwesternniederlassungen mit 3.086 Schwestern. (alle Zahlen von 2004) Quelle

Der Anteil der Gottesdienstbesucher lag 2004 bei 14,5% (1990: 24,3%) Quelle

Gliederung

Das Bistum Münster ist Suffragan des Erzbistums Köln und gliedert sich in 7 Kreisdekanate und das Stadtdekanat Münster in Nordrhein-Westfalen und das Offizialat Oldenburg (Bischöfliches Offizialat Vechta) in Niedersachsen. Im Rheinisch-Westfälischen Teil des Bistums gibt es 44 Dekanate mit 631 Pfarreien, im Oldenburger Teil 8 Dekanate mit 90 Pfarreien. Die Zahl der Kirchen im Bistum Münster beläuft sich auf 730.

Stadt- und Kreisdekanate

Bischöfliches Offizialat Vechta

Siehe auch: Katholische Gemeinden im Bistum Münster

Patrone

Hl. Ludger; Hl. Paulus

Geschichte

Mittelalter

Um 792 erhielt der Missionar Liudger von Kaiser Karl dem Großen den Auftrag, in Friesland und Westfalen zu missionieren. Dafür richtete er das Zentrum seiner Mission in dem Ort Mimigernaford ein, dem heutigen Münster. Im Laufe der Jahre entsteht dort die Vorläuferkirche des Paulusdoms. Mit der Weihe des Hl. Liudger zum Bischof am 30. März 805 entsteht das Bistum Münster.

In den Jahrzehnten nach dem Tod Luidgers siedelten sich immer mehr Ordensgemeinschaften in dem Bistum an, was die Christianisierung des Missionsgebietes rasch foranschreiten ließ.

Seine erste Blütezeit erlebte das Bistum Münster im Mittelalter nach der Einsetzung des ersten Fürstbischofs Hermann II. († 1203). In der Folgezeit entstanden auch die beiden bekanntesten Kirchen Münsters, der Paulusdom (geweiht 1263) und in unmittelbarer Nähe die Lambertikirche (2. Hälfte 13. Jhd).

Reformation

Nachdem Martin Luther 1517 seine 95 Thesen veröffentlichte, entstanden auch in Münster Reformationsbewegungen im Klerus und im Bürgertum. Nach Konflikten zwischen Lutheranern und höherem Klerus und langen Verhandlungen zwischen Adligen, Klerus und Bürgertum wurde Münster 1533 eine evangelische Stadt.

Käfige am Kirchturm von St. Lamberti

Wiedertäufer

Mit den Anhängern des Straßburgers Melchior Hoffmann strömte eine grundsätzlich friedliche Reformationsbewegung in die Stadt Münster, die die Kindertaufe ablehnten und eine Täuferherrschaft predigte und dies mit zahlreichen endzeitlichen privaten Offenbarungen verband. Nach der Verhaftung Hoffmanns in Straßburg, riss Jan Mattijsz die Leitung der Täufer in der Münstergegend an sich und taufte alle Täufer in Münster zum dritten Mal. Mattijsz nahm auch einen viel kämpferischen Stand als Hoffmann, dass bald zu seinem Tod führen wurde. Mit der Ratswahl von 1534 übernahmen die Täufer die Macht im Stadtrat [1]. Die Täufer zerstörten in der Folgezeit zahlreiche Kunstwerke in den Kirchen der Stadt.

Obwohl Bischof Franz von Waldeck als Reaktion sofort eine Blockade über die Münster verhängte, ließ sich der Niederländer Jan van Leiden im September 1534 auf dem Prinzipalmarkt in Münster zum "König des neuen Sion" ausrufen. Wer sich dem neuen Glauben verweigerte, wurde hingerichtet. Allein bei einem Putschversuch 1535 ließen 52 Männer ihr leben.

Mit Unterstützung anderer Bischöfe gelang es dem zuvor aus der Stadt geflohenen Fürstbischof Franz von Waldek, die Stadt nach 12-monatiger Belagerung zurückzuerobern.

Die Anführer der Täufer wurden hingerichtet und zur Abschreckung in Käfigen am Kirchturm von St. Lamberti ausgestellt. Es darf aber nicht verschwiegen werden, dass die Mehrheit der Täuferbewegung ausserhalb dieser Stadt diese ausschweifende Splittergruppe denunzierte. Dieses Ereignis stellt nicht ein typisches Bild der Täuferbewegung allgemein in Deutschland und Europa dar.

Gegenreformation und Säkularisierung

Die Umsetzung der Beschlüsse des Konzils von Trient (1545-1563) wurden im Bistum Münster zunächst von Fürstbischof Johann von Hoya (1566-1574) angestoßen und von den folgenden Bischöfen weitergeführt, die durch den Ausbau des Münsteraner Schulwesens (Übernahme des Gymnasiums Paulinum 1588 durch die Jesuiten) und die Einrichtung des Geistlichen Rats, der mit der Durchsetzung der Dekrete von Trient beauftragt wurde. 1606 gab es im Bistum Münster wieder eine Priesterausbildung, 1626 kam mit dem Domus Mariana ein weiters Seminar für die Priesterausbildung hinzu.

Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts war das Bistum Münster von Bischöfen geprägt, die die Erneuerung der Kirche im Bistum vorantrieben.

Die Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts bedeutete das Ende des Fürstbsitums Münster. Die Grenzen wurden nach Verhandlungen des Vatikans mit Preußen den neuen politischen Gegebenheiten angepasst und das Bistum fiel an Preußen.

Im 3. Reich

Im westfälischen, oldenburgischen und niederrheinischen Teil des Bistums erzielten die Nationalsozialisten ihre schlechtesten Wahlergebnisse im Deutschen Reich. Die neuen Machthaber bemühten sich zunächst um Verständigung mit der Kirche im Bistum und ihre Vertreter waren sogar bei der Inthronisierung von Bischof Clemens August Graf von Galen (1933-1946) anwesend. Weil die Unvereinbarkeit der nationalsozialistischen Lehre mit dem christlichen Glauben offensichtlich war, bezog Bischof Graf von Galen 1934 in einem Hirtenbrief Stellung gegen Teile der Ideologie. 1941 kam es zu den berühmten Predigten des Bischofs gegen Gestapo-Terror und Euthanasie.

1200-jähriges Jubiläum

Im Jahr 2005 feierte das Bistum Münster sein 1200jähriges Bestehen mit einer Reihe von Veranstaltungen unter dem Leitwort "Eine Liebesgeschichte - 1200 Jahre Bistum Münster"

Persönlichkeiten

Katholische Highlights

Kirchen

Wallfahrtsorte

Adressen

Bischöfliches Generalvikariat
Postfach 1366
48135 Münster

Telefon: 02 51/4 95-0
Telefax: 02 51/4 95-60 86

Pressekontakt:
Bischöfliche Pressestelle
Postfach 1366
48135 Münster

Telefon: 02 51/4 95-2 88
Telefax: 02 51/4 95-2 87
E-Mail: pressestelle@bistum-muenster.de

Siehe auch: Bischöfe von Münster

Weblinks