Konrad I. von Salzburg

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Konrad I. von Salzburg (um 1075 in Abensberg/Bayern- † 9. April 1147 im Lungau/Salzburg) war Erzbischof von Salzburg. Sein Gedenktag ist sein Todestag, der 9. April.

Biografie

Die genaue Herkunft Konrads ist ungewiss, doch dürfte er im Herzogtum Franken um 1075 geboren worden sein. Er lässt als erster den „Friesacher Pfennig“ in Friesach schlagen, errichtet aber zugleich eine weitere Münzstätte in Laufen, beginnt mit dem Bau der heutigen "Alten Residenz" um 1124 herum und errichtete die älteste erhaltene Stadtmauer Salzburgs. Auch wird in seiner Zeit erstmals für Salzburg von einem Stadtrichter und von Bürgern gesprochen, womit die Stadtwerdung Salzburgs endgültig zum Abschluss gekommen war. Im Investiturstreit stand er auf Seiten des Papstes Paschalis II., Kaiser Heinrich V. verbannte ihn deshalb, 1111 bis 1112 lebte er im Exil.

Seine größte Leistung aber war die Neuordnung der Verwaltung des Erzstiftes (Einteilung in Archidiakonate) sowie die Augustiner – Chorherrenreform. Das Domkapitel übernahm die Regel 1122. Insgesamt wurden in seiner Zeit 14 Augustinerstifte in der Salzburger Kirchenprovinz neu gegründet oder reformiert.

Durch den Aufbau einer erzbischöflichen Ministerialität (Dienstadel) und den Ausbau von Städten und Burgen setzte er wichtige Meilensteine zur Landwerdung Salzburgs.

Literatur

  • Dopsch, Heinz; Kleine Geschichte Salzburgs. Stadt und Land; Salzburg 2001.
  • Ortner, Franz; Das Erzbistum Salzburg in seiner Geschichte. Band 2. Mittelalter. Missionszentrum und Kulturträger; Strassburg 1995.
  • Zaisberger, Friederike; Geschichte Salzburgs; Wien 1998.
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