Egon von Petersdorff

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Dr. Egon von Petersdorff (* 8. Januar 1892 in Posen † 5. September 1963 in) war Malteser-Ritter und Päpstlicher Geheimkämmerer.

Biografie

Egon von Petersdorff ist als ältester von drei Söhnen des Axel von Petersdorff aus Pommern und Elisabeth, geborene Fehlan aus einer französichen katholischen Hugenottenfamilie, geboren. Egon war musisch und künstlerisch begabt. Er schloss in der Kriegsschule in Potsdam ab und wurde Gardeoffizier in Berlin. Am Tag seiner Einberufung in den Ersten Weltkrieg, am 24. September 1914, ließ er sich überstürzt zur Trauung mit seiner Kusine überreden.Er meldete sich im Krieg zu einer Fliegertruppe, fand dabei aber Muße und Energie die theologischen Bücher einer geflüchteten Pastors zu lesen, die ihn später von der Evangelischen Gemeinschaft zur Katholischen Kirche führten.

Kurz vor Kriegende wurde er durch einen Granatsplltter verletzt, der ihn lebenslang zum hundertprozentigen Kriegsinvalide machte. Er schloss sich einer "internationalen Arbeitsgemeinschaft" an und promovierte beim Neukantianer Rickert. In einem zweiten Anlauf "Das Glück des Gemeinschaftsgefühl" zu finden ist er "Arbeiter unter Arbeitern" in der Anilin-Fabrik in Ludwigshafen.

Er machte Bekanntschaft mit Esoterik und Okkultismus und landete bei der "Seelenburg" von Theresia von Jesus (von Avila) und dem Exerzitienbüchlein von Ignatius von Loyola. 1928 wurde er durch den Jesuitenpater Georg von Sachsen in die katholische Lehre eingeführt und in die Kirche aufgenommen. Als eine besondere Glaubensstärkung in allen kommenden Prüfungen wurde ihm völlig unerwartet das von ihm so bezeichnete "große Wunder" des "substantialen" Erlebens der realen eucharistischen Gegenwart geschenkt, das ihn beim täglichen Empfang der heiligen Kommunion nie mehr verlassen hat. Er hoffte, nach Annulierung der nichtvollzogenen Ehe mit seiner Kusine, bei den Jesuiten aufgenommen zu werden, was ihm jedoch verweigert blieb. In Innsbruck studierte er Philosophie und Theologie, um sich auf das erstrebte Priestertum im Theologenkonvikt "Canisianum" vorzubereiten. Aber auch die heiligen Weihen wurden ihm verweigert. In treuer Unterwerfung der kirchlichen Autorität, bewahrte er sich die Freiheit zu fruchtbarer Arbeit im Dienste Gottes und verwirklichte seinen Plan, den er schon am Beginn des Studiums in Innsbruck fasste, das Traktat über die Dämonologie zu schreiben. Nach Beendigung des Studiums ging er nach Meran in Südtirol und legte ein umfangreiches "Dämonologisches Archiv" an und arbeitete jahrelang an der Päpstlichen Bibliothek.

Im Zweiten Weltkrieg engagierte er sich in den Südtiroler deutschen Widerstandsbewegung als "militärischer Berater" und schließlich als "Vizekommandant" einer mit den westlichen Alliierten operierenden Partisanengruppe. Egon von Petersdorff lebte als Drittordensmann als Gast auf einem Bauernhof in Kuens bei Meran.

1957 heiratete er die Wiener Juristin Dr. Emilie Mück und zog nach Riffian bei Meran. In den letzten Jahren seines Lebens machte er in Deutschland, Österreich, Italien und USA Vortragsreisen, in großer Sorge um die ausgebliebene religiöse Erneuerung.

Werke

  • Egon von Petersdorff, Dämonologie, Erster Band: Daemonen im Weltenplan, Zweiter Band: Daemonen am Werk, Christiana Verlag 1995 (aktualisierte Neuflage durch Ferdinand Holböck + eingeführt - 3. Auflage; Kirchliche Druckerlaubnis der Diözese Innsbruck Nr. 904 Oenipotente, die 16. maii 1952 Dr. Bruno Wechner, Provicarius) ISBN 3-7171-0816-6.
  • Daemonen, Hexen, Spiritisten. Mächte der Finsternis einst und jetzt. Eine Daemonologie aller Zeiten Credo Verlag Wiesbaden 1960 (199 Seiten; 1. Auflage).
  • Geschichte einer Bekehrung, Von Berlin nach Rom, Klagenfurt 1956 (unter dem Pseudonym "Comte de Vélan"; Autobiographie)
  • Hsgr., Selbstbekenntisse einer Heiligen (Gemma Galgani), Innsbruck 1952.
  • Dissertation über Spinoza

Weblinks

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