Hildegard-Medizin

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(Hildegardsche Küchengifte)
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* '''Öl:''' generell muss man nicht fettängstlich sein! Sonnenblumenöl beschreibt Hildegard nicht, Dr. Hertzka machte jedoch nie schlechte Erfahrungen damit. Walnuss-Öl ist gut, macht fett und fröhlich, aber es nimmt der Schleim zu, macht aber eine Kranke Brust dämpfig. Kürbiskernöl - Hildegard beschreibt den Kürbis als gut; das Öl wird man wohl auch zu Salaten empfehlen können. Olivenöl (Baumöl) ist sehr gut äußerlich - zu essen taugt es nicht viel, weil es Brechreiz verursache und andere Speisen schwerer mache. Lein(-samen)-Öl taugt nicht viel zum Essen. Diestelöl kann aus Hertzkas Erfahrung das Herz angreifen.
 
* '''Öl:''' generell muss man nicht fettängstlich sein! Sonnenblumenöl beschreibt Hildegard nicht, Dr. Hertzka machte jedoch nie schlechte Erfahrungen damit. Walnuss-Öl ist gut, macht fett und fröhlich, aber es nimmt der Schleim zu, macht aber eine Kranke Brust dämpfig. Kürbiskernöl - Hildegard beschreibt den Kürbis als gut; das Öl wird man wohl auch zu Salaten empfehlen können. Olivenöl (Baumöl) ist sehr gut äußerlich - zu essen taugt es nicht viel, weil es Brechreiz verursache und andere Speisen schwerer mache. Lein(-samen)-Öl taugt nicht viel zum Essen. Diestelöl kann aus Hertzkas Erfahrung das Herz angreifen.
 
* Dr. Hertzka schreibt bei der Beschreibung des ''Dinkel''s: "'''Alltagskost''' darf einfach sein. ... Wir denken zu sehr an Abwechslung, das Zick-Zack im Speisezettel. Wir vergessen dabei, woher dieses Zick-Zack stammt. Wenn ich etwas suche und keine Ahnung habe, wo es sein könnte, werde ich an möglichst vielen Plätzen suchen. Wer das vollkommene Nahrungsmittel nicht kennt, muss abwechseln, um die Wahrscheinlichkeit zu vergrößern, das Richtige zu treffen und um allfällige Schäden und Gifte durch Gegengifte wieder aufzuwiegen und auszugleichen. Wir sollen aber bedenken, welch großer Wert in der Gewöhnung liegt, wenn das, woran wir uns gewöhnen, etwas Gutes ist.<ref> [[Gottfried Hertzka]] und [[Wighard Strehlow]]: ''Die Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin - Ratschläge und Erkenntnisse der hl. Hildegard von Bingen über die Heilkraft unserer Nahrungsmittel.'', Hermann Bauer Verlag 1988, S. 64.</ref>
 
* Dr. Hertzka schreibt bei der Beschreibung des ''Dinkel''s: "'''Alltagskost''' darf einfach sein. ... Wir denken zu sehr an Abwechslung, das Zick-Zack im Speisezettel. Wir vergessen dabei, woher dieses Zick-Zack stammt. Wenn ich etwas suche und keine Ahnung habe, wo es sein könnte, werde ich an möglichst vielen Plätzen suchen. Wer das vollkommene Nahrungsmittel nicht kennt, muss abwechseln, um die Wahrscheinlichkeit zu vergrößern, das Richtige zu treffen und um allfällige Schäden und Gifte durch Gegengifte wieder aufzuwiegen und auszugleichen. Wir sollen aber bedenken, welch großer Wert in der Gewöhnung liegt, wenn das, woran wir uns gewöhnen, etwas Gutes ist.<ref> [[Gottfried Hertzka]] und [[Wighard Strehlow]]: ''Die Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin - Ratschläge und Erkenntnisse der hl. Hildegard von Bingen über die Heilkraft unserer Nahrungsmittel.'', Hermann Bauer Verlag 1988, S. 64.</ref>
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* '''Rohkost''' ist bei Hildegard (meist) unerwünscht und milzschädigend. Denn eine Kochung (Pepsis) wird als Reifungsvorgang beschrieben, der die Verdauungsarbeit erst richtig vorbereitet. Das Kochen nimmt dem Magen Arbeit ab. Es geschieht nicht nur eine Aufschließung, sondern auch eine Entgiftung.<ref> [[Gottfried Hertzka]] und [[Wighard Strehlow]]: ''Die Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin - Ratschläge und Erkenntnisse der hl. Hildegard von Bingen über die Heilkraft unserer Nahrungsmittel.'', Hermann Bauer Verlag 1988, S. 105, 120.</ref>
  
 
== Gut zu wissen, jedoch stets zu beachten ==
 
== Gut zu wissen, jedoch stets zu beachten ==

Version vom 4. August 2020, 21:39 Uhr

Visionärin und Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen mit ihrem Sekretär Volmar (Liber Scivias)

Die Hildegard-Medizin oder Hildegard-Heilkunde ist ein ganzheitliches Naturheilverfahren, das Gott in visionärer Schau der heiligen Hildegard von Bingen eingegeben hat. Sie basiert vor allem auf Hildegards Werken Causae et curae (lat.; dt.: Von den Ursachen und der Behandlung von Krankheiten) und der Physica (lat.; in deutscher Sprache unter dem Titel: Heilkraft der Natur bekannt). Voraussetzung der Medizin sind Hildegards theologische Werke: Scivias, Liber vitae meritorum und Liber divinorum operum), die im Einklang mit der Lehre der Katholischen Kirche stehen.

