Karl Hörmann

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Monsignore Karl Hörmann (Prof. Dr. theol.; * 23. Januar 1915 in Höflein an der Thaya, Südmähren; † 19. September 2004 in Wien) war ein österreichischer Moraltheologe.

Biografie

Karl Hörmann legte 1933 am Gymnasium in Laa an der Thaya die Matura ab. Latein- und Griechischkenntnisse erwarb er sich in einem einjährigen Propädeutikum. Von 1934 bis 1939 studierte er an der katholisch-theologische Fakultät an der Universität Wien Theologie. Er empfing die Priesterweihe am 9. Juli 1939 und diente bis dem Ende des Krieges als Kaplan in Hollabrunn. Nach dem Krieg lehrte er als Religionsprofessor an einem Gymnasium. Fünf Jahre war er in der Pfarre Stockerau tätig, wobei er weiter an wissenschaftlichen Themen arbeitete. Im Jahre 1942 schloß er sein Doktoratsstudium mit der Promotion ab. Im Jahre 1950 begann er seine Lehrtätigkeiten an der Universität Wien und wurde 1953 bereits zum Professor der Moraltheologie. In dieser Zeit war er im Kloster der Salesianerinnen und in der Laienapostolischen Bewegung tätig. Er war Dekan der kath.-theol. Fakultät in den Jahren 1963/64 bzw. 1973/74 und ab 1966 Rektor der ganzen Universität.

1969 ernannte Papst Paul VI. zum päpstlichen Ehrenprälaten. Er diente als Beobachter für den Heiligen Stuhl bei internationalen Konferenzen. Als Vorsitzender der österreichischen Theologenkommission brachte Hörmann 1973 das Buch "Kirche und zweite Ehe" heraus, in welchem er die Lebensbereiche Ehe, Elternschaft und Familie genauer bearbeitet. Bereiche mit denen er sich besonders beschäftigte waren der Friede, Wehrdienst, Wehrdienstverweigerung, Eid, Befehl, Widerstand und die Lehren über den "gerechten Krieg". Weitere ethische Themen, mit denen er sich befasste, waren die Abtreibung, der Beginn des menschlichen Lebens, Fragen über künstliche Befruchtung, Sterilisation und der Feststellung des Todeszeitpunktes.

Im Jahre 1986 wurde Karl Hörmann emeritiert. Danach befasste er sich mit der Geschichte seiner Heimat Südmähren. Hierüber veröffentlichte er mehrere heimatkundliche Schriften. 1989 wurde ihm für sein Wirken und sein Engagement der Südmährische Kulturpreis verliehen. 2004 starb Karl Hörmann in einem Wiener Krankenhaus und wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.

Werke

Karl Hörmann veröffentlichte viele Beiträge, Artikel und diesen Büchern:

  • Leben In Christus - Zusammenhänge zwischen Dogma und Sitte bei den Apostolischen Vätern, Herold Verlag Wien 1952 (348 Seiten).
  • Wahrheit und Lüge. Herold Verlag Wien 1953 (212 Seiten)
  • Handbuch der christlichen Moral. Tyrolia Verlag Innsbruck 1958 (373 Seiten)
  • Eid, Befehl, Widerstand. Tyrolia Verlag Innsbruck 1964 (31 Seiten)
  • Friede und moderner Krieg im Urteil der Kirche. Wiener Dom-Verlag Wien 1964 (112 Seiten)
  • Hörmann, Rudolf Weller: Zusammenarbeit von Christen und Atheisten : Das Problem d. gemeinsamen sittl. Normen. Moraltheologentagung 1969 in Wien. Herder Verlag Wien 1970 (60 Seiten)
  • Wehrdienst, Kriegsdienstverweigerung, gerechter Krieg? Winfried-Werk Verlag Augsburg 1971 (103 Seiten)
  • Kirche und zweite Ehe. um die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten. Tyrolia Verlag München 1973 (87 Seiten; ISBN 3-7022-1124-1)
  • Hörmann, Günter Virt: Spiritualität in Moral. Festschrift für Karl Hörmann zum 60. Geburtstag. Wiener Dom-Verlag Wien 1975 (245 Seiten; ISBN 3-85351-075-2)
  • Lexikon der christlichen Moral. Tyrolia Verlag Innsbruck-Wien-München 1969 & 2. überarbeitete Auflage 1976 (1756 Spalten; ISBN 3-7022-1232-9)
  • Verantwortung und Gehorsam. Aspekte der heutigen Autoritäts- und Gehorsamsproblematik. Tyrolia Verlag Innsbruck 1978 (155 Seiten; ISBN 3-7022-1239-6)
  • Hörmann; Alois Jäger; Hans Bernhard Meyer: Brautgespräch und Trauung. Tyrolia Verlag Innsbruck 1978 (2. Auflage; 121 Seiten; ISBN 3-7022-1201-9)
  • "Atomenergie im Widerstreit von Politik, Ökologie und Ethik". Tyrolia Verlag Innsbruck 1981 (197 Seiten; ISBN 3-7022-1412-7).
  • Höflein an der Thaya. in Vergangenheit und Gegenwart. Humanitärer Unterstützungs- und Heimatverein Thayaland Höflein. Laa an der Thaya 1982 (227 Seiten)
  • ie Herrschaften Grusbach und Frischau unter den Herren Breuner : (1622 - 1668) ; Grusbach, Grafendorf, Höflein, Possitz, Frischau, Großgrillowitz, Probitz (Beiträge zur Geschichte und Landeskunde Südmährens ; Bd. 10) Südmährischer Landschaftsrat Geislingen/Steig 1997 (448 Seiten; ISBN 3-927498-21-1)

Weblinks

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