Schöningh Verlag

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Der Schöningh Verlag ist ein Wissenschaftsverlag, der 1847 von Ferdinand Schöningh in Paderborn gegründet wurde.

Inhaltsverzeichnis

Programm

Der Verlag gibt wissenschaftliche Literatur heraus. Darunter gehört auch Literatur des Deutschen Idealiismus, u.a.

Die Schwerpunkte des Programms liegen heute auf den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, insbesondere der Zeitgeschichte.

Außerdem legt der Verlag legt die 40bändige Konziliengeschichte des ehemaligen päpstlichen Chefhistorikers Walter Brandmüller, die opulente Faksimilereihe „Biblia Slavica“ und die große Forschungsedition zur Römischen Inquisition und Indexkongregation auf und das Deutsche Martyrologium.

Geschichte

Ferdinand Schöningh gründete am 14. Juli 1846 eine Buchhandlung und einer Buchdruckerei in Paderborn.

Verlagsgeschichte bis zum Tod des Gründers (→)

Ferdinand Schönighs Witwe übertrug die Leitung des gesamten Geschäftes ihrem ältesten Sohne Ferdinand Schöningh. Die bis dahin von diesem geleiteten Nassesche Verlagshandlung in Münster wurde mit dem Paderbornschen Hauptgeschäfte verschmolzen und unter der Firma Ferdinand Schöningh in Münster i. W. als Filialgeschäft weitergeführt. Durch die 1885 erfolgte Übernahme der Nasseschen Verlagshandlung hatte der Schöninghsche Verlag einen bedeutenden Zuwachs erhalten. Letztere wurde in Soest im Jahre 1815 gegründet, eine Zeitlang bis zum Jahre 1847 von Ferdinand Schöningh, dem Gründer der Paderborner Firma, geführt, in welchem Jahre der Schwager desselben, Albrecht Ziegler, das Geschäft übernahm. Letzterer siedelte nach Verkauf des Sortimentsgeschäftes, des Verlages des Soester Kreisblattes und der Buchdruckerei im Jahre 1873 mit dem Verlage nach Münster über. 1882 übernahm Ferdinand Schöningh (II) denselben und leitete ihn selbständig bis zur Vereinigung mit dem väterlichen Geschäfte im Jahre 1885. 1888 wurde die zweite Filiale in Osnabrück durch Erwerbung der Buchhandlung von B. Wehberg errichtet; ihr folgte 1891 die dritte Niederlassung in Mainz durch Ankauf der Faberschen Buchhandlung daselbst. Der mit der Erwerbung der Mainzer Handlung verbundene kleine Verlag von Franz Frey wurde mit dem Stammgeschäft vereinigt.

Weitere Zeitschriften

Zu den bisher erschienenen Zeitschriften gesellten sich 1887 das »Jahrbuch für Philosophie und spekulative Theologie«, 1888 die »Monatsschrift für katholische Lehrerinnen«, und das »Anzeigeblatt für den katholischen Klerus«, 1889 der »Katholische Seelsorger« und 1890 die »Katholische Lehrerzeitung«.

Weitere Ausbreitung

1891 wurde der jüngere Sohn Joseph Schöningh gleichfalls als Teilhaber aufgenommen. Mit der steten äußeren Ausdehnung des Geschäftes hielt auch seine innere Entwicklung, die Ausbreitung des Verlages, gleichen Stand. die vom Gründer begonnene Sammlung der griechischen und römischen Klassiker-Ausgaben sowie von Ausgaben deutscher Klassiker mit Erläuterungen wurde vervollständigt und vermehrt. Hieran reihen sich die nach seinem Tode begonnene Sammlung der bedeutendsten pädagogischen Schriften (bisher 23 Bände), und die wissenschaftliche Handbibliothek (bisher 20 Bände), welche die theologischen und philosophischen Disziplinen und andere Wissenschaften in ihr Programm aufgenommen hat und unter ihren Autoren Gelehrte ersten Ranges zählt. Zu den bisher behandelten Literaturgebieten gesellte sich auch das der Geschichte, auf welchem das von der Görres-Gesellschaft herausgegebene Sammelwerk: »Quellen und Forschungen auf dem Gebiete der Geschichte« einen hervorragenden Platz einnimmt.

Zweige

Einen besonders gepflegten Zweig des Verlages bilden die auf Westfalen oder einzelne Teile des Landes, Städte, Personen, Religion, Geschichte, Literatur, Gesetzgebung etc. bezüglichen Werke. Der philosophische sowie der schönwissenschaftliche Verlag erfuhren weitere Bereicherung, der letztere namentlich durch Herausgabe der illustrierten Prachtausgabe von Webers »Dreizehnlinden«. Ende 1896 umfaßte der Verlag 1420 Werke in 2056 Bänden.

Weblinks

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