Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen

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Der Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen, begehen die Katholiken in Deutschland jährlich am 26. Dezember, dem liturgischen Festtag des heiligen Stephanus und zweiten Weihnachtstag. Der überdiözesane Gebetstag gedenkt an die Glaubensgeschwister auf der ganzen Welt, die Opfer von Ausgrenzung und Unterdrückung sind und ruft zur Solidarität mit ihnen auf. In mehr als 100 Ländern leiden Christen unter Verfolgung, Bedrängung oder Diskriminierung. Der Tag wurde von der Deutschen Bischofskonferenz bestimmt und wird seit dem Jahre 2012 begangen. Sie hat dafür Fürbitten, ein Plakat und einen Gebetszettel entwickelt, die in den Gemeinden verwendet werden können.[1]

Der Gebetstag ist Teil der 2003 gegründeten Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit“, mit der die deutschen Bischöfe in den Kirchengemeinden, aber auch in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit verstärkt auf die Diskriminierung und Drangsalierung von Christen in verschiedenen Teilen der Welt aufmerksam machen wollen. Dies geschieht durch ein jährlich herausgegebenes Informationsheft, Gespräche mit politisch Verantwortlichen in Deutschland, Besuche von Bischöfen aus bedrängten Ortskirchen, ein Fürbittenformular sowie die Bereitstellung von vierteljährlich wechselnden Gebetsmeinungen. Darüber hinaus hat die Deutsche Bischofskonferenz gemeinsam mit dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland 2013 erstmalig den „Ökumenischen Bericht zur Lage der Religionsfreiheit von Christen weltweit“ vorgelegt, der als wissenschaftliche Studie die Situation von Christen in unterschiedlichen Teilen der Welt beleuchtet.[2]

In der Evangelischen Kirche in Deutschland wird der jährliche Gebetstag seit dem Jahre 2010 am 2. Sonntag der Passionszeit, dem Sonntag "Reminiszere" begangen.[3]

Ein "Weltgebetstag für die verfolgten Christen" ist eine Initiative, die ursprünglich aus dem evangelikalen Raum kommt, mittlerweile aber in vielen christlichen Kirchen mitgetragen wird (der frühere vatikanische "Außenminister", Erzbischof Dominique Mamberti, hatte bereits im Dezember 2011 am Rande einer OSZE-Tagung in der litauischen Hauptstadt Vilnius angeregt, einen "Welttag gegen die Verfolgung und Diskriminierung von Christen" einzuführen).[4]

Anmerkungen

  1. 26. DEZEMBER: GEBETSTAG FÜR VERFOLGTE UND BEDRÄNGTE CHRISTEN bei der DBK; Deutsche Katholiken gedenken der verfolgten Christen weltweit Kath.net am 26. Dezember 2012
  2. Aufruf zur Solidarität mit Christen weltweit Pressemeldung der DBK am 15. Dezember 2014
  3. Verfolgte und bedrängte Christen bei der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in Deutschland
  4. Christenverfolgung: 'Wir dürfen nicht schweigen' Kath.net am 25. November 2014
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