Jesusgebet

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Das Jesusgebet wird auch Herzensgebet genannt und kommt aus der Ostkirche.

Inhaltsverzeichnis

Jesusgebet

Der Wortlaut des Gebetes heißt: "Herr Jesus, Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich meiner" oder auch als Kurzform "Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner". Viele große Heilige wie der heilige Bernhard von Clairvaux oder Bernhardin von Siena haben dieses Gebet geschätzt und gepflegt. Das Jesusgebet ist ein immerwährendes Gebet. Ziel ist es, dass man durch das ständige Rezitieren das ganze so verinnerlicht, dass man praktisch mit jedem Atemzug beten lernt. Das Jesusgebet kann man auch mit Hilfe einer speziellen Gebetskette, also eines Tschotkis (russisch) oder eines Komboskini (griechisch), oder einer Lestowka beten. Das Jesusgebet wurde im Westen unter anderem durch das Buch "Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers" sowie "Franny und Zooey" von J. D. Salinger bekannt. Der biblische Hintergrund des Jesusgebets ist das "Betet ohne Unterlass!" (1 Thess 5,17).

Gedanken über das Jesusgebet

"Das Jesusgebet kann überall und jederzeit geübt werden. Man kann den Namen Jesu auf der Straße, am Arbeitsplatz, im Zimmer, in der Kirche usw. aussprechen. Beim Gehen kann man den Namen Jesus vor sich hersagen. Neben diesem freien, durch keine Regel festgesetzten oder eingeengten Gebrauch des Namens ist es empfehlenswert, bestimmte Zeiten und Orte für eine regelmäßige Anrufung des Names festzulegen." (E. Jungclausen, Das Jesusgebet)

"Fang einfach an. Um Gehen zu lernen, muss man den ersten Schritt wagen; um Schwimmen zu lernen, muss man sich ins Wasser zu stürzen. Genauso ist es bei der Anrufung des Namens. Beginne ihn ehrfürchtig und liebevoll auszusprechen. Bleibe fest dabei. Wiederhole ihn. Denke nicht daran, dass du den Namen anrufst; denke nur an Jesus. Sprich seinen Namen langsam, sanft und ruhig aus." (E. Jungclausen, Das Jesusgebet)

Literatur

Siehe auch: Hesychiatherapie, Mental-Turning-Point

Weblinks

Einzelbelege

  1. Vgl. Verlagsseite Fe-Medien.