Ecole biblique

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Die École biblique ist eine Gründung frz. Dominikaner in Jerusalem (Dominikanerkonvent St. Étienne), die 1890 päpstlich bestätigt wurde (eigentlicher Name: École Biblique et Archéologique Française de Jérusalem).

Als Antwort auf die historisch-kritischen Methoden der Bibelexegese des 19. Jahrhunderts und auf die Enzyklika Papst Leos XIII. Providentissimus Deus vom 18. November 1893 über das Studium der Heiligen Schrift, [1] wagten die katholischen Bibelwissenschaftler um P. Marie-Joseph Lagrange OP, den Quellen vor Ort auf den Grund zu gehen. P. Lagrange musste einige Konflikte mit dem Hl. Stuhl durchstehen, seine Methode und seine Erfolge wurden jedoch mit der päpstlichen Bibelenzyklika Divino afflante spiritu von 1943 eindrucksvoll bestätigt. Berühmt geworden ist die École biblique de Jérusalem durch die Herausgabe der Jerusalemer Bibel. Knapp zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Jerusalemer Bibelwissenschaft mehr und mehr Zeugnisse für die historische Glaubwürdigkeit insbesondere der Evangelien aufgefunden hat.

Die École biblique wurde offiziell 1920 zur École Archéologique Française. Diese Anerkennung der Bedeutung der Schule durch den frz. Staat war das Ergebnis von dreißig arbeitsreichen Jahren im noch türkisch beherrschten Palästina und den Nachbargebieten.

Die Originalität der erstgegründeten Schule dieser Art beruht auf der engen Verbindung exegetischer Arbeit mit der Erfotschung der Heiligen Landes selbst. Diese Forschungen umfassen noch heute historische, archäologische, epigraphische, linguistische, und nach wie vor exegetische Studien. Neben der berühmten Quartalszeitschrift Revue Biblique (Éd. Gabalda) erscheinen viele weitere Publikationen unter Federführung der École biblique. Die berühmteste ist immer noch die französische Bibelübersetzung, die Bible de Jérusalem (Éd. du Cerf).

Die Biblische Archäologie selbst begann übrigens mit dem Feldzug von Napoleon in Ägypten und erreichte Palästina in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie ergänzt, präzisiert und illustriert die biblischen Berichte.

Literatur:

  • C. Kopp, Grabungen und Forschungen im Heiligen Land 1867-1938, Köln 1939.

Weblink:

Anmerkungen

  1. Ich suchte ihn, den meine Seele liebt (vgl. Hld 3,1) - Betrachtungen zum Hohenlied, bei Radio Horeb, Ref.: Dr. Nina Sophie Heereman, Dozentin für Heilige Schrift, Kalifornien, USA, 1. Teil. 19.01.2020 - Laufzeit: 00:51:05 - Dateigröße: 23,39MB
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