Helmut Krätzl

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Helmut Krätzl

Helmut Krätzl (* 23. Oktober 1931 in Wien) ist emeritierter Weihbischof der Erzdiözese Wien.

Biografie

Krätzl wurde am 23. Oktober 1931 in Wien geboren. Nach der Matura studiert er in Wien Theologie und wurde am 29. Juni 1954 in Wien von Kardinal Theodor Innitzer zum Priester geweiht. Anschließend wurde er Kaplan in Baden bei Wien. 1956 wurde Krätzl Zeremoniär von Erzbischof und späteren Kardinals Franz König. 1959 promovierte Krätzl an der Universität Wien zum Doktor der Theologie. 1964 absolvierte er an Gregoriana ein Doktorat in Kirchenrecht und wurde anschließend bis 1969 Pfarrer in Laa an der Thaya. Am 1. September 1969 wurde Krätzl von Kardinal König zum Ordinariatskanzler der Erzdiözese Wien bestellt. Bis 1980 übte er dieses Amt aus.

Am 30. September 1977 wird Krätzl von Papst Paul VI. zum Titularbischof von Heraclea Pontica und Weihbischof für die Erzdiözese Wien ernannt. Die Bischofsweihe erfolgt am 20. November gemeinsam mit Weihbischof Florian Kuntner. Sein Bischofsspruch lautete: "In der Kraft Gottes". Im Zeitraum 1981 bis 1985 war der neue Weihbischof Generalvikar der Erzdiözese Wien. Nach dem Rücktritt von Kardinal König war Krätzl bis zum Amtsantritt von Erzbischof Hans Hermann Groer am 14. September 1986 Diözesanadministrator der Erzdiözese Wien. Groer ernannte 1987 Krätzl zum Bischofsvikar für die Bereiche Erwachsenenbildung und Priesterfortbildung. Auch unter Kardinal Christoph Schönborn hat er diese Funktion ausgeübt. Seit 2004 ist Krätzl Bischofsvikar für die ökumenischen Fragen. In der österreichischen Bischofskonferenz war der Weihbischof für schulische Angelegenheiten, für die Erwachsenenbildung, das Katholische Bibelwerk und das Seminar für Kirchliche Berufe zuständig. Im März 2008 wurde Krätzl emeritiert. Ihm folgtr Stephan Turnovszky als Weihbischof nach.

Krätzl verteidigte im Dezember 2005 und im November 2008 die umstrittene Mariatroster Erklärung der österreichischen Bischöfe, die die Enzyklika Humanae vitae Papst Paul VI. relativieren sollte.

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