Himmelschreiende Sünde

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Begriff der himmelschreienden Sünde stammt aus dem Alten Testament: Nach der Ermordung Abels spricht Gott zu Kain: "Was hast Du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden." (Gen 4,10) Die himmelschreiende Sünde bezeichnet eine besonders schwerwiegende Form von Ungerechtigkeit und Sünde. Im Begriff der himmelschreienden Sünde drückt sich die Dringlichkeit einer notwendigen persönlichen Umkehr und der umgehenden Abstellung des ungerechten Zustandes bzw. Verhaltens aus, aber auch die gleichsam wie ein Schrei der Not an Gott gerichtete Bitte um rasche Abhilfe und Wiederherstellung der Gerechtigkeit ist eingeschlossen.

Zum Himmel schreien:

  • das Blut Abels (Gen 4,10)
  • die Sünden Sodoms (Gen 18,20; 19,13)
  • die laute Klage des unterdrückten Volkes in Ägypten (Ex 3,7-10)
  • die Klage der ausgenützten Fremden, Witwen oder Waisen (Ex 22,20-22)
  • der den Arbeitern vorenthaltene Lohn (Dtn 24,14-15; Jak 5,4)

(Vgl. KKK 1867)

Siehe auch den Begriff Todsünde.

Meine Werkzeuge