Heinrich III. Groß von Trockau

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heinrich III. Groß von Trockau (* ca. 1435; † 30. März 1501 Bamberg) war von 1487 bis 1501 Fürstbischof des Hochstifts Bamberg.

Biografie

Heinrich geboren als Sohn des Rudolph Groß von Trockau auf Reizendorf. Die erhaltene Grabplatte gibt mit den beigegebenen Agnatenwappen Hinweise auf seine weitere Abstammung. Es befinden sich auf dieser Grabplatte die Wappen derer von Groß – von Redwitz, von Lichtenstein und von Künsberg.

Nach den genalogischen Tabellen von Biedermann zeugte sein Vater 10 Kinder, wovon Heinrich das dritte Kind war.

Heinrich der zum geistlichen Stand bestimmt war, wurde bereits 1451 - wohl etwa 14jährig - Domherr im Augsburg und erhielt am 14. März 1452 ein Kanonikat zu Bamberg. Er studierte in Heidelberg und erhielt die Diakonatsweihe am 20.4.1454. Bei einem Rom-Aufenthalt trat er 1480 der Heilig-Geist-Bruderschaft bei.

Am 1.2.1487 wurde Heinrich Groß von Trockau zu Bischof gewählt und musste vor dem Domkapitel einen Schock umfassenden Kapitulationseid - in welchem seine Rechte zugunsten des Domkapitels beschränkt wurden - ablegen. Seine Weihe zum Bischof von Bamberg erhielt er am 15.7.1487 durch Friedrich Graf von Zollern, Bischof von Augsburg

Zu Nürnberg bestätigte am 21.7.1487 Kaiser Friedrich III. dem Erwählter und Bestätigten des Hochstifts Bamberg die Regalien, Lehen, der Weltlichkeit und allen Rechten seines Stifts.

Heinrich gab dann auch um 1498 an Tilmann Riemenschneider den Auftrag ein Hochgrab für das heiliggesprochene Kaiserpaar zuschaffen. Das Produkt seines Auftrages konnte er, da er bereits am 30.3.1501 verstarb, nicht mehr erleben.

Sein Leichnam wurde auf dem Peterschor bestattet. Das bereits zu seinen Lebzeiten - durch Peter Vischer - gegossene Grabmal, wurde durch den Goldschmiedemeister Matthäus Streubel mit der Jahreszahl 1501 versehen.

Die Lage des Grabes beschreibt Jospeh Heller 1827 folgendermaßen: "Liegt vor dem Altare des Peters-Chores. Es stellt den Bischof stehend auf einem Löwen, welcher das Schild mit dem Landes- und Familienwappen hält, in vollem Ornate dar. An den Ecken sind die Wappen Groß von Trockau, Lichtenstein, Redwitz und Künsberg.

Bald nach dieser Lagebeschreibung wurde 1832 - Zuge der Stilrestaurierung - das vier Zenter schwere eherne Grabmal an die Südwand der Apsis des Peterchores versetzt.

Bei archäologischen Grabungen im Jahr 1935 wurde die Gruft völlig zusammengestürzt vorgefunden. Eine quadratische Platte hinter dem Kreuzaltar des Westchores kennzeichnet Heinrichs letzte Ruhestätte

Siehe auch

Weblink

Vorgänger
Philipp von Henneberg
† Bischof von Bamberg
1487-1501
Nachfolger
Veit I. Truchseß von Pommersfelden
Meine Werkzeuge