Erzbistum Bremen

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Bischof Ansgar

Das Bistum Bremen wurde 788 gegründet und unterstand als Suffraganbistum zunächst dem Erzbistum Köln. Schließlich wurde es selbst Metropolitansitz und Erzbistum.

Geschichte

Während der Niederwerfung der Sachsen durch Karl den Großen wurde am 13. Juli 787 Willehad in Worms zum Bischof von Wigmodi, Laras, Riustri, Asterga, Nordendi und Wanga (an der unteren Weser und zwischen der Mündung von Weser und Ems) geweiht. Am 14. Juli 788 errichtete Karl der Große nach altrömischer Sitte in Speyer das Bistum Bremen für den nördlichen Teil Sachsens und verlieh diese neue Diözese im Auftrag des Papstes Hadrian I. und nach Rat des Erzbischofs Lullus von Mainz und der anwesenden Bischöfe an Willehad. Dieser machte Bremen zu seiner Residenz und weihte 789 den ersten Bremer Dom auf den Namen des Apostels Petrus.

Das neue Bistum war zunächst Suffraganbistum von Köln. Karls Sohn Ludwig der Fromme gründete 830 das Bistum Hamburg. Die Wikinger plünderten 845 Hammaburg, das sich inzwischen zu einer kleinen Stadt entwickelt hatte, und die Missionsstationen in Schweden wurden vernichtet. Nach dem Untergang des Erzbistums Hamburg verlegte der damalige Bischof Ansgar 849 seinen Sitz nach Bremen und vereinigte das Territorium beider Bistümer zu einem nordischen Doppelbistum unter der Administration des Erzbischofs von Hamburg. Das Erzbistum Köln protestierte gegen die Zusammenlegung. 870 bestimmte Papst Nikolaus I., dass das Bistum Bremen dem Erzbistum Hamburg zuzuführen sei. 1224 bestätigte Papst Honorius III. das Doppelbistum mit Sitz in Bremen endgültig, wobei jedoch das Domkapitel von Hamburg bestehen bleiben sollte.

Da das Erzbistum Bremen Zentrum der Skandinavienmission war, gewannen die Erzbischöfe zeitweise die Kontrolle über die über Bistümer des Nordens. Erzbischof Adalbert von Bremen bemühte sich während seines Episkopates (1043 bis 1072) um die Erlangung einer Patriarchenwürde. Der Versuch, zum Patriarchen des Nordens aufzusteigen, misslang jedoch. Stattdessen wurde 1104 die Kirchenprovinz Lund aus der Metropolie Bremen-Hamburg ausgegliedert, wodurch Bremen die meisten seiner Suffragane verlor. Noch im selben Jahrhundert wurde das Erzbistum Lund geteilt: 1158 entstand das Erzbistum Nidaros für Norwegen einschließlich der nordatlantischen Inseln, in Schweden wurde 1164 das Erzbistum Uppsala gegründet.

Untergang

Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde das Erzstift ebenso wie das ehemalige Bistum Verden endgültig säkularisiert. Beide wurden zu Herzogtümern erklärt und der Krone Schwedens unterstellt. Sie wurden dann gemeinsam als Herzogtum Bremen-Verden verwaltet.

Der Bereich des ehemaligen Erzbistums Bremen-Hamburg gehört heute zum Erzbistum Hamburg und den nördlichen Teilen der Bistümer Hildesheim und Osnabrück.

Siehe auch: Bischöfe von Bremen