Konstantin der Große

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Flavius Valerius Constantinus als Sohn des Kaisers Constantius Chlorus (der Bleiche) und der Kaiserin Helena * an einem 27. Februar zwischen 272 und 285, vermutlich 275 in der Nähe von Naissus, heute Nis, im lateinisch sprachigen Illyrien; † 22. Mai 337 in der kaiserlichen Villa Achyrona bei Nicomedia am Marmarameer; auf dem Sterbebett wurde er vom dortigen Bischof Eusebius getauft. Auch bekannt als Konstantin der Große oder Konstantin I., war von 306 bis 337 römischer Kaiser. Ab 324 herrschte er ohne Mitherrscher.

Seine Bedeutung für das Christentum ergibt sich aus der sogenannten Konstantinischen Wende.

Versuchte im sogenannten Donatistenstreit, bei dem es um die Nachfolge des Bischofs von Karthago ging, zu schlichten. Konstantin ließ dazu mehrere Versammlungen (Synoden) von Bischöfen einberufen. So 313 nach Rom, wo 18 Bischöfe unter dem Vorsitz des Bischofs von Rom, Miltiades, gegen die Forderung der Donatisten entschieden. Diese lehnten den Spruch dieser neuartigen Versammlung aber ab. Daher folgte später am 1. August 313 eine große Synode in Arles unter dem Vorsitz von Marinus, des Bischofs von Arles. Auch dieses Gremium entschied gegen die Donatisten, was aber den Streit auch nicht beenden konnte.

Beim Donatistenstreit ging es darum, ob Christen, die während der Verfolgung unter Diokletian die Behörden "ausgetrickst" haben und nicht wie viele streng Gläubige als Märtyrer aufgetreten sind, überhaupt richtige Christen waren. Der 311 neu gewählte Bischof von Karthago, Caecilianus, vertrat die Einstellung der Großkirche, Christen, die so gehandelt haben, wieder in die Kirche aufzunehmen. So hatten einige während der Christenverfolgung zum Schein christliche Schriften bei den Behörden abgegeben, die aber tatsächlich häretischer Art waren, und waren so der Verfolgung entgangen. Daher lehnten die "Rigoristen" ihn als Bischof ab.

Nach dem militärischen Sieg über den Mitregenten Licinius, der den Osten des Reiches regiert hatte, einigte er 324 das römische Reich unter seiner Regentschaft und schuf die Benachteiligung der Christen auch im Osten ab. Er sah im Christentum die neue einigende Kraft für den Zusammenhalt des Reiches. Daher störte ihn der heftige Streit innerhalb der Großkirche, der über der Frage entbrannt war, sehr, ob der Logos wesensgleich mit Gott war, oder von diesem geschaffen worden war. Der abgesetzte Bischof von Alexandria, Arius, mit dem viele sympathisierten, vertrat nämlich die Ansicht, der Logos und damit auch Jesus seien nicht wesensgleich mit Gott. Wie beim Donatistenstreit wollte Konstantin schlichten und berief mehrere Synoden ein, denen er zum Teil selbst vorsaß.

In der orthodoxen Kirche wird Konstantin der Große als Heiliger verehrt. Der Gedenktag ist der 21. Mai.

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