Gottesgebärerin

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Mariendogmen

Der Titel Gottesgebärerin (gr. theotokos) wurde im 5. Jahrhundert auf dem Konzil von Ephesos durch die Kirche definiert und bezeichnet Maria von Nazareth. Anlass für die Konzilsdebatte über den Begriff war ein Streit mit dem Patriarchen Nestorius, der als Bischof von Konstantinopel eingesetzt war und Maria als Christusgebärerin, nicht aber als Gottesgebärerin bezeichnete. Nestorius wurde nach dem Konzil von Ephesus seines Amtes enthoben.

Die katholische Kirche verwendet heute im normalen Sprachgebrauch in Abgrenzung zu den protestantischen Glaubensgemeinschaften in der Regel den Begriff Gottesmutter.

Literatur

  • Alois Müller/Dorothea Sattler: Mariologie. In: Theodor Schneider (Hrsg.), Handbuch der Dogmatik, Band 2, Düsseldorf, Patmos 2000, 155-187