Kaufunger Konvent

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Kaufunger Konvent eine ökumenische Vereinigung in Kaufungen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Kaufungen bei Kassel in Hessen ist der Sterbeort der Witwe von Kaiser Heinrich II. der Kaiserin Kunigunda von Lützelburg welche dort in das von ihr gegründete Kloster eintrat und als einfache Nonne am 3. März 1033 verstarb.

Zu deren 950 Todestag im Jahr 1983 begaben sich etwa 1000 Frauen des Katholischen Frauenbundes der Erzdiözese Bamberg unter Führung der damaligen Vorsitzenden Kunigunda Kemmer, Witwe des Landrates Emil Kemmer, nach Kaufungen.

Aus diesem Besuch und dem Zusammentreffen der evangelischen Gemeinde in Kaufungen mit dem Katholischen Frauenbund ergab sich ein Zusammenschluß der sich der Kaufunger Konvent nennt.


Doch erst drei Jahre später am 1. März 1986 konnte der Kaufunger Konvent gegründet werden. Noch am selben Tag übergab das Ritterschaftliche Stift Kaufungen dem Konvent als geustliches Zentrum die St. Georgskapelle und das Dormitorium des einstigen Klosters wurde zum Konventsraum des neugegründeteń Konvents.

Das Ziel dieses Konvents ist durch Gebet und Handeln den Glauben gemeinsam zu praktizieren und sich für die Einheit der christlichen Kirchen einzusetzen. Am 4. September 2011 wurde die Tochter der Kunigunda Kemmer - Hedwig Kemmer - welche die Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes ist, in diesen Konvent aufgenommen.

St. Georgskapelle

Um 1010 wurde die St. Georgskapelle als Pfalz- und Gemeindekirche erbaut. Durch die Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen wurde das Kloster aufgelöst und der Besitz in eine Stiftung zur Versorgung adeliger Töchter - das "Ritterschaftliche Stift Kaufungen" - überwiesen. Seitdem befindet sich auch die Georgskapelle in deren Besitz.

Die Kapelle wurde ihrer Zweckbestimmung enthoben und ihr wurden Handelsherren aus Nürnberg usf. als Brennhütte u.a. tätig. Späterhin wurde sie auch als Brauhaus benutzt. Noch bis weit in das 20 Jahrhundert war in der Kapelle untergebracht: Schweine- und Ziegenställe wie auch als Scheune gebraucht.

Die Einbauten wurden ab 1955 entfernt und man konnte aus Obereisenheim die Empore und aus Friedewald bei Hersfeld den Altar erwerben und beides hier einbauen. Die Gemeinde Oberkaufungen konnte aufgrund des Entgegenkommens des Ritterschaftlichen Stifts Kaufungen darin ein Heimatmuseum einrichten.

Wohl nach Beendigung des Pachtvertrages konnte die St. Georgskirche nach einer Restaurierung am 1. März 1986 wieder als gottesdienstliche Stätte eröffnet werden. Mit dieser Eröffnung wurde auch dem Kaufunger Konvent diess Kapelle zur Nutzung als geistliche und gottesdienstliche Heimat überlassen.


In der am 1. März 1986 ausgestellte Urkunde heißt es:

„Das Ritterschaftliche Stift Kaufungen ließ die St. Georgskapelle restaurieren und bestimmt sie erneut zu einer Stätte, an der nichts anderes geschehe, als daß unser Herr Jesus Christus mit uns rede durch sein Wort und wir mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang. Zugleich stellt das Ritterschaft-liche Stift Kaufungen die St. Georgskapelle dem heute gegründeten ökumenischen Kaufunger Konvent als geistliches Zentrum zur Verfügung."

Ausstellung

Im ehemaligen Dormitorium ist auch die Dauerausstellung über Kunigunda untergebracht.

Regelmäßige Veranstaltungen

Alljährlicher Kunigundentag, jedoch nicht wie in Bamberg um den 3. März sondern am 9. September, dem Tag der Erhebung ihrer Gebeine, nachdem Kunigunda am 3. April 1200 heiliggesprochen wurde.

Konventualen

Die Konventualen komemn neben Kaufungen aus Bamberg, Ehrenberg, Frankfurt am Main, Fulda, Gehrden, Göttingen, Heroldishausen, Hildesheim und Hünfeld. Die Arbeit der Konventualen ist ehrenamtlich.

Weblinks

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