Königsteiner Erklärung

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Die so gen. '''Königsteiner Erklärung''' der Deutschen Bischöfe von 1968 war ein pastorales Wort, das kurz nach Veröffentlichung der Enzyklika [[Humanae vitae]] erging.  
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Die '''Königsteiner Erklärung''' der Deutschen Bischöfe von 1968 war ein pastorales Wort, das kurz nach Veröffentlichung der Enzyklika [[Humanae vitae]] erging.  
  
Die Kirche hat aufgrunf göttlicher Anordnung die Pflicht zu sagen (im Licht des [[Evangelium]]s, also des übernatürlichen Ziels des Menschen, ''sub specie aeternitatis''; nicht nur im Interesse eines Kalküls oder einer Pädagogik), was das ''richtige'' Gewissen ist. In diesem Punkt blieb die deutsche ''Königsteiner Erklärung'' (= K.E.) der Bischöfe (siehe: ''weblink'') "zur pastoralen Lage", die von Kardinal [[Julius Döpfner]] am 30. August 1968 herbeigeführt wurde, '''bewusst''' zweideutig. Diese Zweideutigkeit wurde zwar mehrfach von bischöflicher Seite später zugunsten der enzyklika-konformen Interpretationsvariante eingeengt (z.B.: dt. Erwachsenenkatechismus, Referat [[Karl Lehmann]] von 1993); das konnte aber die populäre Interpretation der K.E., als "grünes Licht" für die 'Pille', nicht mehr aus der Welt schaffen.  
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Die Kirche hat aufgrund göttlicher Anordnung die Pflicht zu sagen (im Licht des [[Evangelium]]s, also des übernatürlichen Ziels des Menschen, ''sub specie aeternitatis''; nicht nur im Interesse eines Kalküls oder einer Pädagogik), was das ''richtige'' Gewissen ist. In diesem Punkt blieb die deutsche ''Königsteiner Erklärung'' (= K.E.) der Bischöfe "zur pastoralen Lage", die von Kardinal [[Julius Döpfner]] am 30. August 1968 herbeigeführt wurde, '''bewusst''' zweideutig. Diese Zweideutigkeit wurde zwar mehrfach von bischöflicher Seite später zugunsten der enzyklika-konformen Interpretationsvariante eingeengt (z.B.: dt. Erwachsenenkatechismus, Referat [[Karl Lehmann]] von 1993); das konnte aber die populäre Interpretation der K.E., als "grünes Licht" für die 'Pille', nicht mehr aus der Welt schaffen.  
  
 
Hierzu muss man wissen, dass Kardinal Döpfner, wie auch Kardinal [[Leo Suenens]] (Brüssel) und vermutlich auch Kardinal [[Franz König]] (Wien) zwischen 1965 und 1968 die gültige Linie der kirchlichen Lehre verlassen wollten und Papst [[Paul VI.]] in dieser Richtung (erfolglos) zu beeinflussen versuchten. Die ''Königsteiner Erklärung'' wird deshalb auch heute noch mit extremem Aufwand verteidigt, obwohl die Korrektur der wenigen, zweifelhaften Sätze von papstloyaler Seite häufig angemahnt wurde.
 
Hierzu muss man wissen, dass Kardinal Döpfner, wie auch Kardinal [[Leo Suenens]] (Brüssel) und vermutlich auch Kardinal [[Franz König]] (Wien) zwischen 1965 und 1968 die gültige Linie der kirchlichen Lehre verlassen wollten und Papst [[Paul VI.]] in dieser Richtung (erfolglos) zu beeinflussen versuchten. Die ''Königsteiner Erklärung'' wird deshalb auch heute noch mit extremem Aufwand verteidigt, obwohl die Korrektur der wenigen, zweifelhaften Sätze von papstloyaler Seite häufig angemahnt wurde.
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== Weblinks ==
  
 
*[http://dbk.de/imperia/md/content/schriften/dbk8.sonstige/k_nigsteiner_erkl_rung.pdf Wortlaut (pdf)]
 
*[http://dbk.de/imperia/md/content/schriften/dbk8.sonstige/k_nigsteiner_erkl_rung.pdf Wortlaut (pdf)]
  
 
[[Kategorie: Bischofskonferenzen]]
 
[[Kategorie: Bischofskonferenzen]]
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[[Kategorie: Deutschland]]

Version vom 8. März 2009, 14:39 Uhr

Die Königsteiner Erklärung der Deutschen Bischöfe von 1968 war ein pastorales Wort, das kurz nach Veröffentlichung der Enzyklika Humanae vitae erging.

Die Kirche hat aufgrund göttlicher Anordnung die Pflicht zu sagen (im Licht des Evangeliums, also des übernatürlichen Ziels des Menschen, sub specie aeternitatis; nicht nur im Interesse eines Kalküls oder einer Pädagogik), was das richtige Gewissen ist. In diesem Punkt blieb die deutsche Königsteiner Erklärung (= K.E.) der Bischöfe "zur pastoralen Lage", die von Kardinal Julius Döpfner am 30. August 1968 herbeigeführt wurde, bewusst zweideutig. Diese Zweideutigkeit wurde zwar mehrfach von bischöflicher Seite später zugunsten der enzyklika-konformen Interpretationsvariante eingeengt (z.B.: dt. Erwachsenenkatechismus, Referat Karl Lehmann von 1993); das konnte aber die populäre Interpretation der K.E., als "grünes Licht" für die 'Pille', nicht mehr aus der Welt schaffen.

Hierzu muss man wissen, dass Kardinal Döpfner, wie auch Kardinal Leo Suenens (Brüssel) und vermutlich auch Kardinal Franz König (Wien) zwischen 1965 und 1968 die gültige Linie der kirchlichen Lehre verlassen wollten und Papst Paul VI. in dieser Richtung (erfolglos) zu beeinflussen versuchten. Die Königsteiner Erklärung wird deshalb auch heute noch mit extremem Aufwand verteidigt, obwohl die Korrektur der wenigen, zweifelhaften Sätze von papstloyaler Seite häufig angemahnt wurde.

Weblinks

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