Hans-Reinhard Koch

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Weihbischof Hans-Reinhard Koch

Hans-Reinhard Koch (* 27. November 1929 in Leinefelde, Thüringen; † 25. April 2018 in Erfurt)[1] war Weihbischof im Bistum Erfurt.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Hans-Reinhard Koch wurde als als drittes Kind des Zahnarztes Adolf Koch und der Hausfrau Maria Koch im Eichsfeld geboren.[2] Er hatte zwei ältere und zwei jüngeren Geschwister. Von 1936 bis 1942 besuchte er die Volksschule in Leinefelde, danach bis 1947 die Aufbauschule in Heiligenstadt. 1947 wechselte er nach Duderstadt in die Oberstufe, wo er 1950 sein Abitur ablegte. Danach studierte er Philosophie und Theologie in Fulda, Erfurt und dem Kloster Neuzelle. Er empfing im Erfurter Mariendom durch Weihbischof Joseph Freusberg am 17. Juli 1955 die Priesterweihe. Seine erste Stelle als Kaplan trat er in Nordhausen an. 1959 wurde er zum Pfarrkurat der Pfarrei Sömmerda und Weimar mit Sitz in Kölleda ernannt und übernahm dabei die Aufgabe des Bezirksjugendseelsorgers des Bezirkes Sömmerda. 1965 wechselte er als Präfekt an das Priesterseminar Erfurt und wurde dort nur wenig später Subregens. 1968 begann er im Ordinariat Erfurt seinen Dienst als Ordinariatsrat und arbeitete in Erfurt als Personalreferent im Bischöflichen Amt Erfurt-Meiningen. Von 1968 bis 1996 war er Personalreferent für die Priester, Seelsorgehelferinnen, Theologiestudenten und Laienmitarbeiter. 1974 übernahm er zusätzliche Aufgaben im Bischöflichen Offizialat und von 1982 bis 2015 im Vorstand der Diözesancaritas. Ab 1983 wirkte er als Dompfarrer am Erfurter Dom St. Marien.

Weihbischof

Papst Johannes Paul II. ernannte Hans-Reinhard Koch am 15. Mai 1985 zum Weihbischof des Apostolischen Administrators in Erfurt und Meiningen und zum Titularbischof von Mediana. Die Bischofsweihe emfping er am 6. Juli 1985 durch den Hauptkonsekrator Bischof Joachim Wanke und den Nebenkonsekratoren Wolfgang Weider und Norbert Werbs. Sein bischöflicher Wahlspruch stammt aus dem Johannes-Evangelium: „Illum oportet crescere – Er (Christus) muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“ (Joh 3,30).[3] Mit der Erhebung des Bischöflichen Amtes zum Bistum Erfurt im Jahr 1994 wurde Koch der erste Weihbischof des neu gegründeten Bistums. Als Bischofsvikar versah er weiterhin die Sorge um die Priester, Diakone, Seelsorgehelferinnen und Katecheten im Bischöflichen Amt Erfurt-Meiningen. Er wurde er am 27. März 1995 erster Dompropst des Kathedralkapitels St. Marien, eine Aufgabe, die er bis zum 19. Januar 2000 versah. Bundespräsident Roman Herzog berief ihn am 26. Oktober 1995 zum Mitglied des Kuratoriums "Deutsche Altershilfe".

Am 27. November 2004 ging er altersbedingt in den Ruhestand. Er starb am 25. April 2018 im Erfurter Helios-Klinikum. Das Requiem fand 4. Mai im Erfurter Mariendom statt.

Auszeichnungen

  • 2009 Verleihung des „Silbernen Brottellers“, der höchsten Auszeichnung des Deutschen Caritasverbandes.
  • 2. November 2010 "Thüringer Verdienstorden", überreicht durch Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht unter anderem in Würdigung seiner stillen Hilfe für die katholischen Bausoldaten und jungen Männer der damaligen Nationalen Volksarmee der DDR.

Stimmen

„Seine Zuwendung zu einzelnen Personen und Familien, sei es in der seelsorglichen Begleitung, sei es in der konkreten Lebenshilfe in schwierigen Wegabschnitten. Weihbischof Koch verkörperte für mich (so Bischof Joachim Wanke) die gelungene Synthese von nüchterner Wahrnehmung der Fakten und dem Bemühen, das eigene Herz in die Beurteilung einer Situation mit einzubringen.“[4]

Weblinks

Anmerkungen

  1. Erfurts Altweihbischof Hans-Reinhard Koch gestorben Katholisch.de am 25. April 2018
  2. Abschied vom ersten Weihbischof: Hans-Reinhard Koch stirbt nach schwerem Sturz www.thueringer-allgemeine.de am 25. April 2018
  3. Erfurter Weihbischof Hans-Reinhard Koch verstorben Bistum Fulda am 27. April 2018
  4. Erfurter Weihbischof Hans-Reinhard Koch verstorben Bistum Fulda am 27. April 2018
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