Johannes XXIII. (Gegenpapst)

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Biographie:

Balthasar Cossa wurde um 1360 auf Procida bei Neapel geboren und starb zu Florenz am 27. Dezember 1419. Sein Förderer Bonifaz IX. erhob ihn mit der Titelkirche St. Eustachius 1402 zum Kardinal. Von der Pisaner Fraktion des Kardinalskollegiums am 17. Mai 1410 zum Papst gewählt, wurde er am 29. Mai 1415 abgesetzt und unterwarf sich schließlich.

Pontifikat:

Johannes XXIII. berief das Konzil von Konstanz ein, das ihn schließlich absetzte. Das Konzil, unter starker Mitwirkung des Kaisers, beendete das Große Abendländische Schisma, indem es die Wahl Martin V. zum Papst durchsetzte. Dieser Papst und seine Nachfolger haben die Konzilsbeschlüsse im übrigen jedoch nur partiell bestätigt und umgesetzt. Manche Beobachter deuten die Namenswahl Johannes XXIII. im Jahr 1958 auch als bewusste Bestätigung der Illegitimität des umstrittenen Namensvorgängers und mithin des Konziliarismus überhaupt.

Literatur:

A. Esch, Das Papsttum unter der Herrschaft der Neapolitaner (Fs. Heimpel), Göttingen 1972.

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