Kunigunda von Lützelburg

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hertnid Altar mit Heinrich und Kunigunde in Hof (Saale)

Kunigunde von Luxemburg (* um 980 im heutigen Luxemburg oder auf der Burg Gleiberg bei Gießen, † 3. März 1033 in Kaufungen), deutsche Kaiserin und Nonne. Sie wird wie ihr Mann, Kaiser Heinrich II., besonders im Erzbistum Bamberg verehrt.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Kunigunda, Tochter des Grafen Siegfried I., der den Bockfelsen mit der Lucilin Burc im Tausch gegen die Abtei St. Maximin in Trier erwarb, wurde wohl auch hier um 1080 auch geboren.

Kunigunde wurde etwa 1098 die Gemahlin des Herzogs Heinrich von Bayern. Durch das frühe Ableben des Kaisers folgte dieser 1002 als Nachfolger. Kunigunde wurde 1002 in Paderborn durch Erzbischof Willigis von Mainz zur Königin gekrönt. 1004 begannen die Arbeiten zu einem Kirchenbau bei der Burg Bamberg, einer Morgengabe Heinrichs an seine Frau. Dieser Kirchbau ist der erste Bauabschnitt zum heutigen Bamberger Kaiserdom.

Das Brautgeschenk Bamberg gab Kunigunda 1007 als Grundstock zum Bistum Bamberg. Der 1004 begonnene Kirchenbau wurde somit die zentrale Kirche des am 1. November 1007 gegründeten Bistums und wurde am 6. Mai 1012 eingeweiht. 1014 wurden Heinrich und Kunigunde in Rom zum Kaiserpaar gekrönt.

Nach dem Tod ihres Mannes führte Kunigunde für kurze Zeit auch die Regierungsgeschäfte des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Nach dem Rückzug aus der Politik nahm Kunigunda den Schleier und wurde Nonne in dem von ihr gestifteten Kloster Kaufungen bei Kassel. Wo sie der Überlieferung nach am 3. März 1033 verstarb. Sie wurde am 3. April 1200 durch Papst Innozenz III. heilig gesprochen.

Attribute

  • Modell der Kirche St. Stephan zu Bamberg
  • Pflugscharen
  • Nonne mit Buch
  • Witwenschleier

Namensdeutung

  • Der Name kommt aus dem althochdeutschen und bedeutet: die Kämpferin für ihre Sippe.

Gedenktage

  • Gedenktag katholisch: 3. März
  • Hochfest im Erzbistum Bamberg: 3. März
  • Gedenktag der Heiligsprechung: 29. März
  • nicht gebotener Gedenktag im deutschen Sprachgebiet und in Luxemburg: 13. Juli
  • in Bamberg und Salzburg: Übertragung der Gebeine: 9. September
  • Diözesankalender Fulda, Salzburg, Basel

Patronate

Kunigunda ist Patron folgender "Stichwörter"

  • Geographie
  • Menschen
  • der schwangeren Frauen
  • der kranken Kinder

Bauernnregeln

  • Kunigunda, kommt die Wärme von unten
  • Wenn´s zu Kunigunde friert, / sie's noch 40 Nächt' verspürt!
  • "Wenn`s donnert an Kunigund, / bleibt das Wetter lange bunt."
  • "Wenn's donnert zu Kunigund, / treibt's der Winter bunt."
  • "Lachende Kunigunde / bringt frohe Kunde."

Orte, die mit Kunigunda in Verbindung stehen

Wirkung in der Musik

  • Alois Albrecht: Am Fest der heilgen Kaiserin (1980), Melodie Franz Deinlein 1991.
  • Ludger Stühlmeyer: Glaubend leben im Alltag lehrst du uns zu jeder Zeit. Choral zum 1000 jährigen Bamberger Bistumsjubiläum 2007.

Literatur

  • Ingrid Baumgärtner: Kunigunde, eine Kaiserin an der Jahrtausendwende. Furore Verlag, Kassel 2002, ISBN 3-927327-41-7.
  • Stefanie Dick: Kunigunde – consors regni. Vortragsreihe zum tausendjährigen Jubiläum der Krönung Kunigundes in Paderborn. Fink Verlag, Paderborn/München 2004, ISBN 3-7705-3923-0.
  • Klaus Guth: Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde – das heilige Herrscherpaar. Leben, Legende, Kult und Kunst. Imhof Verlag, Petersberg 2002, ISBN 3-935590-70-9
  • Markus Schütz: Kunigunde. In: Die Kaiserinnen des Mittelalters, hrsg. von Amalie Fößel, Pustet Verlag, Regensburg 2011, S. 78–99, ISBN 978-3-7917-2360-0.
  • Stefan Weinfurter: Heinrich II.: (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten, Darmstadt 2000, ISBN 3-534-14718-9.
  • Matthias Wemhoff: Kunigunde, empfange die Krone. Bonifatius, Paderborn 2002, ISBN 3-89710-231-5.

Siehe auch: Kaufunger Konvent

Weblinks

Meine Werkzeuge