Claude-François Poullart des Places

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Claude-François Poullart des Places (*26. Februar 1679 in Rennes, Frankreich; † 2. Oktober 1709 in Paris). Auf ihn geht das Werk der Ordensgemeinschaft der Spiritaner zurück.

Biografie

Er war der Sohn des bretonischen Parlamentspräsidenten und studierte in Nantes Rechtswissenschaften, die er 21-jährig mit einem Staatsexamen abschloss. Er verspürt den Ruf Gottes und beginnt in Paris bei den Jesuiten Theologie zu studieren. Dabei lernt er eine Reihe junger Männer kennen, denen die Mittel für das teure Studium fehlen. Er beginnt, sie zu unterstützen. Bald hat er 12 Mitstreiter um sich geschart, die unter sehr armen Verhältnissen in Gemeinschaft leben. An Pfingsten 1703 gründen sie das "Seminar zum heiligen Geist". 1705 verfasst Poullart des Places eine Regel für das Seminar. Aufgenommen dürfen nur die, die ihr Studium nicht selbst finanzieren können. Die Mitglieder des Seminars sollen nach ihrer Weihe in Bereichen arbeiten, für die die Bischöfe sonst nur schlecht Priester finden können: In Krankenhäusern und armen Pfarreien.

1707 wird er zum Priester geweiht, stirbt jedoch zwei Jahre später im Alter von 30 Jahren. Er wird auf dem Armenfriedhof von Paris beigesetzt. Aus dem Seminar zum heiligen Geist entwickelt sich im Laufe des 18. Jahrhunderts der Missionarsorden der Spiritaner.

Weblinks

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