Johann Schoner

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Johann Schoner (* xxxx in ?; 24.9.1651 in Bamberg), war Weihbischof des Fürstbistums Bamberg.

Biografie

Der Geburtsort von Johann Schoner ist unterschiedlich angegeben: Neustadt (welches); Kronach und Neuses bei Forchheim. Er studierte am Germanicum, erwarb sich in Padua den "Dr.theol." und wurde in Bamberg 1595 Professor der Mathematik und Physik, wurde darüber hinaus Kanoniker am Chorherrnstift St. Stephan und wurde 1598 Oberpfarrer der Pfarrei Pretzfeld.

Er erwies sich nach der Wahl des Johann Philipp von Gebsattel am 2.4.1599 zum Fürstbischof von Bamberg als dessen Günstling. Schoner unterrichte seit 1599 Mathematik und Physik, wurde im gleichen Jahr Fiskal des Hochstifts Bamberg, erhielt als solcher die Frühmesse in der Pfarrei Ebensfeld, dann auch die in der Pfarrei Burgkunstadt.

Johann Schoner wurde 1602 zum Generalvikar ernannt und reiste noch im selben Jahr nach Rom um die rekatholisierunsgespräche als Internunzius zu verhandeln von diesen Beratungen kehrte er erst im September 1603 zurück und führte 1604 Gespräche zur Wiederherstellung der katholischen Religion in Prag.

Johann Schoner erhielt 1605 die Leitung des Klerikalseminars und wurde der dortige Regens in Nachfolge des Erhardt Denzel, späterhin wurde er auch dessen Rektor. Johann Schoner wurde als Nachfolger des am 26.3.1607 verstorbenen Weihbischof Johann Ertlin vorgeschlagen, doch dessen Berufung wurde durch Verdächtigung zu seinem sittlichen Lebenswandel verhindert. 1607 erhielt Schoner auch die Pfarrei Seußling als Oberpfarrer.

Die Vorwürfe, welche sicher auch die Kurie übermittelt bekam, hinderte Papst Paul V. nicht daran Schoner am 28.7.1608 zum Weihbischof von Bamberg zu ernennen in ihn mit dem Titularbistum Athyra zu belegen. Als Weihbischof - die Weihe vollzog der Würzburger Weihbischof Euchar Sang am am 11.1.1609. Als Weihbischof besaß er als weitere Pfründe die Pfarrei St. Martin Bamberg zu Bamberg. Nach dem plötzlichen Tode des Fürstbischofs von Gebsattel am 26.6.1609 wurden seine Gegner aktiv und Schoner mußte sein Amt als Weihbischof resignieren.

Nach jahrelangen Prozessen, welche Schoner von auswärts gegen das Bistum führte erhielt er eine jährliche Pension von 300fl. Erst nach dem Tode seines Nachfolgers Friedrich Förner (5.12.1630) wurde er wieder vielfach zu Rate gezogen und wurde 1630 Advokat des Domstifts, 1634 Offizial des Konsistoriums. Seinen festen Wohnsitz nahm er erst ab 1644 wieder in Bamberg. Er verstarb in Bamberg am 24.9.1651 und wurde seinem Wunsch gemäß im Kreuzgang des Domes bestattet. Bei seinem Tod war er Senior seines Stifts, Official, Kapitelsbibliothekar, Kanoniker des Stifts St. Stephan war darüber hinaus auch im Besitz des St. Mathias-Beneficium des Domes.

Überlegungen zu seiner Herkunft

Der Name Schoner ist für die im Artikel genannten Orte untypisch. Es gab jedoch den Mathematiker, Geograph, Kartograf, Astronom, Astrologe Johannes Schoner der am 16.1.1477 in Karlstadt am Main geboren und 1547 in Nürnberg verstarb. Dieser war auch Geistlicher in Bamberg, konvertierte nach 1523 zum evangelisch-lutherischen Glauben.

Die Ortsangabe "Neustadt" deutet durchaus in das Bistum Würzburg. Im Bistum Würzburg gibt es folgende Neustadt:

  • Neustadt,im Amt Rothenfels
  • Neustadt bei Lohr mit Benediktinerabtei.

Beide Ort sind im weiteren Umfeld von Karlstadt.

Quellen

  • Johannes Kist, Fürst- und Erzbustum Bamberg
  • Friedrich Wachter, General-Personal-Schematusmus des Bistums Bamberg
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