Götzendienst

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Götzendienst bezeichnet dier Verehrung anderer Gottheiten neben dem einen Gott oder anstatt des einen Gottes.

Ein Götze ist eine Art Ersatz für Gott, also für die Liebe, die ja Gott selbst ist. Wenn Gott nicht mehr an erster Stelle im Leben eines Menschen steht, sondern anderes, wie z. B. Menschen, Dämonen, Satan, Geld, Staat, Ahnen, Vergnügen, Macht, Erfolg, Rasse, Mythen, nennt man diese Dinge / Geschöpfe Götze. Der Mensch kann an einem Götzen "hängen" oder ihn gar anbeten oder ehren. Dies nennt man Götzendienst. Man sollte Götzen auch nicht zum Schein anbeten. Für das eindeutige Zeugnis sind Christen aufgefordert, notfalls auch ihr Leben hinzugeben.

Als "Götter" werden in der Religionswissenschaft als übernatürlich angesehene, anbetungswürdige oder anbetungspflichtige Wesen bezeichnet. Sie werden als Bilder, Statuen, Reliquien und Menschen verehrt. Aus christlicher Sicht sind Götzen Dämonen (Deut. 32,17). Die Bezeichnung von Gottheiten als "Götzen" bringt zum Ausdruck, dass ihnen eine göttliche Würde aberkannt wird. [1].

Die Bezeichnung "Götze" wählte Martin Luther zur Übersetzung des hebräischen „אֱלִיל“ („elil“) in der Bedeutung „nichts“, „nichtig“, so in 1 Chr 16,26 LU. Das mittelhochdeutsche Wort ist eine verkleinernde Form von Gott und bezeichnete ein Heiligenbild. Seit Luther hat "Götze" im Deutschen die Bedeutung falscher Gott.[2]

Inhaltsverzeichnis

Menschen als Götter

  • Zur Zeit Jesu galt der Römische Kaiser als "lebender Gott", seine Gemahlin als lebende Göttin.
  • Die mythisch-genealogischen Ahninnen und Ahnen des jew. regierenden Kaisers hießen Göttinnen und Götter.

Ihre Geschichte beginnt hier mit der Heiligen Hochzeit (zum Zwecke der Schöpfung) von Jupiter und Juno.

In der Bibel

  • Meidet den Götzendienst (1 Kor 10,14)

Frühe Geschichte

Jahwe berief Abraham den Monotheismus zu verteidigen. Im Buch der Josua lesen wir, dass seine Vorfahren Götter verehrten: „Jenseits des Stroms wohnten eure Väter von Urzeiten an Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nahors und dienten anderen Göttern“ (Jos 24,3).

Doch seine Nachkommen setzten sich für die Jahweverehrung ein. Sobefahl sein Enkel Jakob: „Entfernt die fremden Götter aus eurer Mitte, reinigt euch und wechselt eure Kleider!“ (Gen 35,1).

Mose befahl dem Volk: „Ihre Altäre sollt ihr vielmehr niederreißen, ihre Steinmale zerschlagen, ihre Kultpfähle umhauen“ (Ex 34,13) und „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben“ (Ex 20,3). Als Mose auf einem Berg war, machte sich das Volk ein goldenes Kalb (Ex 32).

Richter

Nach Josua wurde das Volk von Rechtsprechern und Militärministern (Richtern) sowie Ältesten regiert. Die Israeliten der ersten Generation „taten, was dem Herrn missfiel, und dienten den Baalen“ (Ri 2,13). Der Herr beauftragte den Richter Gideon (1192 – 1152 v. Chr.): „Nimm das Rind deines Vaters, den siebenjährigen fetten Farren, reiß den Altar des Baal nieder, der deinem Vater gehört, und den Kultpfahl daneben hau um!“ (Ri 6,25). Deshalb wurde er von Israel geehrt (Ri 8).

Makkabäer

Bei den Kämpfen des Königsgeschlechtes der Makkabäer wurde ein Fürst von Priestern mit dem Vorwand überlistet, sich mit der akkidischen Göttin Nanäa zu vermählen (2 Makk 1,13-15). Jonatan brannte den Tempel des philistischen Kriegsgotts Dagon nieder (1 Makk 10,84).

Neues Testament

Das Apostelkonzil zu Jerusalem verbieten Unzucht und Götzenopferfleisch (Apg 15). Paulus mildert die Regel ab und erlaubt Götzen das Opferfleisch. Allerdings sei es abzuraten, wenn es dem Gewissen des Nächsten schade (1. Kor 8).

Bibelwissenschaft

Manchmal verwendet die Bibel das Wort Elohim ("Götter"), womit enweder die Fülle Gottes gemeint ist (Gen 1,1)[3], Autoritäten (Ps 82,1) oder auch Götzen. Das Wort Eloah taucht da im Plural auf. Aber das Wort Jahwe steht im Singular, da es nicht nur die Bezeichnung, sondern auch der Name Gottes ist (Ex 15,3)[4].

Falsche Kritik am Katholizismus

Im Islam und Judentum wird verwechselten die Heiligste Dreifaltigkeit mit einem Tritheismus (= Dreigötterglaube).

Manche Protestanten verwechseln Heiligenverehrung und -bilder mit Götzenkult.

Hostienanbetung wird im "Christentum" teilweise als Götzendienst missverstanden. (z. B. Martin Luther: Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche)

Literatur

Päpstliche Schreiben

Franziskus

Siehe auch: Heiligste Dreifaltigkeit, Dualismus, Antitrinitarismus

Anmerkungen

  1. Marie-Theres Wacker: Art. "Götzendienst. I. Altes Testament" in : Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Aufl., Bd. 4, S. 960
  2. Kluge3: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 23. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin - New Yorl 1999, S. 332.
  3. http://www.namengottes.ch/de/elohim_gott-der-schpfer/44
  4. http://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/themenkapitel-at/der-name-gottes
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