Hildegard gibt in ihren medizinischen Schriften mit Präzision, Knappheit und Selbstverständlichkeit die Begründungen der Krankheiten und ihrer Heilmittel an.[1]

Inhaltsverzeichnis

Die medizinischen Schriften der heiligen Hildegard

Das medizinische und naturheilkundliche Wissen der Äbtissin war zunächst in einem Buch zusammengefasst, das später aufgeteilt (das medizinisches "liber compositae medicina" und das naturheilkundliche "liber simplicis medicinae") und unter den Titeln verbreitet wurden: Causae et curae, übersetzt Ursachen und Heilungen, ein Buch über die Entstehung und Behandlung von verschiedenen Krankheiten sowie Liber subtilitatum diversarum naturarum creaturarum (Physica), was übersetzt heißt, Buch der verschiedenen Wesensfeinheiten der Geschöpfe. Hildegard erkennt hier wie in den theologischen Büchern durch eine besondere Begabung der "inneren Schau". Diese naturkundlichen Werke zählen u. a. zu den Standardwerken der Naturheilkunde.

Bei sicher anzunehmender Kenntnis der zeitgenössischen und antiken Medizin schafft sie ein völlig eigenständiges medizinisches Werk, da sie "aus den tradierten Indikationen nur einige wenige, allerdings sinnvolle Anwendungsbereiche herausgreift und sich bei zahlreichen Pflanzennbeschreibungen keine Entsprechungen im mittelalterlichen oder antiken Schrifttum angeben lassen." (Irmgard Müller, Medizinhistorikerin).[2]

Hildegard konnte aufgrund ihrer visionären Schau die Naturgesetze in ihrem makro- und mikrokosmischen Zusammenspiel beobachten und den Kreislauf der Säfte sowie den Stoffwechsel im Menschen sehen. Daher konnte sie nicht nur die Einwirkung der Heilpflanzen, Bäume, Tiere, Vögel und Edelsteine auf den menschlichen Organismus erkennen, sondern auch den Heilwert, der in den Geschöpfen verborgen liegt und den sie Subtilität nannte. Diese Möglichkeiten - schreibt Hildegard - sind dem normalen Menschen verschlossen, wenn sie ihm nicht von Gott geoffenbart werden.[3]

Der Pionier der Hildegrad-Medizin

Dr. med. Gottfried Hertzka entdeckte 1945 die Hildegard-Heilkunde und wandte als erster die medizinischen Schriften der Hildegard in die Tat um. Er setzte Teile der Schulmedizin nur noch dort ein, wo es ihm unumgänglich erschien. Nach einigen Jahren als Landarzt in Bayern war er seit 1947 als Allgemeinarzt in Konstanz niedergelassen, weil er hier im süddeutschen "Dinkel-Land" die besten Möglichkeiten sah, die Hildegard-Heilkunde zu verwirklichen. Zusammen mit dem Apotheker Dr. Max Breindl[4] entwickelte er ab 1960 entsprechende Rezepturen. Er prägte den Begriff Hildegard-Heilkunde oder auch Hildegard-Medizin. Ende der 50er Jahre wurden die ersten Kontakte zur Firma JURA[5] in Konstanz geknüpft. Hertzka warb in der Öffentlichkeit seit 1970 mit seinem Werke "So heilt Gott" für die praktische Anwendung der heilkundlichen Ratschläge Hildegards, welche die erste Anleitungsfibel für die Hildegard-Medizin wurde. Die Heilerfolge mit den Hildegardmitteln blieben nicht aus. Er betraute 1984 die Firma JURA mit der Herstellung seiner Hildegard-Arzneien, die damit allen interessierten Apotheken zugänglich wurden.[6] Dr. Hertzka engagierte sich mit großem Elan für die Verbreitung der Hildegard-Medizin. Hier sah er die große Chance, Medizin und Theologie (wieder) zu vereinen. Gegen viele Widerstände hat er sich für die Heilkunde, die Heilmittel und die Patienten eingesetzt. Je stärker die Angriffe auf die Hildegard- Heilmethoden wurden, desto größer waren die Erfolge bei Patienten.

Hertzkas Werk und die Forschung über die Hildegard von Bingen, setzt Dr. rer. nat. Wighard Strehlow im Hildegard Zentrum in Allensbach am Bodensee (siehe unten) fort. Dr. Gottfried Hertzka und Dr. Wighard Strehlow beschreiben im den Buch die Große Hildegard-Apotheke ungefähr 500 machbare Heilmittel, welche teils durch Bezug einiger Hildegard-Heimittelkomponenten selbst herstellbar oder als Ganzes erwerbbar sind. Außerdem werden in diesem Apothekenhandbuch die mittelalterlichen Beschreibungen von Krankheiten in zeitgenössische Krankheitsbilder übertragen (siehe Literatur).

Die ganzheitliche Heilkunde der Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen schrieb eine ganzheitliche Heilkunde, die sich einerseits in die sogenannten alternativen Heilverfahren einreiht, andererseits aber weit darüber hinaus geht. Sie ist vergleichbar den traditionellen Heilweisen anderer Kulturen, die in der Behandlung von körperlichen Krankheitssymptomen auch den spirituell-religiösen, den kosmischen, den seelischen und sozialen Aspekt sehen.

