Bistum Osnabrück

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Das Bistum Osnabrück befindet sich im Nordwesten Deutschlands. Es erstreckt sich über weite Teile Niedersachsens sowie das Gebiet der Freien Hansestadt Bremen.

Osnabrück gehört als Suffraganbistum zur Kirchenprovinz Hamburg. Auf 12.573 Quadratkilometern leben etwa 580.000 Katholiken (etwa 28% der Gesamtbevölkerung). Das Bistum Osnabrück wurde 780 von Karl dem Großen als Missionsbistum gegründet worden. Bischof ist seit 1995 Dr. Franz-Josef Bode.

Inhaltsverzeichnis

Bistumsleitung

Überblick

Im Jahr 2004 lebten im Bistum Osnabrück 581.734 Katholiken, 1990 waren es 575.285 gewesen. Heute ist das Bistum in 10 Dekanate und 256 Pfarreien gegliedert, bis 2007 waren es noch 16 Dekanate. 221 Priester wirken im Bistum Osnabrück sowie 130 Ordensgemeinschaften mit insgesamt 970 Ordensschwestern und -brüder.

Der Anteil der Gottesdienstbesucher im Bistum Osnabrück lag 2004 bei 18,0%, 1990 waren es noch 32,7% gewesen.[1] [2]

Gliederung

Die ehemaligen 16 Dekanate waren:

Patrone

Geschichte

Im Jahr 780 errichtete Karl der Große das Missionsbistum Osnabrück mit dem hl. Wiho als ersten Bischof.

Während der Reformation war die Zugehörigkeit zu den verschiedenen Konfessionen im Fürstbistum Osnabrück schwierig, es bildete sich ein Nebeneinander zwischen protestantischen und katholischen Pfarrkirchen. Erst nach dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde die konfessionelle Zuordnung der Pfarrkirchen geregelt.

1803 ging das Fürstbistum Osnabrück im Königreich Hannover auf, 1858 wurde es als Bistum wiedererrichtet. Durch das preußische Konkordat 1929 erhielt das Bistum Osnabrück die sogenannte "Norddeutsche Mission" hinzu und erstreckte sich damit bis zum mecklenburgischen Teil Mecklenburg-Vorpommerns. In dieser Zeit war das Bistum Osnabrück mit ca. 46.000 Quadratkilometern das flächenmäßig größte deutsche Bistum.

Nach dem niedersächsischen Konkordat verlor das Bistum 1965 das Gebiet Schaumburg-Lippe an das Bistum Hildesheim.

In der Zeit der DDR wurde 1973 für die Gebiete in Mecklenburg ein "Apostolischen Administrator" der auch Weihbischof war, eingesetzt und das "Bischöfliche Amt Schwerin" gebildet, das direkt dem Papst unterstellt war. Kirchenrechtlich gehörte das Gebiet aber weiterhin zum Bistum Osnabrück.

Durch die Gründung des Erzbistums Hamburg 1995, das aus dem nördlichen Teil des Bistumsgebietes (Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg) gebildet wurde, erhielt das Bistum Osnabrück seine heutige Form.

Mit einem Perspektivplan 2015 "In Zukunft Gemeinde leben" bereitet sich das Bistum auf erwartete Entwicklungen der abnehmenden Zahlen der Gottesdienstbesuchern und der immer schwieriger werdenden finanziellen Situation vor. So wurde ab 2007 auch die Anzahl der Dekanate von 16 auf 10 verringert.

Adressen

Bischöfliches Generalvikariat Osnabrück
Hasestraße 40 A
49074 Osnabrück

Telefon: (0541) 318-0
E-Mail-Adresse: bistum@bistum-osnabrueck.de

Pressereferent und -sprecher des Bistums Osnabrück
Hermann Haarmann
Telefon: 0541/318-510

Sekretariat: Ursula Führing
Telefon: 0541/318-509
Telefax: 0541/318531

pressestelle@bistum-osnabrueck.de

Anschrift :
Kleine Domsfreiheit 23a
49074 Osnabrück

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. Das Bistum Osnabrück in Zahlen
  2. Das Bistum Osnabrück von 1990 bis 2004