Fokolarbewegung

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Die Fokolar-Bewegung, eigentlich Werk Mariens, ist eine internationale ökumenische Laienbewegung. Sie wurde 1943 in Trient von Chiara Lubich (1920-2008) ins Leben gerufen und 1962 päpstlich anerkannt. Die Bewegung hat ihre Zentrale in Frascati bei Rom.

Der Name "Focolare" stammt aus dem Italienischen und bedeutet "Feuerstelle", häuslicher Herd, Heim.

Sie ist in 180 Ländern aktiv und zählt 140.000 Mitglieder. Rund fünf Millionen Menschen, zumeist Katholiken, stehen in Verbindug mit der Bewegung. Die Fokolar-Bewegung verfügt über keinen eigenen Klerus, ist mithin hierarchisch voll in díe diözesanen Strukturen der Kirche integriert. Deutschland gehört zu den ersten Gründungen außerhalb Italiens. Bereits 1958 gabes erste Kontakte, die bald ihr Engagment in Köln und Berlin fanden. Internationale Anerkennung erfährt die Fokolar-Bewegung wegen ihres Einsatzes für Frieden und Ökumene.

Zur Nachfolgerin der Grüderin im Präsidentenamt der Fokolar-Bewegung wurde im Juli 2008 die Theologin Maria Voce und zum Ko-Präsidenten wurde der aus Norditalien stammende Priester und gelernter Bankier Gincarlo Faletti durch 500 Amtsträger gewählt. Die Amtszeit beträgt höchstens zwölf Jahre.

Chiara Badano ist die erste seliggesprochene Gläubige der Fokolarbewegung.

Literatur

Im Verlag Neue Stadt:

  • Silvana Veronesi: Was in Trümmern begann. Die Anfänge der Fokolar-Bewegung in Trient (ISBN 978-3-87996-716-2).
  • Die Fokolar-Bewegung. Eine Kurzinformation (28 Seiten; ISBN: 978-3-87996-603-5).
  • Chiara Lubich: Der Schrei der Gottverlassenheit. Der gekreuzigte und verlassene Jesus in Geschichte und Erfahrung der Fokolar-Bewegung (128 Seiten; ISBN: 978-3-87996-537-3).
  • Als wär's mit Händen greifbar (80 Seiten; ISBN: 978-3-87996-631-8).
  • Einfach Chiara (180 S.; ISBN13: 978-3-87996-776-6).
  • Igino Giordani: Erinnerungen. Ein Schriftsteller und Politiker erzählt (120 Seiten; ISBN: 978-3-87996-237-2).
  • Igino Giordani: Leben heisst Reifen. Aufzeichnungen aus vierzig Jahren (ISBN: 978-3-87996-545-8).

Päpstliches

Johannes Paul II.

Weblinks