Bruno Neundorfer

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Bruno Neundorfer (* 27. Dezember 1926 in Frensdorf; † 15. Februar 2001 in Bamberg), Redakteur, Leiter des Diözesanarchiv Bamberg, Direktor des Diözesanmuseums Bamberg, Custos der Diözesanbibliothek.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Als drittes Kind des Johann und der Anna Neundorfer geboren, besuchte Bruno Neundorfer die dortige Volksschule und trat in das "Alte Gymnasium" zu Bamberg ein. Mit einem Reifevermerk wurde er 1944 in die Wehrmacht entlassen.Zum Ende des unseligen II. Weltkrieges geriet er in russischer Gefangenschaft und kehrte an Gesundheit verloren 1949 nach Deutschland zurück.

Bereits 1950 zum Sommersemester nahm er sein Studium an der Phil.-theol. Hochschule Bamberg auf und wechselte 1951 an die Universität Würzburg. Das Studium schloß er 1955 mit einem Staatsexamen ab. Seit dieser Zeit gehörte er der Studentenverbindung "Pommersfelder Kreis" an. Seine Dissertation "Zur Entstehung von Wallfahrten und Wallfahrtspatrozinien im mittelalterlichen Bamberg" fand 1962 unter Prof. Otto Meyer statt.

Sein Dienst für die Erzdiözese begann am 1.2.1956 beim St.-Otto-Verlag Bamberg, Kirchenzeitung St. Heinrichsblatt. Hier erarbeitete er mit Anderen den ersten Band des Realschematismus der Erzdiözese Bamberg. Seit Beginn des Jahres 1966 war Neundorfer am Diözesanarchiv tätig. Bei den in den Jahren 1972-1974 tagenden Würzburger Synode war Neundorfer Leiter des Synodalbüros der Erzdiözese Bamberg.

Wurde auf dem 49. Deutschen Archivtag 1974 - welcher zu Braunschweig abgehalten wurde - Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Kirchenarchivare in der Fachgruppe 3 des Vereins Deutscher Archivare gewählt. Im gleichen Jahr wurde er Vorsitzender der Provinzkommission der Kirchenprovinz Bamberg, diesen Posten behielt er bis 1984. Gemeinschaftlicher Sprecher der katholischen und evangelischen Kirchenarchivare wurde er 1977. Erzbischof Elmar Maria Kredel ernannte Bruno Neundorfer am 1.4.1978 zum Direktor des Archiv des Erzbistums Bamberg. Das Metropolitankapitel berief ihn zum gleichen Zeitpunkt zum Direktor des Diözesanmuseums und zum Custos der Kapitelsbibliothek und somit zum Nachfolger des Prälaten Sigismund Freiherr von Pölnitz. Neundorfer war bisher der einzige Laie welcher einer Hauptabteilung vorstand. Durch Kapitelsbeschluß 1978 wurden die Kirchenbücher des Erzbistums in Bamberg zentralisiert und bereits mit beginnenden 1980er Jahre verfilmt. Neun Jahre nach seiner Pensionierung - 1992 - verstarb er im Jahr 2001. Bruno Neundorfer wurde beigesetzt im Bamberger Friedhof an der Seite seiner ihm vorausgegangenen Ehefrau und einer seiner Söhne. Das Grab befindet sich in der fünften Abteilung des Friedhofes zu Bamberg.

Auf seine Intention hin wurde ein neuer Archivbau, und der Ausbau der Westkrypta des Bamberger Domes zur Bischofsgrablege geplant und späterhin auch ausgeführt.

weitere Tätigkeiten

  • berufenes Mitglied des Landesdenkmalrates
  • Heimatpfleger im Landkreis Bamberg

Ehrungen

  • Ritter des päpstlichen Gregoriusordens
  • Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
  • der Oberfrankenmedaille
  • der Bayerischen Denkmalschutzmedaille

Quellen

Historischer Vereinsbericht Bamberg 137 (2001), Seite 7

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