Bistum Magdeburg

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Das Bistum Magdeburg umfasst das deutsche Bundesland Sachsen-Anhalt, zudem gehören kleinere Teile von Sachsen und Brandenburg dazu. Es ist Suffraganbistum des Erzbistums Paderborn.

Inhaltsverzeichnis

Bistumsleitung

Zahlen und Fakten

Überblick

Das Bistum Magdeburg umfasst eine Fläche von 23.000 km2. 2006 hatte Magdeburg 102.000 Katholiken. 2004 belief sich der Anteil der Katholiken an der Gesamtbevölkerung sich auf 4,4%. Es wirken 87 Weltpriester und 28 ständige Diakone in der Diözese. Die Anzahl der Ordensleute beträgt 196.

Der Anteil der Gottesdienstbesucher betrug 2006 17,6%, 1990 17,2% Quelle

Gliederung

Das Bistum Magdeburg ist in 10 Dekanate - Dessau, Egeln, Eisleben, Halberstadt, Halle, Magdeburg, Naumburg-Zeitz, Stendal, Torgau, Wittenberg - unterteilt, welche wiederum 44 Gemeindeverbünde umfassen.

Patrone

Geschichte

Auch wenn das heutige Bistum erst 1994 gegründet wurde, existierte im Mittelalter das Erzbistum Magdeburg. Es wurde 968 auf Betreiben von Kaiser Otto dem Großen gegründet. Erster Erzbischof war Adalbert, der am 18. Oktober vom Papst das Pallium erhielt. Magdeburg wird Metropolitanbistum vom Bistum Brandenburg und Bistum Havelberg und der neu gegründeten Bistümer Merseburg, Zeitz und Meißen, wobei Brandenburg und Havelburg 983 durch Wendeneinfälle untergehen.

Bedeutende Erzbischöfe im 12. Jahrhundert waren der hl. Norbert von Xanten, dessen Prämonstratenserorden später die Mission im Gebiet der untergegangenen Bistümer Brandenburg und Havelburg wiederaufnimmt, und der zuvor naumburgische Bischof Wichmann von Seeburg, während dessen Episkopats 1152/54 die weltliche Herrschaft des Erzbistums begründet wird. Unter Albrecht von Käfernberg wird 1209 mit dem Bau des Magdeburger Doms begonnen.

Zur Zeit der Reformation untersteht das Erzbistum dem mächtigen Kirchenfürsten Albrecht von Brandenburg, der gegen allen Widerstand an der katholischen Lehre festhält, jedoch den Niedergang nicht aufhalten kann. 1561 bekennt sich sein Nachfolger Sigismund von Hohenzollern zur Reformation, das Stift wurde jedoch erst 1680 säkularisiert.

Nach der Befreiung Deutschlands von der napoleonischen Herrschaft und der anschließenden Ordnung des kirchlichen Lebens wird 1821 durch die Bulle "De salute animarum" das zuvor zum Apostolischen Vikariat des Nordens gehörende Gebiet des ehemaligen Erzbistums Magdeburg dem Bistum Paderborn als "Fürstbischöfliches Kommissariat" in Personalunion angegliedert. 1921 wird das Gebiet endgültig zu Paderborn hinzugerechnet. Durch das Preußenkonkordat wird das Bistum Paderborn 1929 zum Erzbistum erhoben, folgerichtig wird aus dem fürstbischöflichen Kommissariat das "erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg". Nach dem 2. Weltkrieg steigt durch die Vertreibung die Katholikenzahl im Territorium und das Kommisariat erhält 1949 einen eigenen Weihbischof, Wilhelm Weskamm. Aus dem Erzbischöflichen Kommissariat Magdeburg wird 1973 das Bischöfliche Amt Magdeburg.

Durch die Wiedervereinigung Deutschland 1990 steht der Weg für eine Neuordnung der kirchlichen Struktur in den neuen Bundesländern offen. Nach langen Verhandlungen zwischen dem heiligen Stuhl und den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg wird das Bistum Magdeburg am 8. Juli 1994 (wieder-)errichtet. Erster Bischof war der zuvorige Paderborner Weihbischof Leo Nowak. Durch das apostolische Schreiben "Sanctum Norbertum"[1] vom 12. Juli desselben Jahres wurden die Bistumspatrone festgelegt.

Bischöfe von Magdeburg (Auswahl)

Mittelalterliche Erzbischöfe

In Magdeburg residierende Paderborner Weihbischöfe

Bischöfe von Magdeburg


Katholische Highlights

Kirchen

Wallfahrtsorte

  • Kloster Petersberg, ehemaliges Augustiner-Chorherren-Stift, seit 1999 beherbergt es die evangelische Christusbruderschaft. Vom Bistum als Wallfahrtsstätte genutzt, so in der folgenschweren Jugendwallfahrt 1973.[1]

Klöster

Weblinks

Anmerkungen

  1. Aloys Funke: Petersberg-Wallfahrt am 17. Juni 1973. katholische Jugendarbeit im Visier von SED und MfS, Magdeburg 2002.