Karfreitagsfürbitte

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Die Karfreitagsfürbitte (für die Juden) ist Teil der Großen Fürbitten der lateinischen Karfreitagsliturgie. Nach mehreren Modifikationen erhielt sie im Missale Romanum von 1970 eine neue Fassung, während die Fassung im älteren Missale von 1962 unverändert blieb. Diese ältere Fassung wurde von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2008 modifiziert und für das so gen.tridentinische Messbuch von 1962 freigegeben. Sie wird von den päpstlich anerkannten altrituellen Gemeinschaften, nicht aber in Pfarrgottesdiensten, am Karfreitag auf Lateinisch gebetet.

Neuer Text

Wir wollen beten für die Juden.
Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.
Lasset uns beten. Beugen wir die Knie. Erhebet Euch.
Allmächtiger ewiger Gott, der Du willst, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, gewähre gnädig, dass beim Eintritt der Fülle aller Völker in Deine Kirche ganz Israel gerettet wird. (oder: dass ganz Israel gerettet werde, wenn die Füller aller Völker in Deine Kirche eintritt). Durch Christus, unseren Herrn.
(Übersetzung: P. Gero Weishaupt)

Reaktionen

  • "Danach hoffe ich, dass die Dinge klarer sein werden, zwar nicht gelöst, aber klarer. Ich glaube, dass wir diese Irritation der jüdischen Welt überwinden können." - Kardinal Walter Kasper
  • "[...] ob die katholische Kirche und der Papst im Besonderen nichts Wichtigeres zu tun haben [...]." - Michael Wolffsohn, Historiker an der Universität der Bundeswehr in München
  • SPIEGEL ONLINE: "Sie sehen die Gefühle vieler Juden verletzt. Mit seiner Regensburger Rede verletzte Benedikt auch die Gefühle vieler Muslime. Was steckt dahinter?" -- Rabbiner Homolka: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies Ausrutscher waren. Hier steht ein Kapitän auf der Brücke seines Supertankers. Durch das Zweite Vatikanische Konzil wurde ein neuer Kurs gesetzt. Nun will er umsteuern und in kurzer Zeit neue Akzente setzen. Da braucht es schon die eine oder andere Sprengbombe, um das Schiff ins neue Fahrwasser zu bringen. Die Kirche des Zweiten Vatikanums ist dem Papst zu arm an Bindekraft geworden und die Universitätstheologie zu mager. Deshalb diese gewaltigen Veränderungen in der katholischen Kirche."

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