Erlöserorden

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Der Erlöserorden (Ordo Sanctissimi Salvatoris, OSsS, OSSalv, dt.: Orden des Allerheiligsten Erlösers) wurde von der hl. Birgitta von Schweden, Co-Patronin Europas, im Jahre 1370 in Vadstena/Schweden gegründet und 1378 anerkannt. Die Schwestern werden nach ihrer Gründerin auch Birgitten oder Birgittinen genannt.

Es ist ursprünglich ein Doppelorden der heute aus vier verschiedenen Zweigen besteht und dem weltweit 570 Schwestern angehören.

Inhaltsverzeichnis

Die birgittinische Ordensfamilie

Die birgittinische Ordensfamilie besteht aus vier Zweigen: dem alten Zweig, dem Spanischen Zweig, dem Schwedischen Zweig und den "Brigittine Monks".

Alter Zweig

Von Vadstena in Schweden hat sich der Erlöserorden im Mittelalter über einen Grossteil Europas ausgebreitet. Zur Zeit der Reformation und später während der Französischen Revolution und der Säkularisierung wurden jedoch viele der Klöster geschlossen. 1595 mussten die Nonnen von Vadstena nach Danzig fliehen. Das Mutterhaus wurde schliesslich nach Uden in den Niederlande verlegt, von wo 1963 das Kloster in Vadstena neu gegründet werden konnte.

Heute gehören noch fünf unabhängige Klöster zum sogenannten alten Zweig: Maria Refugie (Zuflucht Mariens, Uden/Niederlande), Maria Hart (Herz Mariens, Weert/Niederlande), Syon Abbey (England), Altomünster (bei Augsburg/Deutschland) und die Abtei Pax Mariae (Maria Frieden, Vadstena/Schweden).

Ursprünglich lebten an jedem Kloster Nonnen und Brüder in zwei von einander getrennten Konventen. Seit den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts existieren jedoch nur noch Nonnen.

Spanischer Zweig

Um 1630 wurde durch die spanische Dame Marina de Escobar ein spanischer Ableger des Ordens gegründet. Sie erhielt in mehreren Offenbarungen die Weisung, einen neuen Zweig des Erlöserordens zu gründen und die Regel an spanische Verhältnisse anzupassen. Inzwischen gibt es fünf unabhängige Klöster in Spanien, vier in Mexiko und zwei Neugründungen in Venezuela und Peru. Der spanische Ableger des Ordens hatte immer nur weibliche Mitglieder.

Schwedischer Zweig

Gründerin des neuen schwedischen Zweiges Maria Elisabeth Hesselblad

Im Jahr 1911 gründete die hl. Maria Elisabeth Hesselblad einen weiteren Zweig. Elisabeth Hesselblad, eine ehemals lutherische Konvertitin, hatte jahrelang im Haus der hl. Birgitta in Rom gelebt und bekam die Gelegenheit, dieses zu kaufen. Dieses Haus an der Piaza Farnese wurde das Mutterhaus eines neuen Ordenszweiges, der anders aufgebaut ist als der alte Zweig und der spanische Zweig: Die vielen verschiedenen Gemeinschaften sind vereint unter der Leitung eines demokratisch gewählten Rates mit einer Generaläbtissin an der Spitze. Der heiligen Mutter Elisabeth ist es gelungen, die Birgittinen nach Schweden zurückzuführen. Ein erstes Haus entstand 1923 in Djursholm und zwischen 1935 und 1963 hatte dieser Zweig auch ein Erholungs- und Gästeheim in Vadstena.

Der schwedische Zweig des Erlöserordens hat mehr als 40 Niederlassungen, mehrere davon in Indien, aber auch in den Skandinavischen Ländern, in Estland, Polen, England, Deutschland (Bremen), Mexiko, den USA, Schweiz (Lugano), Italien, den Niederland, Kuba und in Betlehem.

The Brigittine Monks

Seit 1976 besteht in den USA eine kompletative Brüdergemeinschaft, The Brigittine Monks. Ihren Lebensunterhalt verdienen die Brüder mit der Herstellung von Süssigkeiten.

Habit

Als Ordenskleid tragen die Nonnen einen grauen Habit mit schwarzem Schleier, darüber eine Leinenkrone aus drei weißen Leinenbinden mit fünf roten Punkten, welche die fünf Wundmale Christi symbolisieren.

Literatur

Weblinks

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