Korporale

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Das Korporale ist ein viereckiges Leinentuch, das auf den Altar gelegt wird. Es wird in seiner Mitte bei der Gabenbereitung ausgebreitet, der Kelch daraufgestellt und das Kelchtüchlein (= Purifikatorium) danebengelegt. Es ist das Tuch, auf welchem in wie außer der Messe Christi Leib (corpus) ruhen muß, daher denn auch sein Name corporale.

Das Korporale ist das älteste in der römisch katholischen Liturgie verwendete Parament. "Das Korporale musste aus durchaus ungemischtem Linnen gemacht werden." [1] Seine heutige Größe entwickelte sich ab dem 11. Jahrhundert. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Korporalia deutlich größer und zunächst die einzige, später die oberste Altardecke, die mit dem Grabtuch Christi identifiziert und deshalb stets aus Leinen gefertigt wird.

Neben dem unter den Kelch gelegten Korporale kam, aus dem Brauch, eine Ecke des Korporale über den Kelch zu schlagen, um Verunreinigungen des Messweins zu vermeiden abgeleitet, ein zweites, gefaltetes und auf den Kelch gelegtes Korporale in Gebrauch, aus dem sich die Palla entwickelte. Sie wurde zu dem Tuch in Beziehung gesetzt, dass das Haupt Jesu verhüllt hatte. Das Korporale dient der Bergung von kleinen Hostienpartikeln, die bei der Brotbrechung entstehen können und wird in einer Bursa in der jeweils geltenden liturgischen Farbe verwahrt.[2]

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Anmerkungen

  1. siehe Entscheidung der Kirche vom 18. Mai 1819 siehe Joseph Braun S.J. WINKE für die Anfertigung und Verzierung der Paramente Herdersche Verlagshandlung, Freiburg im Breisgau, 1904.
  2. Joseph Braun, Die Liturgischen Paramente in Gegenwart und Vergangenheit. Ein Handbuch der Paramentik. Nachdruck, Nova & vetera Verlag Bonn 2005, ISBN 3-936741-07-7, S. 205–209.
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