Laudato si' Jahr

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Das Laudato si' Jahr ist eine Päpstliche Jahreswidmung durch Papst Franziskus. Es wurde zum fünften Jahrestag der Veröffentlichung der Enzyklika Laudato si' gegeben und ruft auf, die Anliegen seines Schreibens in diesem Jahr zu vertiefen und umzusetzen. Ein solches »Laudato-si’«-Jahr solle sich an eine bereits begangene Ak­tionswoche anschließen, betonte der Heilige Vater im Rahmen seines Mittagsge­betes am Sonntag, 24. Mai 2020. Franziskus lud dazu »alle Menschen guten Willens« ein, sich anzuschließen und sich gemeinsam um »unser gemeinsames Haus und um unsere schwächsten Brüder und Schwestern zu kümmern«.[1]

Das Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen regte Jahr an und dauert vom 24. Mai 2020 bis 24. Mai 2021.

Anbahnung

Um dem Anliegen seines auch außerkirchlich viel beachteten Rundschreibens noch einmal Nachdruck zu verleihen, hatte Papst Franziskus im März 2020 mit einer Video­botschaft zunächst zu einer Aktionswoche vom 16. bis 24. Mai eingeladen. Dies hätte eine »globale Kampagne« zum Jahrestag von »Laudato si’« werden sollen. Wegen der Corona-Pandemie fielen jedoch zahlreiche geplante Veranstaltungen aus, unter anderem ein internationales Treffen mit mehreren Hundert Jungunternehmern zum Thema nachhaltiger Wirtschaft in Assisi. Daher weitete das federführende vatikanische Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen die Ak­tionswoche zu einem Aktionsjahr aus.[2]

Gebet zum »Laudato-si’«-Jahr

Liebevoller Gott,

Schöpfer des Himmels, der Erde und von allem, was sich in ihnen befindet. Öffne unseren Geist und rühre an unsere Herzen, damit wir Teil der Schöpfung sein können, deines Geschenks. Sei in diesen schwierigen Zeiten den Bedürftigen, insbesondere den Ärmsten und Schwächsten nahe. Hilf uns, kreative Solidarität zu zeigen im Umgang mit den Folgen dieser globalen Pandemie. Lass uns mutig sein, die Veränderungen anzunehmen, die der Suche nach dem Gemeinwohl gelten. Dass wir heute mehr denn je spüren können, dass wir alle miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Lass uns den Schrei der Erde und den Schrei der Armen hören und ihm entsprechen. Damit die gegenwärtigen Leiden die Geburtswehen einer geschwisterlicheren und nachhaltigeren Welt sein können. Unter dem liebevollen Blick Marias, Hilfe der Christen, bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn. Amen.[3]

Anmerkungen

  1. Osservatore Romano 29. Mai 2010, S. 1.
  2. Osservatore Romano 29. Mai 2010, S. 1.
  3. Osservatore Romano 29. Mai 2010, S. 16.
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