Für Hildegard als christliche Mystikerin steht immer der ganze Mensch im Mittelpunkt, der heil werden und sein Heil finden soll. Es geht bei ihr nie allein um die Behebung von äußerlichen Beschwerden sondern immer auch um Erforschung und Behebung von inneren Konflikten, weil sich die Seele immer im Leib ausdrückt. Sie beschreibt, auf welche Weise sich Negativ-Gefühle oder -Gedanken in den verschiedenen Organen auswirken. Dabei können sowohl die Heilkräfte aus der Natur helfen, als auch eine Besinnung auf sich selbst und das Anrufen der Hilfe Gottes. "Gott will dich. Doch du verschließest dich vor ihm. Wenn du willens bist, zu ihm zu eilen, wird er dir helfen."

Die Hildegard-Heilkunde baut auf der Lebenseinstellung auf und schließt die ganze Lebensführung wie Ernährung, richtiges Maß (Discretio) in allen Lebensbereichen und die Freude als die gesundmachendste Kraft mit ein. "Der Mensch baue seinen Leib als ein wohnliches Haus, damit die Seele gern darin wohnt." Der Mensch kann selbstverantwortlich Gesundheit und Wohlbefinden fördern. Nach der mystischen Erkenntnis der heiligen Hildegard ist der christliche Glaube eine therapeutische Religion gegen die Angst.[7]

Tabellarischer Überblick zur Heilung des Einzelmenschen

Wertung Zustand der Leibessäfte Ausdünstender
leiblicher -
Geruch
materielles
Universalheilmittel
Leibliche
natürliche Folge
Wille Zustand der Seele Ausstrahlender seelischer -
Geruch
geistliches Universal- heilmittel seelische
übernatürliche Folge
👍
Positiv
gute
Freude
Duft (wie
Weihrauch)
Tägl. Brot +
Wein - (getragenes Leid)
Gesundheit 😍
Gedeihen
Gottes
Freude
Heiligmachende Gnade - GdH
Tugend
Vergebung
Liebe
Tägl. BROT + Gebet - aufgeopfertes Leid
Gottnähe
Ewiges Leben
😇
Negativ
👎
schlechte (üble)
Traurigkeit
Gestank (wie Schwefel)
II Zimt - Muskat-Kekse - Zimtwein II
Krankheit 🤒
(Schwarzgalle)
Tod
des Teufels -
Eigenwille
Traurigkeit
Todsünde bis Verstocktheit
Laster
Unversöhnlichkeit
Hass
II Reue - Taufe -
Beichte
II
Gottferne
Ewiger Tod
☠️
Gebet: Komm herab, o Heil'ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt. Vater aller Armen Du, Aller Herzen Licht und Ruh, Komm mit Deiner Gaben Zahl ! Tröster in Verlassenheit, Labsal voll der Lieblichkeit, Komm, Du süßer Seelenfreund! In Ermüdung schenke Ruh, In der Glut hauch Kühlung zu, tröste den, der Tränen weint. O Du Licht der Seligkeit, mach Dir unser Herz bereit, dring in unsre Seelen ein! Ohne Dein lebendig Wehn, kann im Menschen nichts bestehn. Wasche, was beflecket ist; heile, was verwundet ist; tränke, was da dürre steht; beuge, was verhärtet ist; wärme, was erkaltet ist; lenke, was den Weg verfehlt ! Heil'ger Geist, wir bitten Dich: Gib den gläubig Schauenden, Den auf dich vertrauenden, Deiner sieben Gaben Kraft ! Gib den Lohn der Tugend ganz, Gib' des Heiles vollen Glanz, und dereinst die Seligkeit. Amen. Halleluja (Pfingstsequenz).

Säfte- und Vier-Elementen-Lehre

Im Mittelpunkt des Lehrbuches Causae et curae steht die Lehre von guten oder üblen Säften[8], der Umgang mit den krankmachenden Körpersäften, wie sie bei einer schlechten Ernährung („mali humores“), durch Krankheiten („infirmi humores“) und Umweltgifte („noxi humores)“ entstehen. Dabei bildet sich die Schwarzgalle, welche die schicksalsschwere Ursache aller Leiden und bei der Entstehung von fast allen Krankheiten beteiligt ist.[9]

Hildegard beschreibt die Krankheitsentstehung entsprechend der antiken Vorstellung der Säftedyskrasie mit folgenden Worten:

"Wenn die vorgenannten Säfte im Menschen die richtige Ordnung und das rechte Maß bewahren […], so befindet er sich in Ruhe und in körperlicher Gesundheit. Haben sie sich aber in Gegensatz zueinander gestellt, dann machen sie ihn […] hinfällig und krank." (Causae et curae).[10]

Den vier konstitutionsbedingenden Säften, die bei Hildegard allerdings andere Namen tragen als in der von der Antike bis in die Neuzeit gängigen Humoralpathologie, entsprechen die vier Elemente, mit denen der Mensch untrennbar verbunden ist:

[…] liefern die Elemente, wie sie die ganze Welt zusammenhalten, ebenso auch den Zusammenhang für den menschlichen Körper. Ihre Ausbreitung und ihre Pflichten verteilen sie im Menschen so, dass er von ihnen immerfort im Gang erhalten wird, ebenso wie die Elemente auch durch die ganze übrige Welt ausgebreitet sind und wirken. Feuer, Luft, Wasser und Erde sind im Menschen, und aus diesen besteht er." (Causae et curae)[11]

Säulen der Hildegard-Heilkunde

Lebensregeln oder fünf Säulen sind für eine gesunde Lebensführung notwendig um Krankheiten vorzubeugen oder sie zu heilen.

