Bonifatius VIII.

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Bonifatius PP VIII.

Papst Bonifatius VIII. (*als Benedetto Caetani um 1235 in Agnani; † 11. Oktober 1303 in Rom) war ein bedeutender Papst, dessen Pontifikat den Übergang des Hoch- zum Spätmittelalter markiert. Als Kardinal hatte er die Wahl des Hl. Papstes Coelestin V. gefördert, der aber, sich amtsunfähig erkennend, bald zurücktrat. Benedetto wurde Ende 1294 sein Nachfolger und nahm den Namen Bonifaz an.

Bonifatius fügte der Tiara den zweiten Reifen hinzu (Clemens V. vermutlich den dritten), um bewusst die weltlichen Ansprüche des Papsttums zu markieren. In der Defensive gegenüber den erstarkenden Fürsten, insbesondere des Königs von Frankreich (Philipp IV., der Schöne), verfügte Bonifaz VIII., in der berühmt gewordenen Bulle Unam sanctam (1302), dass alle Geschöpfe auf Erden heilsnotwendig dem Papst unterworfen sein müssten. Seine Widersacher beeindruckte diese Zuspitzung einer im Kern alten und doch geistlich gemeinten Lehre übrigens wenig. In seinem Heimatort Agnani wurde er 1303 persönlich tätlich angegriffen; ein für damalige Zeiten unerhörter Vorgang, konnte sich aber unter dem Schutz der Familie Orsini noch nach Rom retten.

Im Jahr 1300 hatte der extrem politisch agierende Papst, in Italien insbesondere gegen die Familie Colonna, das erste offiziell ausgerufene Heilige Jahr in Rom gefeiert. Seine Grabstätte ist in den Vatikanischen Grotten der Petersbasilika (Sarkophag von Arnolfo di Cambio).

Weblinks


Vorgänger
Hl. Coelestin V.
Papst
1294-1303
Nachfolger
Sel. Benedikt XI.
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