Gargano

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Inhaltsverzeichnis

Geographisch

Der Monte Gargano liegt im apulischen Garganogebirge, im Nähe von Manfredonia (historisch: Siponte), und ist 796 m hoch.

Religiös

In einer Höhle auf dem Mont Sant’ Angelo im Garganogebirge soll der heilige Erzengel Michael erschienen sein.

Diese Erscheinungen des Erzengels sollen etwa zwischen den Jahren 490 und 493 stattgefunden haben. Die erste dieser Erscheinungen war an einem 8.Mai in welcher der Erzengel die Einrichtung eines Heiligtums wünschte.

Am 29. September 492 sprach der heilige Michael zu Bischof Laurentius: „Es ist nicht nötig, dass ihr die Kirche weiht, die ich gebaut habe, denn ich selbst habe sie geweiht.“ Bischof Laurentius und das Volk fanden im Innern der Höhle drei Altäre, eine Fußspur des heiligen Engels Michael, sowie eine Heilquelle.

Geschichtlich

Im Jahr 663 gewannen die langobardischen Truppen aus Siponte unter dem Patronat des heiligen Michael gegen die byzantische-neapolitanische Armee. Dies geschah wieder am 8. Mai

Die Faszination des Monte Gargano ist sehr groß, unzählige Menschen waren dort und pilgern dorthin, aus allen Schichten. Dieser besondere Berg ist auf für Deutschland und das deutsche Volk so bedeutsam, weil auch mehrere deutsche Kaiser auf dem Mont’ Sant Angelo gewesen sind:

• Otto I., der Große besuchte das Heiligtum zwischen 966-972, während seines Italienfeldzugs. Es war auch eine Dankesschuld für die im Jahre 955 auf dem Lechfeld unter dem Banner St. Michaels gewonnene Schlacht.

• Otto III. bestieg im Jahre 999 als 19-jähriger den Monte Gargano barfuß. Dies ist als Bußübung zu sehen, da er zugelassen hat, dass ein römischer Statthalter, dem er das Leben zusicherte, enthauptet wurde.

• heiliger Heinrich II., der einzige offiziell heiliggesprochene deutsche Kaiser. Er wurde im Jahre 1014 in Rom zum Kaiser gekrönt, (1002 Königskrönung) während seines dritten Italienzuges pilgerte er im Jahre 1022 zum Monte Gargano. Entweder nach seinem Sieg gegen die byzantinischen Truppen bei Troia (nähe Foggia) – als Dank. Oder vielleicht bereits am 8. Mai, also vor besagtem Sieg, während der Belagerung die ca. drei Monate dauerte? Bezüglich des Datums ist leider nichts bekannt.


Die Legende:

Heinrich sei nachts in der Michaelsgrotte geblieben und hätte eine Vision von Michael und vielen Engeln in einer himmlischen Liturgie gehabt. Der heilige Michael habe ihm das Evangeliar zum Kuß gereicht und den Kaiser an der Hüfte berührt. Seither war der Kaiser geheilt (Er hatte gehinkt.) Heinrich soll den Erzengel auch gebeten haben, er möge Deutschland unter seinen besonderen Schutz nehmen, worauf der Michael geantwortet haben soll: „ Solange es sich dessen würdig erweist.“


• Lothar der III. im Jahr 1137 zum Dank nach einem Sieg am 8. Mai, als er gegen normannische Eroberungstruppen das Kastell eroberte. Er hatte seltsamerweise aber keine Skrupel die wertvollen Votivgaben aus dem Heiligtum als Kriegsbeute mit zu nehmen.

• Friedrich II. überließ im Jahre 1216 seinem Vertrauten Hermann von Salza, dem Hochmeister des Deutschen Ordens das Kloster San Leonardo am Fuße des Monte Gargano zur Nutzung. Daraus wurde ein Pilgerhospiz, u. a. auch für die Kreuzfahrer. Friedrich II. soll hier oft gewesen sein, daher ist es gut möglich, dass auch er den Monte Gargano bestiegen hat.

An diesen Besuchen der deutschen Kaiser auf dem Monte Gargano wird die besondere Verbindung der deutschen Herrscher zu dem hl. Erzengel Michael deutlich. Die vielen Bergkapellen des hl. Michael im Alpenland dürften auch der Grund dafür sein, in Anlehnung an die Höhle auf dem Monte Gargano.

- Päpstliche Besucher auf dem Monte Gargano waren u.a.: Gelasius I., Agapitus I., Leo IX., Urban II., Innozenz II., Coelestin III., Urban VI., Gregor IX., Benedikt IX. Johannes Paul der II Diese Päpste haben hier den hl.Erzengel Michael ebenso verehrt wie auch viele Heilige: u. a. Bernhard von Clairvaux, Thomas von Aquin, Franz von Assisi und Katharina von Siena.

Der letzte Papst auf diesem Michaelsberg war Johannes Paul II., im Jahre 1987. Er besuchte diese Kultstätte am 24. Mai 1987, um die „diesem Heiligtum eigene Atmosphäre – Schweigen, Gebet, Buße – zu genießen“ und „um den Erzengel Michael zu verehren und ihn anzurufen, damit er die Kirche in einem Moment schütze und verteidige, in dem es schwierig ist, ein authentisches christliches Zeugnis ohne Kompromisse und Halbheiten zu geben.“ Sich in die Tradition der vorherigen Verehrer stellend, betonte er zugleich die Aktualität der Michaelsverehrung, da das Wirken Satans ungebrochen sei und dieser sich als „gerissener Betörer“ den Menschen nahe.

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