Kristina Schröder

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Dr. Kristina Schröder (* 3. August 1977 als Kristina Köhler in Wiesbaden) ist eine CDU-Politikerin, die der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) angehört. Von 2002 bis 2017 war sie Mitglied des Deutschen Bundestags und von 2009 bis 2013 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Biografie

Nach dem Abitur 1997 in Wiesbaden studierte Kristina Köhler Soziologie, Mittlere und Neue Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Mainz. Seit 2002 ist sie Dipl.-Soziologin. Im April 2009 wurde sie am Institut für Politikwissenschaft zur Dr. phil. promoviert.

Von 2000 bis 2001 gehörte Kristina Köhler der Stadtvertretung von Wiesbaden an. Seit 2002 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Kristina Köhler zog 2002 und 2005 über die Landesliste Hessen in den Bundestag ein, bei der Bundestagswahl 2009 gewann sie den Wahlkreis Wiesbaden mit 40,8 % gegen die Ministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) (32,6 %). Zur Bundestagswahl 2017 trat sie nicht mehr an.

Am 30. November 2009 wurde sie zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ernannt. Sie war damit die jüngste Ministerin der Regierung von Angela Merkel. Das Amt übte sie bis 2013 aus.

Schröder gilt in ihrer Partei familienpolitisch als liberal und arbeitete in der Grundsatzprogrammkommission für eine Modernisierung der CDU-Familienpolitik mit. Besonders engagierte sie sich für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 2017 gehörte sie bei der Abstimmung des Bundestages über die gleichgeschlechtliche Ehe zu den 75 Mitgliedern der CDU/CSU-Fraktion, die für die Öffnung der Ehe für alle plädierten.[1]

Kristina Köhler heiratete am 12. Februar 2010 Ole Schröder, den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern. Am 30. Juni 2011 wurde ihr erstes Kind geboren. Kristina Schröder ist damit die erste Bundesministerin, die während ihrer Amtszeit ein Kind bekam.

Veröffentlichungen

  • Gerechtigkeit als Gleichheit? Eine empirische Analyse der objektiven und subjektiven Responsivität von Bundestagsabgeordneten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17053-4 (Dissertation).
  • Mit Caroline Waldeck: Danke, emanzipiert sind wir selber! Abschied vom Diktat der Rollenbilder. Piper Verlag, München 2012, ISBN 978-3-492-05505-5.
  • Mit Annegret Kramp-Karrenbauer (Hrsg.): „Mama zahlt!“ – Familienernährerinnen berichten. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2013, ISBN 978-3-451-30675-4.

Anmerkungen

  1. DIE ZEIT: „Ehe für alle“: Diese Unions-Politiker haben mit „Ja“ gestimmt, 30. Juni 2016
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