Diskussion:Loreto

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Madonna von Loreto

Loreto ist ein bekannter italienischer Wallfahrtsort in den Marken gelegen, in der Nähe von Ancona. Bekannt ist Loreto, weil dort das Haus der Heiligen Familie verehrt wird und hier die Lauretanische Litanei entstanden ist. Loreto ist das größte Marienheiligtum Italiens. Der liturgische Gedenktag "Unserer lieben Frau von Loreto" wird weltweit am 10. Dezember begangen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Legende nach, wurde das gemauerte Heilige Haus im Jahr 1291 von Engeln aus Nazareth fortgetragen. Andere Quellen berichten, dass das Haus von frommen Schiffers-Familien namens “de Angeli” nach Loreto gebracht worden sei.

Zuerst wurde das Haus an einer Stelle in Trsat/Tersato (bei Rijeka/Fiume, Kroatien) aufgestellt. In der Nacht des 10. Dezember 1294 "wanderte" das Haus weiter und veränderte noch mehrmals seinen Platz, bis es schließlich in Loreto seinen endgültigen Standort einnahm.

Schon im Jahr 1296 schickte der Graf Nikolaus Frangipani drei Gesandte nach Nazareth. Diese nahmen die genauen Angaben über die Maße des Häuschens, dessen Baumaterialien und die sich darin befindlichen Gegenstände mit, um an Ort und Stelle alles überprüfen zu können. Das Maß des Hauses stimmte mit den Fundamenten des fehlenden Hauses in Nazareth völlig überein. 1860 beauftragte Papst Pius IX. den römischen Gelehrten Bartolini damit, die Steine und den Mörtel des Heiligen Hauses zu untersuchen. Bartolini stellte fest, dass die Steine und der Mörtel des Hauses aus Loreto identisch sind mit den Steinen des vorhandenen Fundaments in Nazareth. Die Steine kommen außerdem nur in der Umgebung von Nazareth vor, nicht aber in der Umgebung von Loreto.

Papst Julius II. (1503-1513) beauftragte eine Marmorverkleidung des Hauses nach einem Entwurf von Donato Bramante (1444-1514), die 1513 bis 1527 ausgeführt wurde. Sie gilt als Meisterwerk der italienischen Renaissance-Bildhauerei.[1]

Einer Legende zufolge hatten Engel das Haus Marias aus Nazaret nach Loreto an der Adriaküs­te gebracht. Diese Überlieferung hat Piloten während der Zeit des Ersten Weltkriegs dazu veranlasst, die in Loreto verehrte Muttergottes zu ihrer Schutzpatronin zu wählen. Dies bestätigt Benedikt XV. mit einem Erlass am 24. März 1920.[2]

Jubiläumsjahr 2020

Mit einem Jubiläumsjahr will die Kirche der »Gottesmutter von Loreto« gedenken, die Papst Benedikt XV. vor 100 Jahren zur Patronin der Luftfahrt erklärte. Es begann am 8. Dezember 2019 mit der Eröffnung einer »Heiligen Pforte« in der Wallfahrtskirche durch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Enden soll das Gedenkjahr am 10. Dezember 2020. Das Motto des Jubiläumsjahres lautet: »Das Lauretanische Jubiläum: Berufen, hoch zu fliegen«.[3]

Kirche von Loreto

Päpstliches

Dokumentation von Papstreisen zum Marienheiligtum von Loreto

Leo XIII.

Benedikt XV.

  • 24. März 1920 Der Papst erklärt die in Loreto verehrte Muttergottes Schutzpatronin der Luftfahrt.

Johannes XXIII.

  • 4. Oktober 1962 Besuch Loretos- eine Woche vor Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils um dieses ihr anzuvertrauen. Dies war die erste Reise eines Papstes außerhalb Latiums seit der Einheit Italiens 1861.

Johannes Paul II.

Benedikt XVI.

  • 1.-2. September 2007 Pastoralbesuch von Papst Benedikt XVI. in Loreto anlässlich der "Agora" der italienischen Jugendlichen.
  • 4. Oktober 2012 Pastoralbesuch in Loreto zum 50. Jahrestag der Pilgerreise von Papst Johannes XXIII.. Er vertraute der Muttergottes zwei wichtige kirchliche Initiativen an: das Jahr des Glaubens, das am 11. Oktober – dem fünfzigsten Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils – begonnen hatte, und die Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode, die für den Monat Oktober einberufen wurde.

Franziskus

  • 25. März 2019 Papst Franziskus besucht das Marienwallfahrtsort Loreto, um ihr das nachsynodale Schreiben zur Bischofssynode zum Thema "Jugend, Glaube und Berufungsunterscheidung" anzuvertrauen (OR 1. März 2019, S. 4)
  • 7. Oktober 2019 Gottesdienstkongregation: Jedes Jahr soll weltweit am 10. Dezember begangen werden. Dafür wurden die entsprechenden Texte für das Messbuch und das Stundengebet veröffentlicht.[4]

Literatur

  • Rheinhard Schneider, Gebet von Loreto, Christiana Verlag Stein am Rhein 1974 (1. Auflage; Mit kirchlicher Druckerlaubnis des Bischöflichen Ordinariates des Bistums Basel, ausgestellt in Solothurn am 14. Juni 1974 GV/m) ISBN 3-7171-0594-9
  • H. J. Delabar, Das Heilige Haus zu Loreto und die deutsche Kapelle
  • W. Pötzl, Die Loreto-Legende
  • A. Englisch, Spuren Gottes. Die Wunder der katholischen Kirche
  • Gottfried Melzer: Loretta. Was man über den ehrwürdige Wallfahrtsort wissen muss Theresia Verlag (192 Seiten; ISBN 3-9854-2-58-8).

Weblinks

Anmerkungen

  1. Vatikan würdigt Marienwallfahrtsort Loreto mit neuen Gedenktag Kath.net am 2. November 2019
  2. Osservatore Romano, 13. Dezember 2019, S. 20.
  3. Osservatore Romano, 13. Dezember 2019, S. 20.
  4. ECRETUM de celebratione Beatae Mariae Virginis de Loreto in Calendario Romano Generali inscribenda Bollettino quotidiano del: 31.10.2019
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