  • Nahrungsmittel und Arzneimittel: Hildegard nennt beide zusammen einfach Heilmittel (zum Leben führend: Lebens-mittel). Diese sind in der Natur der Schöpfung zu finden, z.B. Pflanzen (Getreide, Kräuter und Gewürze), Fische, Tiere (z.B. das Fleisch), Edelsteine vor allem jene Naturalien, die sie im Buch Physica als anwendbar beschreibt. Hippokrates von Kos[12] lehrt: "Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein." Nahrungsmittel sollten maßvoll und ausgewogen eingenommen werden. Hildegard unterscheidet zwischen Kost Gesunder Menschen und Kost Kranker, je nach ihrem Krankheitsproblem. In schlechten Ernährungsgewohnheiten und ungesunder Ernährung[13] sah Hildegard Ursachen für Erkrankungen (ironischerweise heißen diese dann „Zivilisationskrankheiten“). Wohlbefinden stellt sich ein , wenn man in Harmonie mit der Natur und dem Universum lebt.
  • Ruhe und Bewegung (Aktivität): Man bringe Bewegung und Ruhe, Gebet und Meditation (z. B. des Rosenkranzes) in ein gesundes Gleichgewicht. Die bekannte Regel der Benediktinermönche „ora et labora“ – „bete und arbeite“ findet hier einen tieferen Sinn. Ein Spaziergang ist ein gutes Herz-Kreislauf-Training in jedem Alter. Jeden Tag befinde man sich mindestens eine halbe Stunde an frischer Luft. Man baut dadurch den Stress ab, stimuliert dabei die Psyche, verbessern Herz- und Lungenleistung, regt den Stoffwechsel an und erhöht so die Leistungsfähigkeit. Richtig ist der Satz: „In der Ruhe liegt die Kraft“.
  • Wachen und Schlafen: Zur gesundheitserhaltenden Regeneration des Organismus gehört für Hildegard von Bingen die Einhaltung gewisser Regeln und Rhythmen im Bezug zum Wachen und Schlafen. Hildegard ist der Ansicht, dass der Mensch sich diese Regeln selbst geben sollte.
  • Ausleitung: Ausleitungsverfahren wie der hildegardische (!) Aderlass, Schröpfen und auch Moxibution waren für Hildegard bekannte Methoden der Reinigung des Organismus von krankmachenden Einflüssen und zur Entfernung von Gift- und Schlackenstoffen aus Blut, Lymphe und Bindegewebe. Die größte Gefahr liegt hier in der Selbstvergiftung durch übermäßiges Essen, falsche Kost, Schadstoffe und hildegardische Küchengifte (siehe unten). Auch Kummer, Sorgen und Stress können gesundheitszerstörend wirken und die Autoaggression fördern. Die Fastenkur nach Hildegard beseitigt Stoffwechselstörungen und ist ein Universalmittel bei seelischen Belastungen und Problemen. Eine Frühlingswermutkur leitet über die Niere aus. Durch Saunabäder reinigt man den Körper über die Haut.
  • Stärkung seelischer Abwehrkräfte: Für Gesundheit und Wohlbefinden sind nach Hildegard eine ständige Selbstreflexion und Arbeit an sich selbst wichtig für Gesundheit auf allen Ebenen. Dazu gehört auch die Bewusstmachung der eigenen Stärken wie Schwächen sowie der Zusammenhänge zwischen Gefühlen, Gedanken und körperlichem Empfinden. Hildegards Vorgehen zur Stärkung der seelischen Kräfte war ein so simples wie effektives: Negatives reinigen, Positives stärken. Zur seelischen Reinigung empfahl Hildegard von Bingen, die Laster aus den von ihr benannten 35 Tugend-Laster-Paaren (Liber vitae meritorum) nach und nach abzubauen und stattdessen die entsprechenden Tugenden zu fördern. Liebe und Hoffnung zum Beispiel hatten ihrer Ansicht nach heilende Kräfte. Musik, Gebet und Meditation sollten zur Harmonisierung und zur Förderung der Tugenden hilfreich sein.[14]

Zusammenfassend könnte man den alten Sinnspruch zitieren: "Halte die Ordnung [Gottes ein] und die Ordnung wird dich halten" ("Serva ordinem et ordo servabit te").[15]

Welche Früchte Hildegard besonders lobt

Die Hildegard-Küche

Die streng "jüdische-koschere Küche" beruht auf dem Gegensatz von Reinem und Unreinem, was bedeutet als Gutes (Erlaubtes) und Schlechtes (Unerlaubtem). [16] Gott wird im Neuen Testament genauer. Der heilige Paulus sagt in 1 Kor 6,12 EU: "Euch ist alles (zu essen) erlaubt. Jedoch nicht alles ist von Nutzen!" Das Maß des Nutzens und Schadens im Einzelnen, findet sich nun in den offenbarenden Schriften der Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen, gleichsam in einer "christlich koscheren Küche". Hier gibt es keine grundsätzlich und einfachen Schwarz-weiß-Gegensätze mehr, auch wenn sie von Gutem (Empfehlenswertem) uns Schlechtem (Abzuratendem) spricht. Auch wenn es von Vorteil ist, sehr wenig Fleisch zu essen, ist die Hildegard-Küche nicht grundsätzlich vegetarisch.[17]

