Irrtum

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Irrtum ist, im Unterschied zur vorsätzlich verbreiteten Lüge, eine persönliche Fehlvorstellung von der Wahrheit. Wer Irrtümer verbreitet, verbreitet deshalb noch keine Lügen. Der Irrtum kann entschuldbar sein oder auch sittlich vorwerfbar. Wer das Christentum nicht kennt, befindet sich gegenüber der wahren Religion nicht vorwerfbar im Irrtum. Schwieriger ist schon zu beurteilen, wer sich durch Irrlehren oder "Greuelpropaganda" (z.B. über die Inquisition) von einer genaueren Kenntnis der Offenbarung fahrlässig fernhalten lässt. Jedoch genießt die in Christus begründete Personenwürde des Menschen (vgl. Menschenrechte) in allen Zweifelsfällen den Vorrang vor abstrakten Ansprüchen der Wahrheit, denn diese hat wirkliche Kraft zur Gestaltung des Zusammenlebens nur, wenn sie von den Personen frei angenommen wurde.

Siehe auch: Irrtum des Papstes

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