Justin der Märtyrer

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Justin der Märtyrer - Historisierendes Heiligenbild aus dem 16. Jahrhundert

Justin der Märtyrer; (lat. Justinus, griech. Justinos); (* um 100 in Samaria; † 165 in Rom) ist ein Märtyrer, Philosoph und Kirchenvater der frühen Kirche.

Justin ist Patron der Philosophen. Sein Gedenktag ist der 1. Juni.

Biografie

Der hl. Justin wuchs in einer heidnischen Familie auf und studierte in seiner Jugendzeit Philosophie. Er beschäftigte sich mit vielen verschiedenen philosophischen Strömungen, besonders mit Platon und den Stoikern. Er stieß schließlich bei einem Spaziergang am Strand auf einen alten Mann, der ihn auf Christus aufmerksam machte und erkannte schließlich das Christentum als die ihn einzig wahre Philosophie. Im Alter von 30 Jahren ließ sich Justin taufen und wurde Prediger, Missionar und einer der ersten großen Theologen. Als erster christlicher Theologe versuchte er, die christliche Glaubenslehre mit der griechischen Philosophie zu verbinden und legte damit einen Grundstein für die weitere christliche Theologie. Bei ihm taucht zum ersten Mal in der Kirchengeschichte der theologische Begriff "Taufe im Heiligen Geist" auf.

Nach seiner Bekehrung stellte er sein philosophisch geschultes Denken in den Dienst eines klaren Glaubensbekenntnisses. Sein besonderer Eifer bestand darin, die Lehre Christi zu verteidigen und Argumentationen für den christlichen Glauben zu finden, die auch Zweifler von der Wahrheit des Evangeliums überzeugen sollten. Nachdem er lange predigend umhergezogen war, gründete er in Rom eine philosophische Schule. Dort verfasste er die ersten Schriften über die römische Liturgie überhaupt. Ihm verdanken wir die ältesten Zeugnisse frühchristlicher Liturgie. Er setzte er sich für die Beendigung der Christenverfolgungen ein, weshalb er dem Senat, sowie Kaiser Antonius Pius eine "Schutzschrift der christlichen Religion" vorlegte.

Zusammen mit seinen sechs Schülern Chariton, Charito, Euelpistos, Hierax, Paion und Liberianus wurde er daraufhin verhaftet und eingesperrt. Wegen seiner Verweigerung, heidnische Opfer darzubringen, ließ ihn Kaiser Mark Aurel durch das Schwert hinrichten.

Der hl. Justin gilt als einer der ersten Theologen und wird in der Ostkirche als altkirchlicher Kirchenvater verehrt. Von ihm sind zwei Apologien, also Argumentationen für die christliche Religion und gegen das Heidentum überliefert.

Werke in der Bibliothek der Kirchenväter

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