  • Hildegardsche Küchengifte sind vor allem: Lauch (Poree - verkehrt Blut und Säfte ins Gegenteil), Pflaume (Zwetschge; lässt Krankheiten hervorsprudeln; bezeichnet den Zorn), Erdbeeren (bereitet Schleim, gehörnervschädigend), Pfirsiche (Säfte im Blut werden preisgegeben und es entsteht Schleim im Magen; bezeichnet den Neid). Außerdem: Aal, Blaubeeren (=Heidelbeeren), Enten und Gänse, Gartenkresse (nicht Brunnenkresse), Gurken, Ingwer, Linsen, Pfirsiche, Rhabarber, Schweinefleisch, Zichorie.[18]
  • Öl: generell muss man nicht fettängstlich sein! Sonnenblumenöl beschreibt Hildegard nicht, Dr. Hertzka machte jedoch nie schlechte Erfahrungen damit. Walnuss-Öl ist gut, macht fett und fröhlich, aber es nimmt der Schleim zu, macht aber eine Kranke Brust dämpfig. Kürbiskernöl - Hildegard beschreibt den Kürbis als gut; das Öl wird man wohl auch zu Salaten empfehlen können. Olivenöl (Baumöl) ist sehr gut äußerlich - zu essen taugt es nicht viel, weil es Brechreiz verursache und andere Speisen schwerer mache. Lein(-samen)-Öl taugt nicht viel zum Essen. Diestelöl kann aus Hertzkas Erfahrung das Herz angreifen.
  • Dr. Hertzka schreibt bei der Beschreibung des Dinkels: "Alltagskost darf einfach sein. ... Wir denken zu sehr an Abwechslung, das Zick-Zack im Speisezettel. Wir vergessen dabei, woher dieses Zick-Zack stammt. Wenn ich etwas suche und keine Ahnung habe, wo es sein könnte, werde ich an möglichst vielen Plätzen suchen. Wer das vollkommene Nahrungsmittel nicht kennt, muss abwechseln, um die Wahrscheinlichkeit zu vergrößern, das Richtige zu treffen und um allfällige Schäden und Gifte durch Gegengifte wieder aufzuwiegen und auszugleichen. Wir sollen aber bedenken, welch großer Wert in der Gewöhnung liegt, wenn das, woran wir uns gewöhnen, etwas Gutes ist.[19]
  • Rohkost ist bei Hildegard (meist) unerwünscht und milzschädigend. Denn eine Kochung (Pepsis) wird als Reifungsvorgang beschrieben, der die Verdauungsarbeit erst richtig vorbereitet. Das Kochen nimmt dem Magen Arbeit ab. Es geschieht nicht nur eine Aufschließung, sondern auch eine Entgiftung.[20]

Gut zu wissen, jedoch stets zu beachten

  • Pflanzenteile z.B. Kamille können gegessen werden, sofern sie einige Minuten gekocht sind. Wenn sie jedoch als Tee zehn Minuten im Wasser ziehen, sind sie zu kompostieren, da sie ansonsten für die Leber sehr belastende Stoffe entwickeln.
  • Dieselben Tees und nicht zu lange zu trinken, außer Fenchel oder Melissentee.
  • Duftende Pflanzen und Früchte sind heilkräftiger als weniger Duftende. Schlechter Boden und Kunstdünger verschlechtern den Duft.
  • Antibiotika ("gegen das Leben") zerstört Leben, auch Organismen in der Darmflora, welche eigentlich nützlich sind. Aus Gottes Naturapotheke ersetzen Schafgarbe und Kamille (im gleichen Gewicht ) das "Kunstprodukt".
  • Universalheilmittel in der Hildegard-Medizin bedeutet nicht, dass das Mittel gegen jede leibliche Krankheit sei, sondern, dass es zur allgemeinen Gesundheit sehr gut beiträgt.
  • Um ein Heilmittel nach der Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen einzunehmen, ist es notwendig, ihre anderen Ratschläge ebenfalls zu beachten, seien es die fünf "Säulen der Hildegard-Heilkunde" oder die fünf Gebote der Kirche. Andernfalls ist die Wirkung, auf Langzeit gesehen, nicht förderlich.
  • Wenn in Wein Pflanzen gekocht werden, sind die Präparate nur als Kur zu verwenden. Das Kochen erfolge mit eingeschalteter Abzugshaube, ansonsten entfaltet der entweichende Alkohol, nicht nur in der Luft der Küche, unangenehme Wirkungen. Gekochter Wein ist im Blut nicht mehr messbar, enthält jedoch noch soviel Alkohol, sodass das Heilmittel die Barriere der "Blut-Hirn-Schranke" überwindet.

Bei richtiger Anwendung ist die Hildegard-Heilkunde eine natürliche Hilfe zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten. Zur Diagnose befrage man den Hausarzt oder Hildegard-Heilpraktiker. Da diese Behandlungsmethoden teilweise von der allgemein anerkannten medizinischen Wissenschaft abweichen, ist jeder Anwender aufgefordert, in eigener Verantwortung zu entscheiden, ob und inwieweit die hier vorgestellten Naturheilmittel für ihn eine Alternative zur Schulmedizin darstellen.[21]

Internationale Gesellschaft Hildegard von Bingen

Die Internationale Gesellschaft Hildegard von Bingen wurde 1980 in Engelberg/Schweiz gegründet und versteht sich als Vereinigung von Hildegard-Freunden, seien es Einzelmitglieder oder Gruppen. Ihr Sekretariat hat den Sitz in Basel in der Schweiz. Sie zählt Mitglieder aus verschiedenen Ländern: aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Tschechien, Polen, Ungarn, Belgien, Finnland, größtenteils aber aus der Schweiz. Es bestehen Kontakte nach Amerika und Südafrika.

Die Generalversammlung findet (um 2019) alle zwei Jahre statt, auf der von kompetenten Referenten die Botschaften Hildegards in die heutige Zeit übersetzt werden. Es ist eine Gelegenheit für interessante Begegnungen und Austausch unter Hildegard-Freunden. Präsident ist seit September 2009 Herr Dr. med. Michael Ptok, Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren aus Bielefeld. Ehrenpräsidentin ist nach zehnjähriger Präsidentschaft Frau Hildegard Strickerschmidt, Diplom-Heilpädagogin aus Bingen.

Einzelne Ortsgruppen und Bildungseinrichtungen bieten Veranstaltungen zum Themenkreis Hildegard von Bingen an. Die Internationale Gesellschaft Hildegard von Bingen unterstützt diese Aktivitäten in vielfältiger Weise, insbesondere indem sie als zentrale Informationsstelle fungiert. Die Verantwortung für Inhalt und Durchführung liegt jedoch bei den jeweiligen Veranstaltern.[22]

Hildegard-Zeitschrift

Die "Hildegard-Zeitschrift" ist ein vierteljährlich erscheinendes Kontaktorgan der "Hildegard-Gesellschaft" mit einem breit gefächerten Themenangebot zu spirituellen, lebenskundlichen und medizinischen Themen. Auch berichten medizinisch tätige und Hildegard-Freunde über ihre Erfahrungen mit der Hildegard-Heilkunde. Sie bietet Veranstaltungshinweise, Kontaktadressen und andere aktuelle Mitteilungen. Die Zeitung und Gesellschaft ist bestrebt, Hildegard von Bingen nicht auf eine kräuterheilkundige Nonne verkürzt darzustellen.[23]

Förderkreis Hildegard von Bingen e. V.

Der Förderkreis wurde 1987 Dr. med. Gottfried Hertzka gegründet, mit dem Ziel, das Gesamtwerk der Hl. Hildegard, insbesondere ihre Heilkunde intensiv zu erforschen, anzuwenden und zum Wohl der Volksgesundheit zu verbreiten. Dazu gehört auch die Gründung der Internationalen Hildegard von Bingen Stiftung mit seiner Akademie zur Lehre und dem Institut zur Forschung – einer Initiative für eine bewusste Ernährung, einem sinnvollen Lebensstil und körperlicher Gesundheit. Viermal im Jahr erhalten Mitglieder einen "St. Hildegard Brief" mit den aller wichtigsten Informationen über den neuesten Stand der Hildegard Heilkunde, Rezepte des Monats mit den Heilerfolgen, Rezepte aus der Hildegard Küche, Termine für Kongresse und Seminare, zur Ausbildung als Gesundheitsberater, Heilpraktiker oder für Hildegard Ärzte. Im Zuge der Mitgliedschaft erhält man alle zwei Jahre einen ermäßigten Eintritt zum Internationalen Hildegard Kongress mit seinen Workshops. Die Mitglieds-Beiträge ermöglichen dem Förderkreis, Gesundheitsprojekte zu fördern, wie z. B. die Dinkelforschung oder das Bertram Projekt gegen Malaria und AIDS in Sambia.[24]

Das Hildegard-Zentrum in Allensbach am Bodensee

Ein Kurhaus im deutschen Allensbach am Bodensee, gegenüber der Benediktiner Abtei Reichenau, wendet die Naturheilverfahren der heiligen Hildegard kurmäßig an. Das Zentrum wird geleitet von Dr. Wighard Strehlow, Diplomchemiker, Heilpraktiker und Hildegard-Forscher. Unter einem Dach sind hier eine Hildegard-Praxis, eine Sauna-und Bäderabteilung und die Bibliothek für Hildegard-Freunde vereint. Jedes Jahr bietet das Kurhaus verschiedene Gesundheitswochen an. In jeder dieser Wochen lernen die Teilnehmer die von Hildegard beschriebenen Krankheitsursachen und den vielfältigen Arzneimittelschatz kennen. Sie erfahren vieles über seelische Heilkräfte und deren Risikofaktoren. Dabei wird die Küche auf die jeweilige Gesundheitswoche abgestimmt. Die Wochen sind für kranke und gesunde Menschen bestimmt.[25]

Online-Hildegard-Universität

Die erste Online Hildegard Universität wurde am am 6. Oktober 2016 gegründet, mit dem Ziel, die für heute aktuellen Aspekte der universalen Hildegard Lehre für alle Menschen weltweit zugänglich zu machen (www.hildegard-universitaet.de)[26]

Internationaler Hildegard-von-Bingen-Kongress in Konstanz

Der Hildegard-von-Bingen-Kongress ist ein internationaler Kongress in Konstanz mit dem Ziel, das Gesamtwerk der Heiligen Hildegard, insbesondere ihre Heilkunde intensiv anzuwenden. Es werden zahlreiche Workshops angeboten. Veranstalter ist der Förderkreis Hildegard von Bingen und die Internationale Hildegard von Bingen Stiftung.[27]

  • I. 2000[28]
  • II. 2002
  • III. 2004
  • IV. 2006
  • V. 2008
  • VI. 2010
  • VII. 4. bis 6. Mai 2012 im Konstanzer Konzil und Inselhotel, Thema: „Visionen, die das Leben verändern – die Kraft der inneren Bilder"[29]
  • VIII. 17. bis, 19. Oktober 2014 im Konstanzer Konzil und Inselhotel, Thema: "Heilbarkeit der Unheilbarkeit"
  • IX. 7. bis 10. Oktober 2016 im Konstanzer Konzil und Inselhotel, Thema: „Stressfrei dank Hildegard von Bingen“[30]
  • X. 5. – 7. Oktober 2018 im Konstanzer Konzil und Inselhotel, Thema: “Ein Fest der sieben Sinne.“[31]

Konklusion

"Die Medizin Hildegards steht und fällt mit ihrem göttlichen Ursprung. Alle Versuche, Hildegard ein anderes medizinisches Mäntelchen umzuhängen, sie etwa Ärztin oder Naturforscherin zu nennen, sind im Lichte historischer Forschung zu einem kläglichen Scheitern verurteilt." Hildegard bezeugt: "nie habe ich menschlich-gelehrte Studien betrieben." Hildegard hat geheilt, der Überlieferung nach aber nur durch Wundermacht, nie durch Medikamente.[32] Die Hildegard-Medizin wird immer mehr erforscht und durch vielfältige Erfahrungen bestätigt. Wer durch eigene Erfahrung die verblüffende Wirkung der einfachen Naturheilmittel kennenlernen durfte, ist durch Negativ-Propaganda nicht mehr zu beeindrucken.[33]

Literatur

  • von Dr. med. Gottfried Hertzka#Werke !
  • von Dr. rer. nat. Wighard Strehlow#Werke !
  • von Hildegard Strickerschmidt#Werke
  • Dr. Gottfried Hertzka und Dr. Wighard Strehlow: Große Hildegard-Apotheke (Apothekenhandbuch, mit mehr als 500 machbaren Heilmitteln), Christiana Verlag im Fe Medienverlag Kißlegg 2017 (17. Auflage; 530 Seiten; Geb; ISBN 3717111191; Erstauflage 1989).
  • Helmut Posch: Was ist Hildegard-Medizin, Helmut Posch Verlag 1998 (230 Seiten; ISBN 3901001026).
  • Peter Riethe: Hildegard von Bingen. Eine aufschlussreiche Begegnung mit ihrem naturkundlich-medizinischen Schrifttum. Tectum Verlag, Tectum Wissenschaftsverlag Marburg 2011 (369 Seiten; ISBN 978-3-8288-2553-6).
  • Basler Hildegard Gesellschaft: Dinkelkochbuch, Ullstein Taschenbuchverlag Berlin 2002 (221 S., ISBN 3548364179).
  • Bund der Freunde Hildegards (Hrsg.): Das kleine Hildegard-Lexikon. Hildegard-Naturheilmittel die helfen und heilen, Vorwort von Patrick Posch, St. Hildegard-Posch 2006 (158 Seiten, 4. Auflage).
  • Brigitte Pregenzer/Brigitte Schmidle: Hildegard von Bingen – Einfach leben. Ein praktischer Ratgeber für Einsteiger, Tyrolia. Verlag Innsbruck 2015 (9. Auflage; 160 Seiten, ISBN 3-7022-2462-9).
  • Brigitte Pregenzer/Brigitte Schmidle: Hildegard von Bingen – Einfach kochen. Ein praktisches Kochbuch für eine leichte und gesunde Küche, Tyrolia Verlag Innsbruck 2002 (176 Seiten, ISBN 3-7022-2465-3).
  • Ursula Klammer: Hildegard von Bingen – wenn es um Gesundheit geht, Topos Verlag 2001 (156 S., ISBN 3-7867-8374-8).
  • Rosmarie Müller: Hl. Hildegard, Dinkelkochbuch (über 200 erprobte Rezepte), Christiana Verlag im Fe Medienverlag Kißlegg 2017 (208 S., 3. Auflage, ISBN 3717111361),
  • Helmut Posch: Hildegard von Bingen: Die kleine Aderlass-Fibel, Helmut Posch Verlag 1989 (77 Seiten, ISBN 390100100X).
  • Ellen Breindl: Das große Buch der heiligen Hildegard von Bingen. Ullstein Verlag 2004 (381 S., 5. Auflage, ISBN 3-548-36691-0).
  • Ellen Breindl: Gesund und schmackhaft kochen mit der Hl. Hildegard von Bingen. Ratschläge und Rezepte der Hildegard Küche. Düsseldorf : ECON-Taschenbuch-Verlag 1996 (411 S., ISBN 978-3-612-20461-5 kart.).
  • Ellen Breindl: Das grosse Gesundheitsbuch der heiligen Hildegard von Bingen, Econ-Taschenbuch-Verlag Düsseldorf 1994 (381 Seiten, ISBN 978-3-612-20460-8 kart.).

Weblinks

Anmerkungen

  1. - "wie nur Gott allein es vermag" - aus: Gottfried Hertzka: "So heilt Gott", Die Medizin der Hl. Hildegard, Christiana Verlag Stein am Rhein 1979, S. 20 (7. Auflage).
  2. Die Medizin der Hl. Hildegard bei der Basler Hildegard-Gesellschaft, abgerufen am 7. Mai 2019
  3. Dr. Gottfried Hertzka und Dr. Wighard Strehlow: Große Hildegard-Apotheke, Hermann Bauer Verlag 1993, Einführung S. 22.
  4. Die Zähringer-Apotheke Dr. Max Breindl in Konstanz wurde 1956 in Konstanz–Petershausen gegründet. Neben den apothekenüblichen Leistungen befasst sich die Apotheke mit der Entwicklung und Herstellung von Hildegard-von-Bingen-Produkten. vgl. http://hildegard-vertrieb-breindl.de/ueber-uns
  5. JURA Naturheilmittel in Konstanz, der einzige Hersteller der echten Produkte nach Hidegard von Bingen oder https://shop.hildegard.de
  6. Dr. Gottfried Hertzka bei shop.hildegard.de, abgerufen am 6. Mai 2019
  7. Die Theologie Hildegards bei der Basler Hildegard-Gesellschaft, abgerufen am 7. Mai 2019
  8. Beispiel aus der Liturgie, der Ankleidegebete des Priesters im überlieferten Ritus: Ad cingulum, dum se cingit: "Praecinge me, Domine, cingulo puritatis, et extingue in lumbis meis humorem libidinis; ut maneat in me virtus continentiae et castitatis."
  9. www.hildegard-universitaet.de Dr.Wighard Strehlow Allensbach in der pdf-datei: "Das medizinische Lehrbuch von den „Ursachen und der Behandlung von Krankheiten"
  10. Übersetzung von Hugo Schulz. Mit einem Geleitwort von Ferdinand Sauerbruch. Haug Verlag Heidelberg 1955, S. 94.
  11. Ebd., S. 83.
  12. https://www.aphorismen.de/zitat/119436
  13. Papst Pius XII. sagt in der Ansprache an die Teilnehmer des Kongresses der Nationalverbände für Magen- und Darmkrankheiten am 26. April 1952: "Die Magen- und Darmkrankheiten sind in der Tat einer der wichtigsten Zweige der Medizin, und aus ihnen entstehen die häufigsten und verschiedenartigsten Krankheiten. Diese entstehen zum großen Teil aus mangelhafter Ernährung, entweder auf Grund der Nahrungsmittel selbst, die schlecht ausgewählt oder schlecht vorbereitet sind, oder auf Grund ungünstiger Bedingungen, unter denen sie verdaut werden müssen. Sie stellen jeden Tag die unheilvollen Auswirkungen eines immer mehr in Unruhe geratenen modernen Lebens fest, und Ihre Zuständigkeit zwingt Sie, den Rhythmus des anormalen Lebens und der unvernünftigen Ernährung eines großen Teiles der Menschheit zu verurteilen. Im übrigen lassen Sie das Vorhandensein der durch den Schöpfer geschaffenen Naturgesetze der Ernährung nur erkennen und die Tatsache, dass man sie nicht ungestraft übertritt."
  14. vgl. Säulen oder Lebensregeln der Hildegard-Heilkunde beschrieben bei shop.hildegard.de; https://fraubirkenbaum.wordpress.com/2016/03/28/lebensregeln-der-hildegard-von-bingen/
  15. https://www.patmos.de/pdf/978-3-7867-2778-1.pdf;
  16. Gottfried Hertzka und Wighard Strehlow: Die Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin - Ratschläge und Erkenntnisse der hl. Hildegard von Baulus von Tarsus|ingen über die Heilkraft unserer Nahrungsmittel., Hermann Bauer Verlag 1988, S. 38 (Geb.; 4. Auflage).
  17. "Ein Mensch, der von Sünden frei werden will, meide die Fleischspeisen, die sich nur zur Wiederherstellung der Gesundheit verzehrt werden sollen, weil Fleischspeisen oft das Fleisch des Menschen zu den Sünden hinziehen." (Aus dem Alterswerk Hildegards, PL 1009 C/D); vgl. Gottfried Hertzka und Wighard Strehlow: Die Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin - Ratschläge und Erkenntnisse der hl. Hildegard von Bingen über die Heilkraft unserer Nahrungsmittel., Hermann Bauer Verlag 1988, S. 40-44 (geb.; 4. Auflage).
  18. Gottfried Hertzka und Wighard Strehlow: Die Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin - Ratschläge und Erkenntnisse der hl. Hildegard von Bingen über die Heilkraft unserer Nahrungsmittel., Hermann Bauer Verlag 1988, S. 95.98.
  19. Gottfried Hertzka und Wighard Strehlow: Die Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin - Ratschläge und Erkenntnisse der hl. Hildegard von Bingen über die Heilkraft unserer Nahrungsmittel., Hermann Bauer Verlag 1988, S. 64.
  20. Gottfried Hertzka und Wighard Strehlow: Die Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin - Ratschläge und Erkenntnisse der hl. Hildegard von Bingen über die Heilkraft unserer Nahrungsmittel., Hermann Bauer Verlag 1988, S. 105, 120.
  21. https://www.st-hildegard.com/de/organisation/dr-wighard-strehlow.html
  22. Wir über uns der Basler Hildegard-Gesellschaft, abgerufen am 7. Mai 2019
  23. Vorstellung der Hildegard-Zeitschrift, Engelberg, Schweiz
  24. www.foerderkreis-st-hildegard.de, Strandweg 1, 78476 Allensbach. Kostenlose Sprechstunde im Internet www.hildegardmed.de und mehr Informationen: www.st-hildegard.com
  25. www.allensbach.de; Das Kurhaus selbst: www.st-hildegard.com
  26. https://www.st-hildegard.com/de/component/content/article/30-aktuelles/269-ein-glueckstag-fuer-alle-hildegard-freunde.html
  27. https://www.st-hildegard.com/de/30-aktuelles/126-7-internationale-hildegard-kongress.html
  28. Vermutlich war folgender Kongress, der Impuls für alle zwei Jahre stattfindende Kongresse: 13.-19. September 1998, Internationaler wissenschaftlicher Kongress in Bingen am Rhein; in Buchform: Hildegard von Bingen in ihrem historischen Umfeld. Internationaler wissenschaftlicher Kongreß zum 900jährigen Jubiläum, 13. - 19. September 1998, Bingen am Rhein, Kliomedia Verlag 2000 (1. Auflage; 637 Seiten; ISBN 389890038X)
  29. Audio Archiv: 7. Internationaler Hildegard-Kongress
  30. 9. Internationaler Hildegard-Kongress
  31. Programm 2018
  32. Gottfried Hertzka: "So heilt Gott", Die Medizin der Hl. Hildegard, Christiana Verlag Stein am Rhein 1979, S. 35, 17 (7. Auflage).
  33. Wir über uns der Basler Hildegard-Gesellschaft, abgerufen am 7. Mai 2019
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